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KulturHeute Spezial: In memoriam Elizabeth T. Spira

Mit ihren Reportagen hat sie das Land oft gespalten: zu kritisch, zu unverblümt, zu wahr. Ihrem genauen Blick ist nichts entgangen. Von sich selbst hat sie gesagt, dass sie niemals objektiv war. Am Samstag ist mit Elizabeth T. Spira eine einzigartige Journalistin gestorben.

Montag, 11.3.2019, 19.45 Uhr
Wh. Di 06.35 Uhr

Am Samstag, dem 9. März ist Elizabeth T. Spira 76-jährig gestorben. Mit den „Alltagsgeschichten“ und „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ hat sie den Österreicherinnen und Österreichern jahrzentelang den Spiegel vorgehalten und wurde so zu einer der berühmtesten Fernsehmacherinnen des Landes.

Insgesamt 55 Folgen der investigativen Reportagereihe „teleobjektiv“, 64 Folgen der Altagsgeschichten und 224 Folgen von „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ hat Elizabeth T. Spira für den ORF gestaltet. Und ihre Reportagen haben das Land oft gespalten. Auch ihren Kolleginnen und Kollegen im ORF war sie manchmal unbequem - zu kritisch ihre Dokumentationen, zu unverblümt und wahr.

In Memoriam: Elizabeth T. Spira

Insgesamt 55 Folgen der Reportagereihe „Teleobjektiv“, 64 Folgen der „Alltagsgeschichten“ und 124 Folgen von „Liebesgschichten und Heiratssachen“ hat Elizabeth T. Spira in ihrem Leben für den ORF gestaltet.

Gespräch mit ORF-Kulturchef Martin Traxl

Umfrage: „Ihre Erinnerungen an Elizabeth T. Spira?“

Elisabeth T. Spira war beliebt, hat aber auch mit ihren Sendungen polarisiert. „Kultur Heute“ hat sich in Wien umgehört und gefragt, was die Menschen mit Elizabeth T. Spira verbinden.

Elizabeth Toni Spira wurde am 24. Dezember 1942 in Glasgow, Schottland, als Tochter jüdischer Eltern geboren, die vor dem Naziterror aus Wien geflüchtet waren. Nach dem Ende des Krieges kehrte die Familie zurück nach Wien, wo Elizabeth später Publizistik studierte. 1972 begann sie beim Wochenmagazin „profil“ zu arbeiten und wechselte 1973 als Redakteurin zum ORF. Bis 1984 gestaltete sie dort u.a. die Dokumentarfilmreihe „teleobjektiv“. Mit ihren „Alltagsgeschichten“ wurde sie berühmt und sorgte für Wirbel. 2006 übernahm sie die „Liebesg’schichten und Heiratssachen“. Im Sommer 2018 wurde die 22. und letzte Staffel ausgestrahlt.

37 Jahre lang war sie mit dem ehemaligen Burgschauspieler Hermann Schmid verheiratet und lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Wien. Ihr Lebenswerk wurde u.a. mit dem Dr. Karl Renner Publizistikpreis, dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik und dem Johann-Nestroy-Ring ausgezeichnet.

Zu Gast im Studio ist heute ORF Kulturchef Martin Traxl, Rainer Keplinger hat Menschen auf der Straße nach ihren Erinnerungen an Elizabeth T. Spira gefragt.

Elizabeth T. Spira bei Phettbergs "Nette Leit Show

„Frucade oder Eierlikör?“ diese Frage bekam auch Elizabeth T. Spira einst von Hermes Phettberg gestellt. In der legendären „Nette Leit Show“. Wir zeigen Ausschnitte aus der Sendung mit Elizabeth T. Spira aus dem Jahr 1995.

Meldungen

Dirigent Michael Gielen gestorben | Schauspieler Jussie Smollett angeklagt | Aretha Franklins Leben wird verfilmt | USA: Trauer um TV-Stars Jed Allan, Luke Perry und Jan-Michael Vincent

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2019


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • KulturHeute Spezial aus der Wiener Staatsoper

    Peter Fässlacher begrüßt die Zuseherinnen und Zuseher aus dem Ersten Haus am Ring, wo er Dirigent Christian Thielemann zum Gespräch trifft.

  • KulturHeute Spezial: Aus der Wiener Staatsoper

    Das Erste Haus am Ring feiert 150. Geburtstag. Aus diesem Anlass begrüßt Ani Gülgün-Mayr die Zuseherinnen und Zuseher heute direkt aus dem Opernhäus, wo sie prominente Persönlichkeiten und Opernstars zum Gespräch trifft.

  • KulturHeute Spezial aus Schloss Hof

    Ani Gülgün-Mayr meldet sich mit einem KulturHeute Spezial aus Schloss Hof, wo die siebente Gartenterrasse eröffnet und somit der barocke Garten des Schlossareals vollendet wird.

  • KulturHeute

    Ani Gülgün-Mayr berichtet heute u. a. von Daniel Kehlmanns Rede bei der Anton-Wildgans-Preisverleihung im Wiener Haus der Industrie und präsentiert Künstlerinnen, Künstler und Neuerungen beim diesjährigen Donauinselfest.