Erlebnis Bühne

Aus der Wiener Staatsoper „Peer Gynt“

Barbara Rett entführt mit Henrik Ibsens Stück und Edward Griegs Musik in der grandiosen Ballettversion von Edward Clug in die magische Sagenwelt des hohen Nordens.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: Aus der Wiener Staatsoper: „Peer Gynt“ (2018)

Sonntag, 9.5.2019, 21.15 Uhr

„Ein Handlungsballett - Theater ohne Worte“ so beschreibt Choreograph Edward Clug seine Inszenierung des norwegischen Klassikers „Peer Gynt“. Es zählt zu den am häufigsten aufgeführten Werken des norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Die Interpretation des rumänisch-slowenischen Choreographen vereint die beiden Versionen von Henrik Ibsen und Edvard Grieg sowie modernes Tanzrepertoire und klassische Klänge aus unterschiedlichen Grieg-Werken.

Handlung: 1. Akt: Peer Gynt träumt von der Jagd nach einem weißen Hirschbock. Seine Mutter Ase wirft ihm vor, seine Freundin aus Kindertagen, Ingrid, nicht geheiratet zu haben. Mit ihr wären Mutter und Sohn nun finanziell besser dran. Ingrid aber heiratet den reichsten Junggesellen weit und breit. Doch sie denkt an Peer, mit dem sie einst eine Liebschaft verband. Während der Feier erscheint Peer, verzaubert mit seinem Tanz die versammelten Mädchen und fordert die Hochzeitsgäste heraus. Solveig beobachtet ihn voller Neugier. Die beiden beginnen zu tanzen, was Ingrids Eifersucht anstachelt und bei den Dorfbewohnern für Unbehagen sorgt. Ingrid verbringt ihre Hochzeitsnacht mit Peer, der ihrer alsbald überdrüssig wird und sie fortschickt. Peer bleibt allein zurück und trifft auf ein mysteriöses Wesen: die Grüne. Sie verspricht ihm das Königreich ihres Vaters, des Königs der Trolle für seine Liebe. Als sie ihr wahres Gesicht zeigt, ist er von ihrem Anblick schockiert und möchte fliehen. Erst der personifizierte Tod bewahrt ihn vor dem Schlimmsten und malt eine wunderschöne Landschaft mit einem einsamen Peer darin. Endlich allein, versichern Solveig und Peer einander ihre Liebe. Ihr Träumen wird plötzlich vom Klageschrei eines Hirsches unterbrochen, der Ases Tod verkündet. Peer geht nach Hause, wo er seine Mutter sterbend vorfindet. Um sie zu trösten, erzählt er ihr eine wundersame Geschichte, die beide in die allerschönste Zeit von Peers Kindheit zurückkehren lässt.

Aus der Wiener Staatsoper: Peer Gynt 2018

ORF/Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

Denys Cherevychko (Peer Gynt), Zsolt Török (Ein Hirsch)

2. Akt: Viele Jahre sind vergangen und Peer hat sich zu einem sehr reichen Kapitalisten gewandelt. Er verliebt sich in Anita, die Tochter des Anführers eines Beduinenstammes. Doch sie raubt ihm all seinen Besitz.

Doktor Begriffenfeldt lockt Peer mit einer List in eine Irrenanstalt, wo allerlei Tests an ihm durchgeführt werden. Peer ist völlig erschöpft und kurz davor, den Verstand zu verlieren. Sein unbändiger Wunsch, der ihn während all seiner Reisen angetrieben hatte, nämlich jemand anderer zu werden, wird durch die Krönung zum König in der Irrenanstalt endlich erfüllt.

Alt und erschöpft kehrt er heim. Sein schlechtes Gewissen führt ihn zu Solveig. Sie hat all die Jahre treu auf Peer gewartet und ist dabei alt und blind geworden. In ihren Armen findet er endlich Frieden, doch ihrer beider Lebensreise ist zu Ende.

Aus der Wiener Staatsoper: Peer Gynt 2018

ORF/Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

Denys Cherevychko (Peer Gynt)

Aus der Wiener Staatsoper: Peer Gynt 2018

ORF/Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

Denys Cherevychko (Peer Gynt), Nikisha Fogo (Die Frau in Grün)

Dirigent: Simon Hewett

Besetzung:
Jakob Feyferlik (Peer Gynt)
Alice Firenze (Solveig)
Eno Peci (Der Tod)
Zsolt Török (Ein Hirsch)
Franziska Wallner-Hollinek (Ase, Peer Gynts Mutter)
Ioanna Avraam (Ingrid, die Braut)
Nikisha Fogo (Die Frau in Grün)
Isabella Lucia Severi (Klein Helga, Solveigs Schwester)
Vladimir Shishov (Aslak, ein Schmied)
Igor Milos (Mads Moen, der Bräutigam)
Céline Janou Weder (Anitra, Tochter eines Beduinen-Häuptlings)
András Lukács (Begriffenfeldt, ein Arzt)

Gala Jovanovic, Fiona McGee; James Stephens, Richard Szabó (vier Verrückte)

Wiener Staatsopernorchester
Klavier: Shino Takizawa


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