zeit.geschichte

Dresden in Flammen

Februar 1945: trotz der völlig aussichtslosen Lage weigern sich die Nationalsozialisten aufzugeben. Die Alliierten hoffen, durch gewaltige Bombenangriffe die Deutschen zu demoralisieren und so die Kapitulation herbeiführen zu können. Der wohl verheerendste Angriff trifft Dresden.

zeit.geschichte: Dresden in Flammen

Dokumentation, 2019

Samstag, 15.2.2020, 21.50 Uhr
Wh. Mo 02.05 Uhr, Do 10.45 Uhr

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg. 773 britische Bomber warfen in zwei Angriffswellen zunächst gewaltige Mengen an Sprengbomben ab. Durch die Zerstörung der Dächer und Fenster konnten die anschließend abgeworfenen etwa 650.000 Brandbomben eine größere Wirkung entfalten. Ihr Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen, und ihre Hitzeeinwirkung deformierte sämtliches Glas in der Innenstadt. Dem britischen Nachtangriff auf die ungeschützte Stadt, die über keinerlei Luftabwehr verfügte, folgte am Tag die Flächenbombardierung durch 311 amerikanische Bomber.

Am 15. Februar erlebte das bereits vollständig zerstörte und mit schlesischen Flüchtlingen überfüllte Dresden einen weiteren Angriff der US-Luftwaffe. Rund 25.000 Menschen kamen ums Leben. Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Toten lagen noch Tage auf den Straßen oder in den Trümmern, ehe die Leichenberge zur Verhinderung von Seuchen verbrannt werden konnten.

Dresden in Flammen 
 
Originaltitel: The Greatest Events of World War Two - Dresden Firestorm

ORF/ZDF

Gezielte Luftangriffe der britische Royal Air Force legte Dresden in Schutt und Asche.

Bis August 1944 war Dresden als einzige deutsche Großstadt weitgehend von alliierten Bombenangriffen verschont geblieben und auch zu Jahresbeginn 1945 noch nahezu unbeschädigt, obwohl es ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Prag, Berlin, Leipzig, Nürnberg und Warschau war. Neben kleineren Rüstungsbetrieben existierten mit der Zeiß-Ikon AG, der Paul Märksch AG oder den Flugzeugwerken in Dresden-Klotzsche auch größere Industrieanlagen. Allerdings waren diese Angriffsziele angesichts mangelnden Rohstoffs und zunehmender Desorganisation der militärischen Nachschubwege Anfang 1945 keine kriegswichtigen Verkehrs- und Industrieanlagen. Da Dresden zudem außerhalb des Kampfgebiets lag, waren mit den vom Oberbefehlshaber des britischen Bomberkommandos Arthur Harris (1892-1984) angeordneten Luftangriffen kaum militärische Ziele verbunden. Die Zerstörung Dresdens war der Höhepunkt gezielter Flächenbombardements der Alliierten gegen die deutsche Zivilbevölkerung, um deren Moral zu brechen. Der NS-Propaganda bot die Bombardierung von Dresden noch einmal Gelegenheit, an den Durchhaltewillen der Deutschen zu appellieren.

Dresden in Flammen 
 
Originaltitel: The Greatest Events of World War Two - Dresden Firestorm

ORF/ZDF

Gezielte Luftangriffe der britische Royal Air Force legte Dresden in Schutt und Asche.

Dresden in Flammen 
 
Originaltitel: The Greatest Events of World War Two - Dresden Firestorm

ORF/ZDF

Gezielte Luftangriffe der britische Royal Air Force legte Dresden in Schutt und Asche.

Dokumentation, 2019


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