zeit.geschichte

Die Österreicher und ihre Wurzeln

Die neue ORF III-Dokureihe beleuchtet die vielfältigen Abstammungen der Österreicherinnen und Österreicher. Die Regisseure Judith Doppler und Kurt Mayer erzählen von den Menschen, die ins kleine Alpenland kommen und zu Österreichern und Österreicherinnen werden.

zeit.geschichte: Die Österreicher und ihre Wurzeln – Als Böhmen noch bei Österreich war (1/4)

Doku-Reihe, 2019

zeit.geschichte: Die Österreicher und ihre Wurzeln – Die Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs (2/4)

Doku-Reihe, 2019

Beginnend beim Schmelztiegel der Vielvölkermonarchie der Habsburger erzählt das Regieduo Judith Doppler und Kurt Mayer, wie Menschen aus verschiedensten Regionen in Österreich ihre Heimat finden.

Samstag, 23.11.2019, 20.15 Uhr
Wh. So 09.05 Uhr und 23.40 Uhr,
Do 10.00 Uhr

Die Österreicher und ihre Wurzeln - Als Böhmen noch bei Österreich war (1/4)

Doku-Reihe, 2019

Schon in der Habsburgermonarchie strömen Menschen aus allen Teilen des Reiches ins österreichische Kernland. Vor allem die Residenzstadt Wien wird zu einem Schmelztiegel der Völker und erlebt im 19. Jahrhundert enormen Zuwachs. Durch tschechische Arbeiter, osteuropäisch-jüdische Intellektuelle und bulgarische Händler steigt Wien zu einer Weltstadt auf. Und zu einer Stadt der Frauen. Zur Jahrhundertwende ist mehr als die Hälfte der Wiener Bevölkerung weiblich und das nicht nur in herkömmlichen Berufen.

Viele der Zuwanderinnen und Zuwanderer sind heute erfolgreiche Unternehmer. Zum Beispiel Karl Jan Kolarik, der Inhaber des Schweizerhauses oder Silvio Molin Pradel, Eismacher der 5. Generation im Eissalon am Schwedenplatz. Selbst über den Dächern Wiens weht durch die „Spazzacamini“ – die Rauchfangkehrer, die schon im 16. Jahrhundert nach Wien eingewandert sind, ein italienischer Wind.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Eissalon Schwedenplatz. Die Familie Molin führt den Eissalon Schwedenplatz in fünfter Generation. Sie sind der beste Beweis, dass man gleichermaßen Österreicher und Italiener sein kann.

Spätestens seit dem Bau der Arlbergbahn ist das westlichste Bundesland Österreichs Vorarlberg ein Hotspot der Arbeitsmigration. Dort sind es vor allem Italiener, die die Zeit der Mobilität einleiten – nicht nur als Schwerstarbeiter und Mineure, sondern auch als Ingenieure und Generalunternehmer.

Der erste Teil der Doku-Reihe erzählt von der spannenden Zeit zwischen der Gründerzeit und den Auswanderungswellen nach dem ersten Weltkrieg. Dabei kommen die Historiker Wolfgang Kos und Christian Ortner zu Wort, und Nachfahren der tschechischen Zuwanderer, wie Kabarettist und Regisseur Werner Sobotka oder der ehemalige Finanzminister Ferdinand Lacina.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Die Rauchfangkehrer gehören zu den typischen Einwanderern Wiens. Aus dem italienischen Tessin ausgewandert, haben sie ab dem 17. Jhd. die Stadt feuerfest gemacht. Einige italienische Wurzeln sind bis in die Gegenwart erhalten.

21.05 Uhr
Wh. So 09.50 Uhr, Mo 00.25 Uhr,
Do 10.50 Uhr

Die Österreicher und ihre Wurzeln - Die Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs (2/4)

Doku-Reihe, 2019

Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs führen in den 1940er Jahren zu riesigen Migrationsbewegungen. In ganz Europa suchen ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Überlebende und Vertriebene eine neue Heimat. Fast die gesamte deutschsprachige Minderheit in der damaligen Tschechoslowakei, die Sudetendeutschen und die Südmährer werden brutalst vertrieben - hunderttausende von ihnen finden Aufnahme in Österreich. Tausende Südtiroler Optanten, die sich für ein Leben im Deutschen Reich entschieden hatten, stranden in Österreich.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Fernsehlegende Alfred Böhm (†1995) ist in zweiter Generation einer der vielen Tschechen, die in Wien aufgewachsen sind.

Teil zwei des Doku-Vierteilers erzählt von den turbulenten Nachkriegsjahren und den Schicksalen der Flüchtenden und Vertriebenen, die letztlich ihre Heimat in Österreich finden. Die Menschen die 1945 in Österreich stranden, helfen dieses Land in den Jahren danach wieder aufzubauen und zu verändern. Es sind Journalisten wie Hugo Portisch, der kurz vor Kriegsende aus Bratislava nach Wien flüchtete, die beitragen, dass Österreich die eigene Geschichte nicht vergisst. Oder Alexander van der Bellen, der mit den Eltern vor der russischen Armee floh, die Österreich in ein neues Europa führen.

Zu Wort kommen in dieser Folge die Historiker Dirk Rupnow und Dieter Bacher, und der ehemalige Vize Präsident der österreichischen Nationalbank, Manfred Frey und Robert Palfrader, Onkel des „Kaisers“ und als geborener Südtiroler nun gelernter Wiener.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Deutsche Vertriebene. Die deutschen Heimatvertriebenen aus dem Osten sind die größte Flüchtlingsgruppe die in Österreich 1945 strandet. An die 350.000 Menschen erhalten in den nächsten Jahren eine österreichische Staatsbürgerschaft.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Die Vermessung der Österreicher. Die Alliierten wollten nach dem Krieg wissen, ob die Lebensmittelrationen ausreichen. Dazu beginnen Sie die Österreicher zu vermessen.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Herr Kolarik führt in dritter tschechischer Generation die Wiener Institution „Schweizerhaus“. Das berühmte Praterlokal blickt auf eine lange Vergangenheit von tschechischen Besitzern zurück und so wundert es nicht, dass es die erste österreichische Ausschank für das Budweiser Bier war.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Die Natur hat das ehemalige Industriegelände Wienerberger längst übernommen.

Die Österreicher und ihre Wurzeln 
Teil 1 und 2

ORF/kurt mayer film

Sepp Forcher kam aus Südtirol nach Österreich.


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Marlene Dietrich - Ein bewegtes Leben

    Der Film dokumentiert die politischen Anliegen der Dietrich während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit, und zeigt die wenig bekannte Seite des Stars fernab der Hollywood-Herrlichkeit.

  • Hitlers Frauen: Zarah Leander - Die Sängerin

    Sie entsprach gar nicht dem deutschen Frauenideal der NS-Zeit und war dennoch die Stimme der nationalsozialistischen Propaganda. Die Dokumentation beleuchtet die außerordentliche Karriere der enorm populären Sängerin und Schauspielerin.

  • Hitlers Frauen: Winifred Wagner - Die Muse

    Die „hohe Frau“, wie Hitler sie nannte, sonnte sich im Glanz der Macht und nutzte sie, um einzelne vom Nationalsozialismus Verfolgte zu retten, blieb aber Zeit ihres Lebens eine überzeugte Nationalsozialistin.

  • Die Österreicher und ihre Wurzeln (3 und 4/4)

    Die neue ORF III-Dokureihe beleuchtet die vielfältigen Abstammungen der Österreicherinnen und Österreicher. Die Regisseure Judith Doppler und Kurt Mayer erzählen u. a. von den Menschen, die mit ihrer Arbeitskraft zum enormen Wohlstand des Landes beitrugen.