Alltagsgeschichten

Das kleine Glück im Schrebergarten | An der Haltestelle | Rast an der Autobahn | Treffpunkt U-Bahn

Elizabeth T. Spira ist heuer im März gestorben. ORF III widmet ihr noch bis September eine Retrospektive und zeigt ihre legendären Reportagen.

Dienstag, 13.8.2019, 20.15 Uhr
Wh. Mi 02.20 Uhr

Alltagsgeschichte: Das kleine Glück im Schrebergarten

Reportage, 1992

Diese Folge ist DER Klassiker unter den „Alltagsgeschichten“ und ist - ex aequo mit „Die Donauinsulaner“ - die meistgefragte und -gezeigte Episode.

In Wien gibt es über 25.000 Schrebergärten. Für dein einen ist er die Ersatzvilla mit englischem Rasen, für den anderen Gemüsegarten. Hier wachen ehrenamtliche Funktionäre über Ruhe und Ordnung. Es herrschen strenge Regeln: die Anzahl der Obstbäume ist ebenso vorgeschrieben wie die Höhe der Hecken und die Ruhezeiten. Walter Filcz ist pensionierter Eisenbahner und sammelt Gartenzwerge, ein Mechaniker hat in seinem Garten eine Straßenbahn-Fahrerkabine nachgebaut und eine alte Frau spricht mit Spatzen und Amseln.

Alltagsgeschichte 
Das kleine Glück im Schrebergarten 
Originaltitel: Alltagsgeschichten "Das kleine Glück im Schrebergarten"

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Walter Filcz mit seiner Gartenzwergsammlung

21.05 Uhr
Wh. Mi 03.05 Uhr

Alltagsgeschichte: An der Haltestelle

Reportage, 1996

In dieser Alltagsgeschichte plaudert Elizabeth T. Spira mit Wartenden an Haltestellen über Alltägliches: das Leben, die Liebe, die Rente, den Arbeitsplatz, die einheimischen und die fremden Nachbarn, das Zukurzgekommensein, das Glück, und nicht zuletzt über langes und ab und zu auch kurzweiliges Warten an den Haltestellen.

Alltagsgeschichte 
An der Haltestelle 
Originaltitel: Alltagsgeschichte - An der Haltestelle (AUT 1996)

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Die zwei Meidlinger Travestie-Künstler Kurti und Bernd an einer Bus-Haltestelle.

Alltagsgeschichte 
An der Haltestelle 
Originaltitel: Alltagsgeschichte - An der Haltestelle (AUT 1996)

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

An einer Haltestelle in Wien-Brigittenau erinnert sich Frau Maria an schöne Jugendjahre.

21.55 Uhr
Wh. Mi 03.55 Uhr

Alltagsgeschichte: Rast an der Autobahn

Reportage, 1994

Mit Kameramann Peter Kasperak drehte Elizabeth T. Spira 1994 entlang der Autobahn auf Parkplätzen, Raststätten und an Tankstellen. In den Sommermonaten Juli und August ist ganz Europa auf den Autobahnen Österreichs unterwegs. Das ist auch ein Grund, warum manch Einheimischer Autobahn-Raststätten besucht. Einer von ihnen ist der Völkermarkter Bauer Anton, der in Völkermarkt/Kärnten fast täglich mit seinem Fahrrad auf der Autobahn zur Raststätte fährt, um fremde Gesichter zu sehen. Laut und fidel geht es zu, wenn Pensionisten auf Werbefahrt Pause machen. So manche Dame lässt da ihren Ehemann, so manch betagter Herr seine Gattin zu Hause. Rendezvous auf der Autobahn gehen nicht immer so aus, wie man es sich erträumt.

Elizabeth T. Spira traf einen Berliner Mercedes-Fahrer, der an einem heißen Juli-Tag vergebens auf seine Herzensdame wartete. Nicht fehlen dürfen in einem solchen Film natürlich die Könige der Autobahn, die Trucker. Leone aus Neapel ist seit 45 Jahren mit dem LKW unterwegs. An Ruhestand denkt er nicht. Die Autobahn ist seine zweite Heimat geworden. Und er weiß um die Geheimnisse der Nacht…

Alltagsgeschichte 
Rast an der Autobahn 
Originaltitel: Alltagsgeschichte - Rast an der Autobahn (Dokumentation, AUT 1994)

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Roma Familie unterwegs von Belgrad nach Stockholm.

Alltagsgeschichte 
Rast an der Autobahn 
Originaltitel: Alltagsgeschichte - Rast an der Autobahn (Dokumentation, AUT 1994)

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Trucker beim Picknick

Alltagsgeschichte 
Rast an der Autobahn 
Originaltitel: Alltagsgeschichte - Rast an der Autobahn (Dokumentation, AUT 1994)

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Der Kärntner Landwirt Anton in der Raststätte Völkermarkt.

22.40 Uhr
Wh. Mi 04.40 Uhr, Do 04.50 Uhr

Alltagsgeschichte: Treffpunkt U-Bahn

Reportage, 1993

Für diese Folge filmte Elizabeth T. Spira Menschen im Wiener U-Bahn-Netz. Es sind vor allem Obdachlose, Gestrauchelte und Drogensüchtige die in und um die U-Bahn Zuflucht und Heimat finden. Hunderte Halbwüchsige suchen täglich auf der Strecke zwischen den Stationen Karlsplatz und Pilgramgasse nach Drogen aller Art. Manche Kinder verkaufen gar ihren Körper in den Stationen, um rasch an Geld zu kommen. Obdachlose finden im Netz der U-Bahn Unterschlupf, immer wieder aufgescheucht von Stationswart und Polizei. Menschen, die aus der Provinz nach Wien kommen und einsam sind, finden menschlichen Anschluss in den Stationen. Und noch etwas bietet die U-Bahn: eine unterirdische eigenständige Kultur- und Beiselszene. Musikanten, Sänger und Heilsverkünder verweilen zwischen hastenden Menschen. Am Südtiroler Platz wird täglich um 5.30 Uhr ein Sonnenschirm im Schanigarten eines Espressos aufgespannt - drei Stockwerke unter der Erde. Dort hat Elizabeth T. Spira manch dunkles Gespräch belauscht - von Menschen, die auf der Schattenseite der Wohlstandsgesellschaft leben.

Alltagsgeschichte 
Treffpunkt U-Bahn 
1993

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Ignaz Wuzel und Gerhard Jeschko sind Stammgäste des Espresso in der U-Bahn-Station Südtiroler Platz.

Alltagsgeschichte 
Treffpunkt U-Bahn 
1993

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Stationswart Leopold Prinz kennt die Probleme der Kinder vom Karlsplatz.


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