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Von unsterblichen Musikgenies, Titanen-Gemälden die um ein Haar im Mülleimer gelandet wären, und Edelbrandherstellern mit einer besonderen Liebe zu historischen Uhrwerken: Karl Hohenlohe entdeckt auf den Spuren von Franz Liszt im weltweit größten Liszt-Verein eine Originalkomposition mit Seltenheitswert.

Dienstag, 22.10.2019, 21.55 Uhr

Ein lisztiges Unterfangen

Er war Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller mit deutscher Muttersprache. Einer der prominentesten und einflussreichsten Klaviervirtuosen und zugleich einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, mit einem Œuvre von über 1300 Werken: die Rede ist von Musikgigant Franz Liszt. Als Wegbereiter der sinfonischen Dichtung wollte er mit seinem Konzept der Programmmusik nichts geringeres als die Musikwelt des 19. Jahrhunderts revolutionieren. Der weltweit größte Liszt-Verein mit rund 450 Mitgliedern befindet sich im burgenländischen Raiding, und genau dort ist auch der Sitz der größten Liszt-Sammlung des Landes: über 3000 verschiedene Exponate mit Büchern, Notenmaterial, historischen Photographien, Originalbriefen uvm. sind dort zu finden. Vereinsobmann Manfred Fuchs hat Karl Hohenlohe in diese Schatzsammlung eingeladen, um die Aufmerksamkeit auf einen ganz seltenen Autographen zu richten: eine Originalkomposition von Liszt, gewidmet dem Grafen Alberti und aus dem Besitz eines Wiener Liszt-Cousins stammend. Wovon diese Komposition wohl handelt? Pünktlich zu diesem Sendedatum jährt sich übrigens auf den Tag genau der Geburtstag von Franz Liszt zum 208 Mal.

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 22102019

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Liszt Autograph

Titanen vor dem Abgrund

Frau Elisabeth Kolb aus Wien war gerade vor ihrem Hausbau am Mistplatz, um Teile ihres alten Gartenhäuschens zu entsorgen, als ein Mann mit ausholender Bewegung ein Gemälde in den Holzcontainer werfen wollte. Sie schrie „Halt!“, wie sie der Redaktion in einem Brief erzählt hat und fragte, ob er das Bild tatsächlich wegwerfen wolle. Verwundert überreichte er ihr das Gemälde, auf dem zwei mythologische Titanen im Ringkampf zu sehen waren, und überließ es fortan seinem Schicksal. Diese Geschichte klang für Karl Hohenlohe fast zu gut um wahr zu sein. Ein Grund mehr, Frau Kolb persönlich zu treffen und den wahren Hintergrund des Gemäldes mit dem Altmeisterexperten des Dorotheum in Erfahrung zu bringen.

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Titanengemälde

Schmuck im Ensemble und Uhrwerke zwischen Briefmarken und Edelbränden

Die etruskische Kultur aus dem heutigen nördlichen Mittelitalien, mit ihrer Blütezeit um 500 bis 300 v. Chr., hat nicht nur aufgrund ihrer Herkunft für viele Spekulationen gesorgt, auch ihre Kunsthandwerkstechniken waren ihrer Zeit oft weit voraus, und in späteren Epochen eine gern verwendete Grundlage für Rückgriffe auf die Antike. So ist das Ehepaar Reuer aus Kärnten heute beispielsweise im Besitz eines filigranen Ringes und dazugehörigen Armreifens, deren Edelsteine mit einer Granuliertechnik der ehemaligen Etrusker verziert sind.

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Schmuckstücke mit Granuliertechnik der ehemaligen Etrusker

Das Ehepaar Kaufmann aus Wien bringt ein nicht minder zeithistorisches Objekt in die Sendung: eigentlich sind die beiden ja passionierte Edelbrandhersteller, nebenbei aber auch noch Schellak- sowie Briefmarkensammler. Trotzdem ist es eine Kommodenuhr, mit der sie Aufmerksamkeit erregt haben: der Zeitmesser soll sich unter Begutachtung der Experten schließlich als ein Klassiker des Wiener Biedermeiers herausstellen.

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Renate und Walter Kaufmann; Pendeluhr.

Antiquitätenmagazin, 2019


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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    Der Ohrschmuck einer Opernsängerin, historische Zeiterfassungsinstrumente, erotische Gemälde und ein kaiserlich und königlicher Dienstjubiläumsautograph: Karl Hohenlohe begrüßt Opernsängerin Natalia Ushakova und erkundet den historisch bedeutsamen Sommerfrische-Kurort Reichenau am Semmering.

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    Die September-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins steht passend zum Semesterstart ganz im Zeichen der Schule und geht in den geschichtsträchtigsten und berühmtesten Bildungseinrichtungen des Landes auf Schatzsuche.

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    Von veritablen Genies und anderen zeitüberdauernden Erfindungen: Die Mai-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins „Was schätzen Sie..?“ steht ganz im Zeichen des 500-Jahr-Jubiläums von Leonardo da Vinci! Moderator Karl Hohenlohe geht auf die Suche nach skurrilen Erfindungen aus den letzten 150 Jahren Technikgeschichte.