Erbe Österreich

Die verborgenen Schätze der Maria Theresia | Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa

Regisseur Christian Papke beschäftigt sich in zwei Dokumentationen mit Habsburgs letzten Geheimnissen.

Erbe Österreich: Habsburgs letzte Geheimnisse - Die verborgenen Schätze der Maria Theresia

Doku-Reihe, 2019

Erbe Österreich: Habsburgs letzte Geheimnisse - Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa

Doku-Reihe, 2019

Dienstag, 10.11.2020, 21.05 Uhr
Wh. Mi 00.25 Uhr, Do 00.45 Uhr,
Sa 02.20 Uhr

Die verborgenen Schätze der Maria Theresia

Doku-Reihe, 2019

Wenige Habsburger Herrscher standen anfangs so mit dem Rücken zur Wand wie Maria Theresia (1717-1780), und wenige entfalteten später eine solche Pracht wie sie: allein die Feier zur Vermählung ihrer Tochter Marie Antoinette (1755-1793) im Wiener Belvedere kostete ein Vermögen. Und dann noch „Kleinigkeiten“ wie das Schloss Schönbrunn.

Wo kam das ganze Geld her, das die einst bedrängte Jungregentin zu einer der prachtvollsten Herrscherfiguren der Geschichte machte? Legendär ist Maria Theresias angebliche eiserne Geldreserve unter ihrem Bett. Und dann noch die Erfolgsgeschichte des von ihr geschaffenen Maria-Theresien-Talers. Kaum eine Münze der Welt kann auf eine solche Popularität zurückblicken: insgesamt wurden von der Silbermünze fast 400 Millionen Stück geprägt, sie war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Zahlungsmittel im arabischen Raum und auch in Afrika. Mussolini erwarb dazu die Druck-Lizenz. Im Kaiserreich Abessinien fungierte der Maria-Theresien-Taler über ein Jahrhundert lang als offizielle Landeswährung. Warum das alles? Regisseur Christian Papke erläutert die Geld-Tricks der Maria Theresia.

Mysterien in Rot-Weiß-Rot (5/5) 
Die verborgenen Schätze der Maria Theresia

ORF/Papke Film/Christian Papke

Erzählungen zufolge schenkte Maria Theresia den Edelsteinstrauß als „kleine Namenstagsüberraschung“ im Jahr 1764 ihrem Gemahl Franz Stephan. Das Blumenbouquet mit 2.863 Edel- und Schmucksteinen wurde um 1760 von dem Wiener Juwelier Michael Grosser hergestellt.

Mysterien in Rot-Weiß-Rot (5/5) 
Die verborgenen Schätze der Maria Theresia

ORF/Papke Film/Christian Papke

Schloss Schönbrunn

21.55 Uhr
Wh. Mi 01.15 Uhr und 04.40 Uhr,
Do 01.35 Uhr, Sa 03.05 Uhr

Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa

Doku-Reihe, 2019

Wer meint, dass die zweite Wiener Türkenbelagerung ein historisch entrücktes Ereignis ist, sollte sich den Fall von Kara Mustafas (1634/35-1683) Kopf näher ansehen. Einst von den eigenen Leuten erdrosselt und geköpft, landete der Schädel des türkischen Heerführers auf Umwegen in Wien. Als man sich im Wien-Museum mit dem menschlichen Artefakt unwohl zu fühlen begann, bestattete man es still und heimlich. Wo, das wird gehütet wie ein Staatsgeheimnis: man hat Angst, dort eine Wallfahrtsstätte für Anhänger und vor allem für die Gegner des Osmanen zu schaffen, der einst Wien für den Islam gewinnen wollte.

Und auch so manch anderes Rätsel beschäftigt Regisseur Christian Papke in dieser ersten Folge der ORF-III-Doku-Reihe: Wieso kämpften 1683 bei den Türken hauptsächlich christliche Soldaten? Und warum ließ sich Wien wenige Jahre davor von einer türkischen Delegation regelrecht ausspionieren? Zwar ist sich die Forschung bis heute in dem Punkt noch nicht ganz einig, aber es scheint, dass Kara Mustafa auf eigene Faust entschied, gegen Wien zu ziehen. Vom Sultan hatte er nur den Auftrag, die ungarische Tiefebene zu dominieren. Aber Kara Mustafa zog gegen den „Goldenen Apfel“ Wien, der als Zugangstor zum christlichen Abendland galt. Was hatte ihn zu dieser gefährlichen Mission inspiriert? Etwa der Bericht des Reiseschriftstellers Evliya Celebi (1611-1683), der Wien bei einem Besuch einige Jahre zuvor in den schillerndsten Farben geschildert und damit die Lust der Osmanen an der Eroberung dieser Stadt möglicherweise neu entfacht hat. Beim Zug nach Wien blieben allerdings die schweren Geschütze Kara Mustafas im ungarischen Schlamm stecken und er musste das Wiener Bollwerk mit leichter Artillerie beschießen, was schon der erste Schritt zum Scheitern der Mission war. Nach seiner Ermordung gingen Kopf- und Gesichtshaut als Beleg für den Mord an den Sultan. Der Schädel mit dem Körper wurde zunächst am Balkan bestattet, der Schädel später wieder ausgegraben und nach Wien gesandt.

Mysterien in Rot-Weiß-Rot (1/5) 
Der rätselhafte Kopf des Kara Mustafa 
Originaltitel: Mystery Austria

ORF/Papke Film/Christian Papke


Weitere Sendungen dieser Reihe: