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Karl Hohenlohe und sein Team nehmen heute eine Brosche der Frau unter die Lupe, die für Gustav Klimt Modell stand. Außerdem eine farbenfrohe Empire-Uhr, ein naturalistisches Gemälde und eine Frauenfigur aus Bronze.

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Antiquitätenmagazin, 2019

Dienstag, 2.4.2019, 20.15 Uhr

Moderator Karl Hohenlohe begibt sich wieder auf Schatzsuche und stöbert auf Dachböden und in entlegenen Kellergewölben außergewöhnliche Kunstgegenstände auf. Dabei reist er in einem Oldtimer-Bus quer durch das ganze Land und an die schönsten Plätze Österreichs, ehe die vorgefundenen Kunstschätze von Experten aus dem Dorotheum unter die Lupe genommen werden.

Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein starker Mann
Sie war nicht nur Lebensgefährtin und Muse des Malers Gustav Klimt, vor allem war sie österreichische Designerin, Modeschöpferin und selbstbewusste Unternehmerin: als Tochter eines Drechslermeisters und Meerschaumpfeifenfabrikanten machte sich Emilie Flöge schon mit 30 Jahren einen Namen als angesagte Modeschöpferin. Ihr Wiener Haute-Couture-Salon war um die Jahrhundertwende der letzte Schrei - manche ihrer Entwürfe waren ihrer Zeit weit voraus. In ihren besten Zeiten beschäftigte Emilie Flöge bis zu 80 Schneiderinnen, ehe auch ihr der Nationalsozialismus zum Verhängnis wurde. Die Wienerin Claudia Wanke ist im Besitz einer seltenen Brosche, die angeblich einst der eleganten Emilie Flöge höchstpersönlich gehört haben soll.

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Emilie Flöge Brosche

Stille Gemälde
Er war Neffe des Blumen- und Stilllebenmalers Andreas Lach und Großneffe Ferdinand Georg Waldmüllers: der österreichische Maler und Grafiker Fritz Lach. Als Beamter der „Ersten Donaudampfschifffahrtsgesellschaft“ hat der gebürtige Linzer vor allem Ende des 19. Jahrhunderts weite Strecken der Donau und zahlreiche ihrer Nebenflüsse bereist, um spektakuläre Landschaftsmotive ausfindig zu machen, die er später auf die Leinwand bannte. Seine Landschaftsaquarelle waren viel beachtet, nach Rudolf von Alt gilt er seitdem als bedeutendster Aquarellist Österreichs. Der Wiener Hannes Haushofer zeigt Karl Hohenlohe in der Sendung, was er vor geraumer Zeit zum Geburtstagbekommen hat: ein pittoreskes Aquarell mit einer Donauflussansicht von Fritz Lach!

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Dimitra Reimüller, Hannes Haushofer; Aquarell von Fritz Lach

Farbige Kommodenuhr
Mit einem weiteren Wiener Gast setzt sich die Zeitreise fort: eine farbenfrohe Empire-Uhr, auf der eine stolze Pan-Figur thront, mit einer bunten Flöte auf dem Schoß - so lautete die Beschreibung des ehemaligen Unfallchirurgen Paul Fasol, die Hohenlohe und sein Team hellhörig gemacht haben. Die besagte Uhr soll sich mindestens seit dem 19. Jahrhundert in Familienbesitz befinden, und tatsächlich lässt die mysteriöse Initiale „S“ im reich-verzierten Gehäuse der Uhr eine Herkunft aus einer der traditionsreichsten böhmischen Porzellanmanufakturen vermuten.

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Kommodenuhr

Mit Fokus auf den weiblichen Akt
Die Niederösterreicherin Susanne Mark ist im Besitz eines Hauses aus dem Jahr 1842, das sie einst mit Teilen des historischen Inventars vollständig übernommen hatte. Dabei wurde sie auf eine erotische Figur aus Bronze aufmerksam, die einen weiblichen Akt in eine Skulptur geformt darstellt. Die Signatur R. Kaesbach am Fuß der Skulptur verweist eindeutig auf den deutschen Bildhauer Rudolf Kaesbach, der vor allem in den 1920er und 30er Jahren mit einer Reihe lebensgroßer Marmorfiguren auf Ausstellungen in Berlin, Düsseldorf und Malmö Aufsehen erregte, und sich später vor allem mit der Darstellung weiblicher Akte einen Namen machte.

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Frauen Figur aus Bronze

Antiquitätenmagazin, 2019


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Die Februar-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenformats steht ganz im Zeichen des Wiener Opernballs. Karl Hohenlohe empfängt prominenten Besuch von Starsopranistin Olga Peretyatko, Opernball-Moderator Alfons Haider und Opernball-Kommentator Christoph Wagner-Trenkwitz.

  • Was schätzen Sie..?

    100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Jahre Ende Habsburgermonarchie: am 11. November 1918 stimmt Kaiser Karl I. der Veröffentlichung eines Manifestes zu, in dem er auf die weitere Ausübung seiner Regierungsgeschäfte verzichtet. Anlass zu einer Sonderausgabe von „Was schätzen Sie..?“ 100 Jahre später, die ganz im Zeichen des Kaiserhauses steht.

  • Was schätzen Sie..? Spezial „Maske und Kothurn“

    Moderator Karl Hohenlohe und die Experten aus dem Dorotheum blicken diesmal auf eine jahrtausendealte Theatergeschichte zurück und begrüßen prominente Gesichter aus der Welt der Bühne, mit ihren ganz persönlichen Schätzen sowie Lieblings-Kunstobjekten.

  • Was schätzen Sie..?

    Anlässlich der aktuellen Personalie der österreichischen Künstlerlegende Franz West im Pariser Centre Pompidou begeben sich Karl Hohenlohe und sein Team nach Paris, der Mutter aller Kunst- und Antiquitätenstädte.