Das Almtal - Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere

Das Almtal in den oberösterreichischen Alpen zählt zu den eindrucksvollsten Landschaften Österreichs. Erich Pröll trifft Märchenerzähler Helmut Wittmann und entführt in die zauberhafte Mystik des Almsees.

Land der Berge: Das Almtal - Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere

Dokumentation, 2018

Mittwoch, 15.5.2019, 21.55 Uhr
Wh. Sa 16.30 Uhr, So 09.00 Uhr,
Mo 10.00 Uhr, Mi 10.25 Uhr

Kühl, sauber und glasklar steigt Wasser aus unzähligen Quellen des Seebodens auf und nährt damit den Almsee. Forellen und Saiblinge entwickeln sich hier prächtig - zur Freude der Fischer. Mit der Unterwasserkamera gelingt ein Blick in den Fischkalter, der unter der Fischerhütte am See in ein paar Metern Tiefe verankert ist. Bei Grünau liegen die Fischteiche mit den Jungfischen des Forellenhofes. In der Küche werden die ausgewachsenen Forellen zu kulinarischen Leckerbissen.

Der Almfluss durchschneidet zu Beginn mächtige Waldlandschaften, die das obere Almtal prägen. Die Waldarbeit ist hier wegen der steilen Berghänge beschwerlich. Fritz Wolf bezeichnet sich selbst als Waldpädagoge und erläutert, wie er nachhaltige Bewirtschaftung oder natürlichen Aufwuchs versteht. Das sei auch weiterhin eine wesentliche Voraussetzung für beste Grundwasserqualität.

Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere

ORF/ORF-OÖ

Tourismuspionier Hermann Hüthmayr mit Naturfilmer Erich Pröll.

Zu den Urgesteinen des Almtals zählt Tourismuspionier Hermann Hüthmayr. Der einstige Waldbauernbub wurde schon mit 24 Jahren zum jüngsten Tourismuschef Österreichs gekürt. 40 Jahre lang prägte er als Hüttenwirt das Hochberghaus auf dem Kasberg bis er es 2014 seinem Nachfolger übergab. Heute setzt er auf Tourismustrends aus dem Fernen Osten, wie zum Beispiel dem so genannten „Waldbaden“. Damit will er die Sehnsucht gestresster Urlauber nach intensivem Naturerleben stillen, das sich positiv auf Körper und Geist auswirken soll.

Die Energie des Almflusses wird besonders intensiv genutzt. Neben zahlreichen Sägewerken treibt das Wasser auf einer Fließstrecke von 45 km bis zur Einmündung in die Traun 48 Kleinkraftwerke an. Es ist damit die vergleichsweise dichteste Kraftwerksstrecke unter Österreichs Flüssen. Hunderte Haushalte werden so mit Strom versorgt. Helmut Neubacher hat seine kleine Säge mit einem eigenen Kraftwerk selbst gebaut. 8 Meter ist das hölzerne Wasserrad groß und damit das größte Österreichs.

Neben der Pyhrn-Eisenwurzen spielte auch an der Alm die Sensenerzeugung zur Zeit der Donaumonarchie eine entscheidende Rolle: heute können noch die schweren Hämmer im Sensenmuseum Geyerhammer bewundert werden.

Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere

ORF/ORF-OÖ

Waldrapp im Wildpark Grünau

Der Fluss mit seiner Landschaft ist auch Refugium für Wasservögel, wie Stockenten, Haubentaucher, Schwäne oder den bekannten Graugänsen, die durch den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz Bekanntheit erlangten. Seine Forschungsstelle wird heute von Dr. Kurt Kotrschal geleitet. Gemeinsam mit anderen Verhaltensforschern beobachtet er Raben, Dohlen, Waldrappen und - auch heute noch - die Graugänse. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete Cumberland Wildtierpark. Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere, wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappen, hautnah erleben.

Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere

ORF/ORF-OÖ

Naturfilmer Erich Pröll während der Drehpause am Kasberg.

Dokumentation, 2018