Heimat Österreich

Leben im Drautal

ORF III begibt sich in „Heimat Österreich“ diesmal nach Kärnten ins Obere Drautal. Regisseur Martin Vogg trifft Menschen, die am und mit dem Fluss leben und besucht die Griebitschalm hoch über Irschen, wo die Tiere der Bauern im Tal wie seit hunderten Jahren ihre Sommer verbringen.

Heimat Österreich: Leben im Drautal

Dokumentation, 2020

Mittwoch, 4.3.2020, 20.15 Uhr
Wh. Fr 10.05 Uhr, Sa 09.00 Uhr und 18.35 Uhr, So 01.50 Uhr, Di 09.50 Uhr

Wildromantisch liegt das Drautal in den Kärntner Alpen. Die Drau verbindet Osttirol mit der Steiermark und ist über Jahrhunderte ein wichtiger Verkehrsweg gewesen. Den Beruf des Flößers gibt es heute nur noch als nostalgische Erinnerung: bewusst erinnern die Drautaler mit Floßfahrten für Gäste und Touristen an die große Zeit der Drau-Flößerei. Dabei werden wie anno dazumal auf zahlreichen Flößen von Oberdrauburg nach Spital an der Drau auf dem Wasser gefahren.

Entlang der Drau haben sich Sägewerke angesiedelt, die die Kraft der Drau als Energiequelle nutzten. Rudolf Brandstätter und Herbert Kulterer können sich noch erinnern, wie in den 1950er Jahren das Holz auf Flößen zu den Sägewerken transportiert wurde. Herbert Kulterer hat auch miterlebt, wie die Baumstämme durch Triften und mit Umlaufseilbahnen von den steilen Berghängen hinunter ins Tal gebracht wurden. Von den Gefahren der Drau berichtet u. a. der Bürgermeister von Baldramsdorf Heinrich Gerber, der sich auch an die Hochwässer der Drau erinnert.

An den Berghängen der Drau war weniger der Fluss im Tal als die zahlreichen Bergbäche für die Kinder ein Thema, wie sich der ehemalige Bürgermeister von Irschen Thomas Linder erinnert. Er gibt Geschichten aus seinem kleinen Kaufmannsladen zum besten, der ein wichtiger Treffpunkt im Ort gewesen ist.

Hoch über Irschen wird die Griebitschalm von Stephanie Seppi und Wolfgang Reindl bewirtschaftet. Die Ruhe des Almlebens begeistert die gebürtigen Tiroler ebenso wie die Dorfgemeinschaft, in der sie in Irschen sehr schnell aufgenommen wurden. Auf den Almen gibt es unzählige Kräuter, mit deren Kraft die „Schneider Bäuerin“ Hermine Kranabetter bestens vertraut ist.

Johann Kuhn gibt einen Einblick in die lange Geschichte und Besonderheiten der Flößerei. Die Flößerei steht auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der österreichischen UNESCO Kommission.

Abseits des Tourismus lebt hier auch noch eine alteingesessene bergbäuerliche Bevölkerung, deren Leben sich über die letzten Generationen nicht maßgeblich verändert hat. Sie bestellen die Almen, bewirtschaften die Hütten und erhalten auf diese Weise die uralte Kulturlandschaft.

Den „Soundtrack“ des Films liefert u. a. der Männergesangsverein Irschen, der die schönsten Lieder aus der Region zum Besten gibt.

Leben im Drautal 
 
Originaltitel: Drau-Flößerei Unesco (5/10)

ORF/Clever Contents

Flößertage auf der Drau

Leben im Drautal 
 
Originaltitel: Drau-Flößerei Unesco (5/10)

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Alm

Leben im Drautal 
 
Originaltitel: Drau-Flößerei Unesco (5/10)

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Floß-Bau

Leben im Drautal 
 
Originaltitel: Drau-Flößerei Unesco (5/10)

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Stephanie Seppi und Wolfgang Reindl, Senner auf der Griebitschalm hoch über Irschen.

Leben im Drautal 
 
Originaltitel: Drau-Flößerei Unesco (5/10)

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Drau

Regie: Martin Vogg
Dokumentation, 2020


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Leben im Mariazellerland

    Regisseur Michael Weinmann stellt in seiner neuen Dokumentation Traditionen und Menschen im Mariazellerland vor.

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    Die Eisenstraße atmet regionale Geschichte wie nur wenige Orte in Österreich. Ausgehend vom steirischen Erzberg verbindet die Eisenstraße drei Bundesländer – die Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich, wo die Verarbeitung und der Transport des Rohstoffs Eisen tiefe gesellschaftliche Spuren hinterlassen.