zeit.geschichte am Samstag

Skilegenden: Karl Schranz | Petra Kronberger

Zwei Dokumentationen über den Dreifach-Weltmeister Karl Schranz und die Karriere einer der erfolgreichsten Rennläuferinnen Österreichs.

Samstag, 25.1.2020, 21.00 Uhr

Wh. So 08.45 Uhr und 23.45 Uhr,
Do 09.45 Uhr

Skilegenden – Karl Schranz

Dokumentation, 2017

Dreifacher Weltmeister, zweifacher Gesamtweltcupsieger und einer der erfolgreichsten Skirennläufer Österreichs – das ist die Erfolgsbilanz von Karl Schranz. Seine Karriere war geprägt von Zwischenfällen, Skandalen und der großen Liebe seiner Fans. Als einer der ersten nutzte Karl Schranz den Windkanal, 1966 zog sein einteiliger Rennanzug die Blicke auf sich und auf der Zielgeraden wurde er mit der sogenannten „Schranz-Hocke“ berühmt.

Nach seinem Ausschluss von den Olympischen Spielen 1972 wurde Karl Schranz in Wien von 100.000 Menschen empfangen und bejubelt. Der damalige IOC-Präsident Avery Brundage (1887-1975) hatte ihn von Olympia wegen eines Fotos, das Schranz mit einer Kaffee-Werbung auf seinem Jersey zeigte, aus Sapporo verbannt. Das widersprach laut IOC dem damals noch geltenden, aber schon umstrittenen Amateurgesetz. Die darauffolgende Welle der Entrüstung, nicht nur in seiner Heimat, löste schließlich einen Wandel im Skisport aus. Aber sie beendete auch seine aktive Skikarriere.

Skilegenden - Karl Schranz

ORF/Degn-Film

Karl Schranz

Das Filmteam besucht Karl Schranz in seinem Heimatort St. Anton. Der Hotelier, der heuer seinen 80. Geburtstag feiert, gibt sehr persönliche Einblicke in sein Leben als gefeierter Skirennläufer und die Zeit nach dem Ende seiner aktiven Karriere von 1972 bis heute. 2001 trug er maßgeblich dazu bei, dass die Ski-WM in St. Anton am Arlberg stattfand. Als Freund Putins engagierte er sich außerdem für die Olympischen Spiele in Sotschi 2014. Heute lebt Karl Schranz, Vater von 3 Töchtern, mit seiner Frau in St. Anton. Tochter Anna und Ehefrau Evelyn kümmern sich um den Hotelbetrieb.

In der Dokumentation von Robert Altenburger kommen Wegbegleiter von Karl Schranz wie Sportjournalist Heinz Prüller, ÖSV Trainer-Legende Charly Kahr und Familienmitglieder zu Wort.

Regisseur: Robert Altenburger

Samstag, 25.1.2020, 21.50 Uhr

Wh. Mo 00.35 Uhr, Do 09.00 Uhr

Skilegenden – Petra Kronberger

Dokumentation, 2019

Petra Kronberger gelang als erster Skiläuferin überhaupt das Kunststück, in nur einer Saison in allen fünf Ski-Disziplinen zu gewinnen. Ein Weltrekord, der beinahe unbemerkt blieb zwischen ihren Weltcup- und Olympiaerfolgen.

Ursprünglich drängte es die gelernte Bankkauffrau nicht in den Skizirkus. Doch durch Talent und Ehrgeiz machte sie auf sich aufmerksam und durfte bald im ÖSV-Damenkader erste Rennen fahren. 1987 machte die damals 18-Jährige ihre ersten Weltcuppunkte. Zu ihren Förderern zählte der damalige ÖSV-Damentrainer Raimund Berger, der ihr Potenzial in allen Ski-Disziplinen erkannte. Bereits 1988 qualifizierte sich Kronberger für die Olympischen Winterspiele in Calgary. „Mit den Erfolgen stieg auch der Druck auf Petra Kronberger“, so Raimund Berger heute. „Österreich wartete auf die neue Annemarie Moser-Pröll, die 1980 ihre Karriere beendet hatte.“

1990 gelang Kronberger dann auch ihr erster Weltcup-Gesamtsieg. In derselben Saison schaffte sie einen weiteren Rekord. Sie gewann in jeder einzelnen Renn-Disziplin. Nicht zuletzt deswegen wurde sie als das neue, österreichische Skiwunder gefeiert. 1992 krönte sie ihre Karriere bei den Olympischen Winterspielen in Albertville mit zwei Goldmedaillen. Sie wurde als die beste Skirennläuferin der Welt gefeiert und schaffte es sogar aufs „Times“-Cover. Noch im selben Jahr gab sie unerwartet ihren Rücktritt bekannt und zog sich aus dem Skisport zurück.

Skilegenden - Petra Kronberger

ORF/Degn Film/Felix Altenburger

Petra Kronberger

Für die ORF-III-Reihe „Skilegenden“ traf Robert Altenburger Petra Kronberger in ihrer Heimatgemeinde Werfenweng. In einem sehr persönlichen Interview spricht sie über die Gründe, warum sie sich nach einer extrem erfolgreichen Karriere so plötzlich aus dem Skisport zurückzog und auch den enormen Druck der Öffentlichkeit, mit dem sie in jungen Jahren nur schwer umgehen konnte.

Petra Kronberger sorgte auch nach ihrer Skikarriere für Überraschungen. Sie holte die Matura nach und studierte Kunstgeschichte. Seit 2016 ist sie wieder für den ÖSV tätig. Als Frauenbeauftragte unterstützt sie junge Nachwuchsrennläuferinnen - eine Funktion, der v. a. angesichts der aktuellen Enthüllungen - eine besondere Bedeutung zukommt.

Skilegenden - Petra Kronberger

ORF/Degn Film/Felix Altenburger

Petra Kronberger

Dokumentation, 2019