zeit.geschichte

St. Germain und die Folgen

Der neue ORF III-Dokuzweiteiler beschäftigt sich mit den deutschsprachigen Gebieten, die vor dem 10. September 1919 Teil der Republik Deutsch-Österreich waren. Journalisten blicken in diese Länder heute.

zeit.geschichte: St. Germain und die Folgen - Der Süden (1/2)

Doku-Reihe, 2019

zeit.geschichte: St. Germain und die Folgen - Der Norden (2/2)

Doku-Reihe, 2019

Samstag, 14.9.2019, 20.15 Uhr
Wh. So 09.40 Uhr und 23.35 Uhr

St. Germain und die Folgen (1/2) Der Süden

Doku-Zweiteiler, 2019

Am 10. September 1919 wurde in St. Germain mit der Unterzeichnung des Friedensvertrags formal der Erste Weltkrieg beendet. Die Friedensbedingungen waren für die junge Republik Österreich eine Katastrophe. Hohe Reparationszahlungen, der Verlust von deutschsprachigen Gebieten und das Anschlussverbot trafen die Österreicherinnen und Österreicher hart. Das Wort „Deutsch“ musste aus der Staatsbezeichnung gestrichen werden.

Die ORF-III-Neuproduktion beschäftigt sich in einem Zweiteiler mit jenen Gebieten, die ursprünglich Bestandteil der Republik Deutsch-Österreich im Süden waren: Südtirol, der Untersteiermark, dem Kanaltal und Teilen von Kärnten. Es kommen Zeitzeuginnen zu Wort, die diese schweren Zeiten erlebt haben. Österreichische, italienische und slowenische Historiker analysieren die Auswirkungen des Vertrages auf das zwanzigste Jahrhundert.

Journalisten werfen einen Blick auf die gegenwärtige Situation in den ehemals österreichischen Ländern. Was ist geblieben, was hat sich verändert? 100 Jahre Vertrag von St. Germain bieten Anlass für Erinnerung, Analyse und Zukunftsperspektiven.

St. Germain und seine Folgen 
Der Süden (1/2)

ORF/Pammer Film

21.10 Uhr
Wh. So 10.30 Uhr, Mo 00.25 Uhr

St. Germain und die Folgen (2/2) Der Norden

Doku-Zweiteiler, 2019

Der zweite Teil beschäftigt sich mit jenen deutschsprachigen Gebieten im Norden Österreichs, die nach dem Vertrag von St. Germain an die Tschechoslowakei gingen: Böhmen und Südmähren.

Noch bevor im November 1918 in Wien die Republik Deutsch-Österreich ausgerufen wurde, erklärte sich die Tschechoslowakei zu einem eigenen Staat und löste sich aus der Donaumonarchie. Die deutschsprachigen Gebiete wurden dabei von beiden Staaten beansprucht. Im Vertrag von St. Germain, der am 10. September 1919 unterzeichnet wurde, erkannten die alliierten Siegermächte die traditionellen Grenzen der Kronländer Böhmen und Mähren als Grenzen der Tschechoslowakei an, wodurch auch die deutschsprachigen Gebiete fortan dorthin gehörten. Eine riesige Enttäuschung für die in Böhmen und Mähren lebenden deutschsprachigen Bürgerinnen und Bürger, ebenso wie für die Politiker in Wien.

Mit dem Vertrag von St. Germain begann der Anfang vom Ende der deutschsprachigen Besiedelung, die nach dem zweiten Weltkrieg in der Vertreibung von fast drei Millionen Menschen aus ihrer Heimat gipfelte. Mit der Errichtung des Eisernen Vorhangs wurden die diskriminierenden Maßnahmen von den Kommunisten fortgesetzt. Erst seit der Wiedererrichtung der Demokratie 1989 hat sich die Situation für die deutschsprachige Minderheit verbessert. Regisseur Wolfgang Winkler beschreibt in der Dokumentation die Folgen der Grenzziehungen von 1919, die für Land und Leute einschneidende und dramatische Konsequenzen hatten.

St. Germain und die Folgen 
Der Norden (2/2)

ORF/Pammer Film/Stadtarchiv Gmünd

Grenzübergang Gmünd-Ceske-Velenice um 1920

St. Germain und die Folgen 
Der Norden (2/2)

ORF/Pammer Film

Zeitzeugin Christa Petraskova

St. Germain und die Folgen 
Der Norden (2/2)

ORF/Pammer Film/Stadtarchiv Gmünd

Ehemaliges Flüchtlingslager von Gmünd um 1920.

St. Germain und die Folgen 
Der Norden (2/2)

ORF/Pammer Film/Stadtarchiv Gmünd

Werkstätte Bahnhof Gmünd, 1905

St. Germain und die Folgen 
Der Norden (2/2)

ORF/Pammer Film/Stadtarchiv Gmünd

Bahnhof Gmünd

St. Germain und die Folgen 
Der Norden (2/2)

ORF/Pammer Film

Kronen Zeitung, 04.06.1919

St. Germain und seine Folgen 
Der Süden (1/2)

ORF/Pammer Film


Weitere Sendungen dieser Reihe: