Heimat Österreich

Leben im Mürztal - Forstarbeit an der Baumgrenze

An der Baumgrenze, wo die Natur steil, karg und felsig ist, ist die Forstarbeit beschwerlich und gefährlich. Karin Schiller begleitet in der Region Mürzsteg Forstarbeiter, die in der Grünen Mark hoch oben in den Bergen den Wald betreuen.

Heimat Österreich: Leben im Mürztal - Forstarbeit an der Baumgrenze

Dokumentation, 2019

Mittwoch, 5.6.2019, 20.15 Uhr
Wh. Fr 02.25 Uhr und 10.20 Uhr,
Sa 03.05 Uhr

Das Leben mit dem Wald war im Bereich des Mur- und Mürztals immer schon ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft. Das in erster Linie für die Stollen des Erzabbaus und für die Herstellung von Holzkohle verwendete Holz, wurde in kargen und felsigen Höhenlagen der Region, geerntet.

Noch heute transportieren die steirischen Holzarbeiter ihre Baumstämme per Hand aus den steilen Hängen des Waldes. Ein gefährlicher Beruf - von der Aufforstung bis zur Lieferung. Auch wenn es in vielen Gegenden Straßen gibt, die zu den Waldzonen führen, ist die Holzbringung für die Forstarbeiter beschwerlich. Bei Wind und Wetter sind große körperliche Leistungen gefordert, um den Schutzwald im Gebirge intakt zu halten. Mit Kettensäge, Axt und Fällkeil arbeiten die Forstarbeiter in den steilen felsigen Hängen.

Leben im Mürztal - Forstarbeit an der Baumgrenze 
 
Originaltitel: Forstarbeit an der Baumgrenze

ORF/Pammer Film/schiller

Den Beruf des Forstarbeiters gibt es schon lange und er ist heute so wichtig wie damals. Die Holzknechte aus den frühen Zeiten waren meistens sehr drahtige Männer, die mit viel Muskelkraft die Baumstämme aus den Wäldern holten. Der Sappel, ein Hebelwerkzeug, der Fuchsschwanz und die Zugsäge waren dabei ihre ständigen Begleiter. Die erste Motorsäge wurde erst 1930 gebaut und war nur für den Gebrauch im Sägewerk oder im Nahbereich verwendbar. Erst in den 1956er Jahren hat man dann Einmannsägen entwickelt, die sogenannte Einmannleichtsäge die vollgetankt 15 bis 16 Kilo schwer war.

Immer wieder suchte man nach Lösungen, die Stämme so schnell wie möglich ins Tal zu bringen. Von der Oberfrein nach Neuberg an der Mürz baute der Förster Viktor Schauberger eine Triftanlage. In diesen Triften wurden die Holzteile schwimmend befördert. Eine spezielle Verwirbelung des Wassers beschleunigte den Transport.

Der Beruf des Holzknechts oder des Holzarbeiters war und ist ein sehr anstrengender und gefährlicher Beruf. Die Menschen müssen sich bei der Arbeit im Wald aufeinander verlassen können. Kameradschaften werden daher ausgiebig gepflegt.

In einer stressigen und leistungsorientierten Welt wird der Wunsch nach Erholung immer mehr. Und da bietet gerade der Wald mit seinen Gerüchen, Früchten, der Ruhe und der guten Luft den idealen Ort um Energie zu tanken. Die Bereitstellung von Erneuerung von Luft und Wasser, oder die Regulierung des Wasserhaushaltes haben wir unter anderem der Arbeit dieser Menschen zu verdanken.

Leben im Mürztal - Forstarbeit an der Baumgrenze 
 
Originaltitel: Forstarbeit an der Baumgrenze

ORF/Pammer Film/schiller

Leben im Mürztal - Forstarbeit an der Baumgrenze 
 
Originaltitel: Forstarbeit an der Baumgrenze

ORF/Pammer Film/schiller

Leben im Mürztal - Forstarbeit an der Baumgrenze 
 
Originaltitel: Forstarbeit an der Baumgrenze

ORF/Pammer Film/schiller

Dokumentation, 2019


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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