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Attentat auf Hitler: Stauffenberg - Die wahre Geschichte

Die Dokumentation liefert einen sehr persönlichen Blick auf den letzten Tag im Leben von Claus Schenk Graf von Stauffenberg – jenen Tag, der den Lauf der Geschichte ändern sollte.

Samstag, 13.7.2019, 20.15 Uhr
Wh. So 03.00 Uhr und 09.50 Uhr

Er war ein mutiger Verschwörer gegen Hitler, angetrieben von der Stimme seines Gewissens: am 20. Juli 1944 platzierte Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944) eine Bombe im Führerhauptquartier. Der versuchte Tyrannenmord war der Endpunkt einer persönlichen Entwicklung, die bereits Jahre zuvor begonnen hatte. Die Dokumentation „Stauffenberg – Die wahre Geschichte“ von Oliver Halmburger und Christian Frey zeichnet ein facettenreiches Bild jenes Mannes, der als Schlüsselfigur des deutschen Widerstands gegen das Hitler-Regime gilt. Als historische Figur ist er längst zum Symbol geworden – selbst Hollywood hat sich seiner Geschichte angenommen, im Blockbuster „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ spielte Tom Cruise Stauffenberg.

Stauffenberg - Die wahre Geschichte

ORF/ZDF Enterprise

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Die filmisch-biografische Annäherung „Stauffenberg – Die wahre Geschichte“ entwirft ein Psychogramm des Offiziers der Deutschen Wehrmacht, zeigt ihn als Mensch, als Familienvater und Soldaten. Seine Kinder, Familienfreunde und Weggefährten erinnern sich an sein Leben und seinen Weg in den Widerstand. Zu Wort kommt auch einer der Mitverschwörer, der an der Seite Stauffenbergs den 20. Juli erlebte: Ewald von Kleist (1922-2013).

Persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen machen deutlich, dass Stauffenbergs Weg in den Widerstand nicht vorbestimmt war: 1933, als Hitler an die Macht gekommen war, begrüßte Stauffenberg als junger Offizier die Entwicklung, später faszinierten ihn seine Erfolge. Trotzdem wurde er nie zu Hitlers Gefolgsmann. Als Hitler 1939 die sogenannte „Rest-Tschechei“ zerschlug, prophezeite der junge Offizier: „Der Narr macht Krieg!“ und dachte an Umsturz. Doch erst der Vernichtungskrieg in der Sowjetunion trieb Stauffenberg zum Äußersten. 1942 sprach er zum ersten Mal davon, dass es nur einen Weg gebe, um Hitler Einhalt zu gebieten: ihn zu töten. Am 20. Juli 1944 deponierte Stauffenberg eine Bombe in der Besprechungsbaracke des Führerhauptquartiers „Wolfsschanze“ in Ostpreußen. Als der Sprengsatz explodierte, war der Attentäter bereits auf der Flucht, um wenige Stunden später in Berlin den geplanten Staatsstreich zu koordinieren. Doch das Attentat scheiterte – Stauffenberg und drei seiner Mitverschwörer wurden erschossen.

Stauffenberg - Die wahre Geschichte

ORF/ZDF Enterprise

20. Juli 1944: Oberst von Stauffenberg (Peter Becker, l.) und sein Adjutant Oberleutnant Werner von Haeften (Nikolas Reinke) auf dem Weg zum Führerhauptquartier Wolfsschanze

Die Dokumentation lenkt den Blick auch auf die Zeit nach dem Attentat, als die Rache des Regimes auf die Familie Stauffenberg zurückschlug. Konstanze von Schulthess-Rechberg, die jüngste Tochter Stauffenbergs, korrigiert dabei die bisher vorherrschende Meinung über die Rolle ihrer Mutter. Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg (1913-2006) war – so berichtete sie einst ihrer Tochter – in dessen oppositionelle Aktivitäten sehr wohl eingeweiht. Dass Stauffenberg selbst die Bombe legen würde, hatte er seiner Frau allerdings verschwiegen.

Die Dokumentation ist ein Begleitwerk zum Kinofilm „Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat“. Sie beantwortet viele Fragen auf der Grundlage der neuesten Untersuchungen zum deutschen Widerstand.

Dokumentation, 2014


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