Themenmontag

Giftige Kleidung | Die Wahrheit hinter Baumwolle

Zwei Dokumentationen beleuchten die Herstellungsbedingungen von Billig- und Hochpreistextilien.

ORF III Themenmontag: Giftige Kleidung - Chemikalien in der Modeindustrie

Dokumentation, 2013

ORF III Themenmontag: Die Wahrheit hinter Baumwolle

Reportage, 2019

Montag, 30.9.2019, 21.55 Uhr
Wh. Di 00.20 Uhr und 02.35 Uhr,

Giftige Kleidung - Chemikalien in der Modeindustrie

Dokumentation, 2013

Die neue Jacke soll wasserabweisend sein, die Bluse soll nicht knittern und die Hose nicht ausbeulen. Die Ansprüche der Kunden sind hoch. Daher setzt die Textilindustrie jede Menge Chemikalien ein. Nicht nur bei Billigkleidung, sondern auch bei Markenartikeln und bei hochpreisiger Ware. Viele dieser Giftstoffe sind in Europa verboten, doch der Großteil unserer Kleidung wird in Asien produziert. Die Giftcocktails gefährden die Gesundheit der Textilarbeiter, der Färber, Weber und Näher, verseuchen dort die Umwelt und landen schließlich auch bei uns - in unseren Geschäften und auf unserer Haut.

Giftige Kleidung - Chemikalien in der Modeindustrie

ORF/Newen Distribution

Die Textilstücke werden oft mit gefährlichen Chemikalien gefärbt.

22.45 Uhr
Wh. Di 01.05 Uhr und 04.55 Uhr

Die Wahrheit hinter Baumwolle

Reportage, 2019
(Originaltitel: „Zwangsarbeit - bittere Baumwolle“)

Baumwolle ist die beliebteste Textilfaser: stabil und reißfest und gleichzeitig weich und angenehm zu tragen. Mit 50 Prozent Marktanteil erwirtschaftet der Handel an die 37 Milliarden Euro jährlich. Der Großteil wird in Indien, China, den USA, Brasilien und Usbekistan produziert, oftmals unter unwürdigen Bedingungen. Berichte über Kinder- und Zwangsarbeit in der Baumwollindustrie haben die Öffentlichkeit aufgerüttelt und einen Markt für fair produzierte Baumwolle geschaffen.

Die Reportage folgt der Baumwolle von der Ernte bis zur Verarbeitung und geht der Frage nach, ob Kleidung mit dem Siegel „aus fairer und nachhaltiger Produktion“ hält, was sie verspricht. Der Film zeigt, wie Menschen in Usbekistan staatlich organisiert zur Baumwollernte gezwungen werden und wie in den riesigen Lagerhallen der Textilfabriken in Bangladesch „grüne“ und konventionell angebaute Baumwolle bei der Weiterverarbeitung gemischt werden. Die Herkunft des Rohstoffs lässt sich dann nicht mehr nachweisen – ein grünes Label auf dem T-Shirt ist also oft nicht mehr als „Greenwashing“.

'ORF Initiative MUTTER ERDE - Verwenden statt verschwenden'
	WELTjournal + 
Zwangsarbeit - bittere Baumwolle

ORF/Java


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