Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

KulturHeute

Ani Gülgün-Mayr präsentiert heute u. a. die große Albrecht-Dürer-Schau in der Albertina und berichtet von der „WienWoche“, wo man sich heuer mit Körperbilden beschäftigt.

Donnerstag, 19.9.2019, 19.45 Uhr
Wh. Fr 06.35 Uhr

Große Albrecht-Dürer-Schau in der Albertina

Albrecht Dürers „Feldhase“ oder auch die „Betenden Hände“ sind Ikonen der Kunstgeschichte. Jetzt widmet die Wiener Albertina dem 1528 verstorbenen Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker aus Nürnberg eine große Schau mit den wichtigsten Werken aus der eigenen Sammlung und internationalen Leihgaben.

Wer war Dürer?

Albrecht Dürer kam 1471 in Nürnberg zur Welt. Die Goldschmiedlehre beim Vater brach er ab, er wollte die Welt naturgetreu darstellen, die Schönheit vor Augen führen. Sein Wissensdurst und seine Gabe, genau Hinzusehen, sein Interesse für die Antike, die Formenlehre, Proportionen und die Architektur machten ihn zu einem großen Meister der Malerei. Er wollte genauer sein, alles weiterentwickeln, die Seele der Dinge in Bild setzen.

Zwei längere Italienreisen und ein Aufenthalt in den Niederlanden inspirierten ihn zu Naturstudien, Landschafts- und Menschenbildern. Er hatte einen scharfen Blick für das Schöne und Detail dahinter. Und er war dabei schonungslos - auch sich selbst gegenüber.

Der selbstbewusste Künstler mit den langen rotblonden Locken wußte sich auch zu vermarkten. Kaiser Maximilian I. schätzte seine Arbeit über alles.

Dürers Werk mit dem typischen Monogramm ist heute in der ganzen Welt zu finden. Die Wiener Albertina besitzt 140 seiner Werke, die jetzt auch in der aktuellen Ausstellung zu sehen sein werden.

„Albertina Modern“ im Künstlerhaus

Die Wiener Albertina wird kommenden März einen zweiten Standort im Wiener Künstlerhaus eröffnen. Das wird derzeit generalsaniert. Die sogenannte „Albertina Modern“ wird internationale und österreichische Kunst der Gegenwart zeigen, vor allem aus der Sammlung Essl.

BITCHES & WITCHES bei der WienWoche

Lookismus bezeichnet Diskriminierung auf Grund des Aussehens. Warum passiert es immer wieder, dass Körpermaße zum Thema werden? Und warum steigt der Druck, gewissen Normen zu entsprechen - vor allem bei weiblichen Körpern? Beim Festival „WienWoche“, das noch bis 22. September dauert, stehen Körperbilder im Mittelpunkt. Ein Beitrag von Julia Fellerer.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Österreichischer Filmpreis: Auswahlverfahren gestartet
  • Europäische Kulturpreise 2019
  • Nach Mordgedanken: Nick Carter klagt Bruder
  • „Opernwelt“: Salzburger „Salome“ ausgezeichnet
  • 50 Jahre RSO
    Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

50 Jahre Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist auf der ganzen Welt im Einsatz. Sie hilft Menschen die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind. 1969 organisierte der engagierte Jungpfarrer Ernst Gläser eine Hilfsaktion für den Ort Banja Luka im ehemaligen Jugoslawien, heutiges Bosnien-Herzegowina. Der Ort wurde von einem schweren Erdbeben erschüttert. Binnen 10 Tagen sammelte Ernst Gläser in der Pfarrgemeinde 87.000 Schilling für den Wiederaufbau des Ortes. Damit begann die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe, die heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

„Wanda“ Nummer eins in den Charts

Seit heute ist das neue Album der Wiener Band „Wanda“ Nummer eins der österreichischen und deutschen Charts. „Ciao“ heißt es. Georg Holzer hat die Musiker getroffen.

„Rusalka“ zum Saisonauftakt im Theater an der Wien

Mit Antonin Dvoraks Oper „Rusalka“ startet das Theater an der Wien in seine neue Saison. Die Geschichte handelt von der gleichnamigen Wassernixe, die ihre Stimme opfert, um ein Mensch zu werden. Regisseurin Amélie Niermeyer macht aus dem Märchen des tschechischen Komponisten ein packendes und zeitloses Drama. Premiere ist heute.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2019


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • KulturHeute

    Ani Gülgün-Mayr hat heute die beiden Stars des Erfolgsmusical „I am from Austria“ Lukas Perman und Elisabeth Engstler zum Gespräch eingeladen.

  • KulturHeute

    Patrick Zwerger berichtet heute u. a. von der Premiere von „Die Edda“ im Burgtheater, vom Europäischen Kulturpreis 2019 und wirft einen Blick auf die diesjährige Viennale, die am Donnerstag losgeht. „Blitzlicht“ berichtet von der größten britischen Kunstmesse.

  • KulturHeute Spezial: In memoriam Lotte Tobisch

    ORF III ehrt die, am Samstag verstorbene Grande Dame der Wiener Society Lotte Tobisch mit einer KulturHeute-Spezial-Sendung.

  • KulturHeute

    Peter Fässlacher diskutiert heute im KulturHeute-Studio mit Kulturjournalist Heinz Sichrovsky und Slawistik-Professorin Miranda Jakisa über die Aufregung um Peter Handke, der vorige Woche den Literaturnobelpreis bekommen hat.