50 Jahre Mondlandung

Schwerpunkt am 20. und 21. Juli

„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“ Das waren Neil Armstrongs legendäre Worte, als er als erster Mensch in der Geschichte Fuß auf die Mondoberfläche setzte. 50 Jahre ist es her – am 21. Juli 1969. Zum 50. Jahrestag bringt ORF III am Samstag, dem 20., und Sonntag, dem 21. Juli, einen zweitägigen Schwerpunkt, mit zahlreichen Dokumentationen, wie der deutschsprachigen Erstausstrahlung des Zweiteilers „Wettrennen auf den Mond“. Außerdem gibt es eine neue Spezialausgabe des ORF-III-Wissenschaftsmagazins „QUANTENSPRUNG“, in der ORF-III-Moderator Andreas Jäger u. a. die österreichische Astronautenlegende Franz Viehböck zum Gespräch trifft. Durch den Schwerpunkt führt ORF-III-Moderator Andreas Jäger.

50 Jahre Mondlandung

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Hugo Portisch moderierte u. a. das Medienhighlight Mondlandung vor 50 Jahren im ORF

Samstag, 20. Juli

Zum Auftakt zeigt ORF III am Samstag, dem 20. Juli, das Dakapo der ORF-Neuproduktion „Das Weltevent – 50 Jahre Mondlandung“ (23.05 Uhr) von Günther Mayr und Kurt Schmutzer. Die Dokumentation rekonstruiert, gestützt auf das reiche Bildmaterial der NASA und die ORF-Berichterstattung, den Flug zum Mond, der im Sommer 1969 die Welt bewegte. Der ORF berichtete damals 28 Stunden lang nonstop über den „Weltevent“. Die Protagonisten der ORF-Mondsendung Peter Nidetzky, Hugo Portisch u. a. erinnern sich, wie es damals war, als der „giant leap for mankind“ passierte.

Anschließend folgt ab 23.55 Uhr der Dokuvierteiler „Aufbruch zum Mond“ von Mark Everest und Christopher Spencer über den Wettlauf zum Mond zwischen Amerika und der Sowjetunion. Auf Seiten des amerikanischen Raketenprogramms stand der Konstrukteur der V2, Wernher von Braun. Die UdSSR griffen auf einen Raketen-Spezialisten zurück, der in Stalins Gulag sitzt: Sergei Koroljow. Der geniale Ingenieur wurde zum Vater des sowjetischen Weltraumprogramms. Schon seit Jahren träumten beide Männer davon, dass Menschen ins All fliegen. Der „Aufbruch zum Mond“ erzählt den Kampf zweier Männer, die nicht nur für ihre politischen Systeme kämpfen, sondern auch für ihre persönlichen Ziele. Unterteilt ist der Vierteiler in die Kapitel „Das Rennen geht los“ (23.55 Uhr), „Der Sputnik-Schock“ (0.45 Uhr), „Der erste Mensch im All“ (1.40 Uhr) und „Die Apollo-Mission“ (2.30 Uhr).

Sonntag, 21. Juli

Am Sonntag, dem 21. Juli, zeigt ORF III zunächst die dreiteilige Reihe „Mensch und Mond“ ab 08.45 Uhr über die besondere Anziehungskraft des Mondes auf die Menschen. Der erste Teil „Ein Kind der Erde“ (08.45 Uhr) begleitet den Materialwissenschafter und Astronauten Matthias Maurer nach Lanzarote und Florida, wo er für die nächste Mondmission ausgebildet wird. Teil zwei „Göttin der Nacht“ (09.40 Uhr) widmet sich den Mythen und Legenden, die sich um den Himmelskörper ranken. Der finale Teil beschäftigt sich mit dem Mond als sogenanntem „8. Kontinent“ (10.30 Uhr). Der Film rekapituliert u. a. die Mondmission von 1969.

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Der ORF berichtete umfassend über diesen Meilenstein der Raumfahrtgeschichte

Mit „Neil Armstrong – Der Mond war sein Schicksal“ (11.25 Uhr) folgt ein Porträt jenes Mannes, der als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Danach geht es um „Hitlers Angriff aus dem All – Das Geheimnis der V2“ (12.10 Uhr). Denn die V2 hätte schon den Nazis während des Zweiten Weltkriegs zum „Endsieg“ verhelfen sollen. Die nachfolgende Doku spielt bereits zur Zeit des Kalten Krieges: „Weltraumspione – Kalter Krieg im All“ (12.55 Uhr) setzt an beim sogenannten „Sputnikschock“, der einen spektakulären Wettlauf zwischen der Sowjetunion und den USA um die Eroberung des Weltalls auslöste.

Ab 13.50 Uhr zeigt ORF III das Dakapo des Dokuvierteilers „Aufbruch zum Mond“, gefolgt von der „zeit.geschichte“-Doku „Rivalen – Koroljow vs. von Braun“ (17.25 Uhr), die erneut den Wettkampf zwischen den beiden Konstrukteuren thematisiert.

Danach erzählt der Film „Ariane 5: Europa im All“ (18.15 Uhr) eine europäische Erfolgsgeschichte der Gegenwart. Unter der Regie der ESA (European Space Agency) sind derzeit 22 Nationen am Bau und an der Weiterentwicklung des Aushängeschilds der europäischen Raumfahrt beteiligt. Seit dem Start der ersten Ariane-Rakete im Jahr 1979 hat sich das Programm zu einem der erfolgreichsten und sichersten Raumfahrtprogramme der Welt entwickelt. „QUANTENSPRUNG – Die Doku“ zeigt exklusives Material von den State-of-the-Art-Werkstätten in ganz Europa, wo die Einzelteile der Raketen in minutiöser Kleinarbeit zusammengebaut werden, bis hin zum spektakulären europäischen Weltraumhafen in Kourou (Französisch-Guayana), von wo aus Ariane in den Weltraum aufbricht.

Um 19.50 Uhr erinnern sich Hugo Portisch und Peter Nidetzky in „So erlebte ich die Mondlandung“ an ihre legendäre Live-Berichterstattung im ORF und an den Moment, als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat.

Im Hauptabend präsentiert ORF III eine Spezialausgabe des ORF-III-Wissenschaftsmagazins „QUANTENSPRUNG“ (20.15 Uhr) zu „50 Jahre Mondlandung“. 50 Jahre nach den berühmten Worten Neil Armstrongs fragt Andreas Jäger in diesem „QUANTENSPRUNG Spezial“ nach dem Status quo der bemannten Raumfahrt. Nach Jahrzehnten des Stillstands zieht es den Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts offenbar wieder vermehrt ins All. Die USA wollen in den nächsten fünf Jahren wieder Menschen auf den Mond schicken und private Firmen – allen voran Elon Musks „SpaceX“ – träumen mittlerweile davon, zahlungskräftige Touristinnen und Touristen zum Mond zu fliegen. Aber wie geht das eigentlich? Welche physikalischen und technischen Hindernisse sind für den Flug zum Mond zu überwinden und wie konnte das vor 50 Jahren gelingen? Darüber spricht Andreas Jäger u. a. mit der österreichischen Leiterin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Pascale Ehrenfreund, sowie mit der österreichischen Astronautenlegende Franz Viehböck.

50 Jahre Mondlandung

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Andreas Jäger mit einem „Quantensprung“-Spezial zu 50 Jahre Mondlandung

Anschließend zeigt die „zeit.geschichte“ ab 21.05 Uhr die deutschsprachige Erstausstrahlung des Dokuzweiteilers „Wettrennen auf den Mond“ von Patrick Jeudy. Teil eins erzählt vom „Vorsprung der Sowjets“ (21.05 Uhr). Das Wettrennen auf den Mond markierte den Höhepunkt des Kalten Krieges. Anfang der 1960er Jahre suchten die Weltraumexperten der beiden Supermächte nach Männern, die für einen Flug ins Weltall infrage kommen würden. Diese wurden von den Amerikanern als „Astronauten“ und von den Sowjets als „Kosmonauten“ bezeichnet. Zunächst scheiterten die sowjetischen Versuche daran, dass die Testraketen immer wieder explodierten. Als Juri Gagarin seine Wostok-Kapsel für den ersten bemannten Flug bestieg, ging er also ein sehr hohes Risiko ein, da er nur eine 50-prozentige Überlebenschance hatte. Doch der Abschuss der Rakete am 12. April 1961 verlief erfolgreich. Die Sowjets hatten den ersten Mann im Weltall. In „Die USA holt auf“ (22.05 Uhr) schaffen es die Amerikaner, den sowjetischen Vorsprung erheblich zu verringern und schlussendlich zu überholen. Mehr als 20 Milliarden Dollar steckten die Amerikaner in ihr Weltraumprojekt. Es gab inzwischen auch einige Erfolge zu vermelden, so zum Beispiel die dreifache Erdumrundung von John Glenn in einer Mercury-Raumkapsel. Doch waren auch erste Opfer und Fehlschläge zu beklagen: Die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee starben 1967 bei einem Test am Boden und die Mondkapsel Apollo 1 brannte aus. Doch schließlich gelang der Durchbruch, als im Juli 1969 die Apollo 11 mit den Astronauten Edwin „Buzz“ Aldrin, Neil Armstrong und Michael Collins an Bord gestartet wurde. Am 21. Juli 1969 landete die erste Mondlandefähre „Eagle“ auf dem Erdtrabanten.

Danach stehen mit „Das Weltevent – 50 Jahre Mondlandung“ (23.05 Uhr) und „Rivalen – Koroljow vs. von Braun“ (23.50 Uhr) zwei Dakapos auf dem Programm. Um 00.35 Uhr zeigt ORF III die Doku „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ und anschließend weitere Dakapos der Dokustrecke.