Was schätzen Sie..?

Was schätzen Sie..?

Von veritablen Genies und anderen zeitüberdauernden Erfindungen: Die Mai-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins „Was schätzen Sie..?“ steht ganz im Zeichen des 500-Jahr-Jubiläums von Leonardo da Vinci! Moderator Karl Hohenlohe geht auf die Suche nach skurrilen Erfindungen aus den letzten 150 Jahren Technikgeschichte.

Was schätzen Sie..?

Antiquitätenmagazin, 2019

Dienstag, 07.05.2019, 20.15 Uhr
Wh. Mi 04.20 Uhr, Do 05.20 Uhr,
Fr 03.45 Uhr, Sa 05.20 Uhr,
So 05.20 Uhr

Genie & Wahnsinn

„Es gibt keine moderne Kunst - es gibt nur eine Kunst, und die ist immerwährend!“ - so steht es in einem handschriftlichen Brief des Jahrhundertgenies Egon Schiele, der im Dorotheum in einer der kommenden Auktionen präsentiert wird - unterzeichnet vom Meister höchstpersönlich. In der niederösterreichischen Stadt Tulln steht das Geburtshaus dieses berühmten Künstlers, der ja neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Vertretern der Wiener Moderne zählt. Seit einigen Jahren kann man dort auf den Spuren seiner Kindheit wandern: Originale Möbelstücke der Zeit um 1900 rekonstruieren den Charakter der bürgerlichen Wohnung, in der Egon Schiele als Sohn eines Bahnhofsvorstands mehr als ein Jahrzehnt verbracht hat. Karl Hohenlohe hat sich auf eine Reise nach Tulln begeben, um dort auf gänzlich unbekannte Egon-Schiele-Gemälde zu stoßen!

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ORF / Clever Contents

Gabriele M, Angelika Herzog, Simon Weber; Bleistiftschärfmaschine

Hier tanzt die Tina auf Taormina

„Bei einem Besuch 1965 in Ried im Innkreis sahen wir dieses herrliche Gerät“ - mit diesen Zeilen kündet der Salzburger Edmund Dallinger von jenem Moment, als er zum ersten Mal sein heute antikes Wirtshausgrammophon aus dem Jahr 1910 erblickt hat. Er erwarb diesen damals revolutionären Musikkasten um 1000.- Schilling. Ein kleines Vermögen zu der Zeit, handelte es sich doch um den historischen Vorläufer der Jukebox, inklusive Münzeinwurf und automatischer Abspiellänge. Und eine historische Plattenauswahl inbegriffen! Karl Hohenlohe hat den sympathischen Musikliebhaber auf dem Gelände des atemberaubenden Stift Kremsmünster in Oberösterreich getroffen, um sich dieses Relikt aus den Anfängen der Unterhaltungsindustrie genauer anzusehen, und ein paar Takte Boogie zu tanzen!

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Edmund Dallinger, Erwin Macho; Wirtshausgrammophon

Hasen auf Abwegen & Achtung spitz!

Was verbinden Sie mit dem Namen Margarete Steiff? Natürlich: Teddybären, Teddybären, und noch einmal Teddybären. Die Deutsche Margarete Steiff war auch ein Genie auf ihre Art, machte sie doch aus einem einfachen Filzkonfektionswarengeschäft binnen weniger Jahre ein Millionen-Unternehmen. Was viele aber nicht wissen: Am Anfang stand kein Bär, sondern ein Elefant aus Filz. Dieses ursprünglich als Nadelkissen gedachte „Elefäntle“ erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sich die Näherinnen von Margarete Steiff fortan auf Kinderspielzeuge spezialisierten. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Oberösterreicherin Heike Kaisergruber im Besitz zweier Steiff-Hasen ist: und das sogar in Dirndl und Lederhose!

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Hr. Kaisergruber, Heike Kaiserguber, Gundi Groh; Steiff Hasen

Und haben Sie schon einmal von einer sog. Bleistift-Schärfmaschine gehört? Ein solches Gerät war einst auch eine geniale Erfindung, der bürgerliche Büroalltag war um ein Wesentliches erleichtert worden: eine handautomatischer Spitzmechanismus machte jedem stumpfen Bleistift den Garaus. Die Wienerin Angelika Herzog ist in Besitz einer solchen Rarität, die schon einige Jahrzehnte hinter sich zu haben scheint - aber funktionieren tut sie tadellos. Dieses Kleinod mit dem Emblem von Hamburger Fabrikanten wollte sich Karl Hohenlohe natürlich nicht entgehen lassen.

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Bleistiftschärfmaschine

Antiquitätenmagazin, 2019


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Passend zum 50-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung des „Sexualkunde-Atlas’“ begibt sich Karl Hohenlohe auf historische Spurensuche nach der Erotik in der Kunst.

  • Was schätzen Sie..?

    Karl Hohenlohe und sein Team nehmen heute eine Brosche der Frau unter die Lupe, die für Gustav Klimt Modell stand. Außerdem eine farbenfrohe Empire-Uhr, ein naturalistisches Gemälde und eine Frauenfigur aus Bronze.

  • Was schätzen Sie..?

    Die Februar-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenformats steht ganz im Zeichen des Wiener Opernballs. Karl Hohenlohe empfängt prominenten Besuch von Starsopranistin Olga Peretyatko, Opernball-Moderator Alfons Haider und Opernball-Kommentator Christoph Wagner-Trenkwitz.

  • Was schätzen Sie..?

    100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Jahre Ende Habsburgermonarchie: am 11. November 1918 stimmt Kaiser Karl I. der Veröffentlichung eines Manifestes zu, in dem er auf die weitere Ausübung seiner Regierungsgeschäfte verzichtet. Anlass zu einer Sonderausgabe von „Was schätzen Sie..?“ 100 Jahre später, die ganz im Zeichen des Kaiserhauses steht.