Heimat Österreich

Leben im steirischen Almenland

Regisseur Wolfgang Scherz erzählt Geschichten von Erbhöfen und Hoferben, Altbauern, Neudenkern uvm. im größten zusammenhängenden Niedrig-Almweidegebiet Europas.

Heimat Österreich: Leben im steirischen Almenland

Dokumentation, 2020

Mittwoch, 6.5.2020, 20.15 Uhr
Wh. Sa 05.30 Uhr, Mo 02.55 Uhr

Wenn im Sommer auf den Steilhängen die Mahd ansteht, helfen alle in der Familie zusammen. Aber wie wird es mit dem Bergbauernhof in ein paar Jahren weitergehen? Werden die Kinder das Erbe eines harten Lebens in und mit der Natur annehmen?

Die Almen sind Orte der Sehnsucht und stellen zugleich große Aufgaben. Denn ohne weidende Rinder und Ackerbau wären diese Gebiete weitgehend verwaldet und von wilder Natur überwuchert.

Leben im steirischen Almenland

ORF/Visualize

Heu einbringen, Hochegger.

Die Dokumentation begleitet den Alltag von Familien, die – oft schon in 6. oder 7. Generation – hoch gelegene Höfe zwischen dem steirischen Murtal und dem Feistritztal bewirtschaften: Der Altbauer, der den „neuen Ideen der Jungen“ nach der Hofübergabe zuerst skeptisch gegenüber stand, jetzt aber zufrieden beobachtet, wie gut alles weiter läuft. Die Brotbäckerin, die ihren Hof von der Oma übernommen hat und die wichtigsten Zutaten sowohl für die Back-, als auch für die Lebenskunst kennt: Gefühl und Zeit. Der Jungbauer, der das Leben als Selbstversorger auf seinem idyllischen Hof schätzt, aber die alten Traditionen mit Solarenergie und Biomilchwirtschaft verknüpft. Die Lehrerin, die das große heimatkundliche Archiv ihres Vaters fortführt und die Bräuche und Geschichten aus der alten Zeit lebendig hält. Der vierjährige Bub, der nichts lieber tut als Papa und Opa bei der Arbeit am Hof zu helfen und als „geborener Jungbauer“ erscheint. Das Bergbauern-Ehepaar, das glücklich ist bei der gemeinsamen Arbeit im Steilhang, aber trotzdem nicht so recht weiß, ob ihr Hof eine Zukunft hat. Bewegende Geschichten aus dem Leben von Menschen, die das idyllische, aber harte Leben auf der Alm zu schätzen wissen und ihre Verantwortung kennen.

Geschichten von Erbhöfen und Hoferben, von Altbauern und Neudenkern, Traditionsbewahrern und Umsteigern – inmitten der einzigartigen Kulisse des steirischen Naturparks Almenland - das größte zusammenhängende Niedrig-Almweidegebiet Europas.

Leben im steirischen Almenland

ORF/Visualize

Gasen

Regie: Wolfgang Scherz
Buch: Werner Huemer
Schnitt: Martin Steffens

Dokumentation, 2020


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Leben unterm Himmelszelt - Almen im Sölktal

    Das Sölktal zählt zu den naturbelassensten Regionen der Steiermark. Hier leben und arbeiten die Menschen in der alpinen Landwirtschaft zum Teil noch so wie ihre Vorfahren.

  • Leben im Gailtal

    Die Menschen im Unteren Gailtal an der Grenze zu Italien feiern ihr Brauchtum wie in den letzten 100 Jahren. Im Zentrum der Dokumentation steht der Kirchtag in Feistritz an der Gail mit dem spektakulären Kufenstechen.

  • Leben am Hallstätter See

    Die Dokumentation zeigt die Menschen, die zwischen den Gemeinden Obertraun, Gmunden und Hallstatt - abseits der großen Touristenströme - in der schroffen, gebirgigen Landschaft im Einklang mit der Natur leben.

  • Bergbauernleben im Pongau - Von Wagrain bis Kleinarl

    Die Almbauern im Salzburger Land bewirtschaften ihre Bauernhöfe und Almen im Gebirge so, wie es schon ihre Altvorderen getan haben. Das tägliche Naturerlebnis und das Bewusstsein, Teil einer langen Tradition zu sein, entschädigen sie für die schwere Arbeit.