Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence

Inseln der Ordnung

ORF III startet die neue Staffel „Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence“ mit dem Filmemacher und Medienkünstler Benedict Reinhold und seinem Projekt, in dem er Gegenstände sortiert, um dem Chaos der Welt etwas entgegenzustellen.

Sonntag, 05.05.2019, 09.30 Uhr

Um dem Chaos der Welt etwas entgegenzustellen, werden in der TV-Show „Inseln der Ordnung“ von Benedict Reinhold Gegenstände sortiert. Denn es besteht die Hoffnung, dass sich bei den Gegenständen, die uns umgeben, noch Ordnung herstellen lässt. Mit viel Ruhe und noch mehr Konzentration findet jeder Gegenstand im Verlauf der Sendung seinen Ort in unserer Welt und das Publikum zu dem guten Gefühl, wieder etwas klarer zu sehen.

Sortiert wird von einem jungen und dynamisch sympathischen Mann, der sich in jeder der fünf Folgen liebevoll einer anderen Gegenstandsgruppe widmet. Das können mal Handyhüllen, Stifte oder Knöpfe sein, die dann in einer von zehn Kategorien einsortiert werden. Nahezu meditativ wird erklärt, wieso der Löffel mit Holzgriff zu den Holzgegenständen kommt und nicht trotz seiner Eisenspitze, zu den Metalllöffeln.

Viele Fernsehprogramme sind darauf fokussiert, Konflikte darzustellen, Action zu liefern oder das Leben von Menschen zu verändern und sie berühmt oder reich zu machen. Von dieser Reizüberflutung und Leistungsdruck wird das Publikum in Benedict Reinhold’s Serie „Inseln der Ordnung“ befreit. Belangloses gerät ins Zentrum der Beschäftigung und wird dadurch überhöht. Welch befriedigendes Gefühl, wenn alles seinen Platz gefunden hat.

Insel in Ordnung

ORF


Zum Künstler:

Benedict Reinhold ist Filmemacher und Medienkünstler. Seit 2013 studiert er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Clemens von Wedemeyer in der Klasse Expanded Cinema.

In seinen Arbeiten setzt er sich mit den spezifischen Eigenschaften des digitalen Zeitalters auseinander und erforscht was Film, Fernsehen und Internet heute bedeuten können.

Mehr Info zum Künstler: http://benedictreinhold.de


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Marlies Pöschl „Aurore“

    Könnten wir einmal im Alter von Robotern und künstlichen Intelligenzen betreut werden, anstatt von menschlichen Pflegekräften? Und, wie wäre das dann eigentlich? Mit diesem Thema setzt sich unsere Artist in Residence Marlies Pöschl auseinander.

  • Anna Vasof „Hitting my head on the world“

    Die aus Griechenland stammende Künstlerin Anna Vasof begibt sich auf eine Reise rund um die Welt. Ausgestattet mit einem Richtmikrophon auf dem Kopf, besuchte die Künstlerin 8 Großstädte.

  • A Film about the desire to make it work

    In ihrem Kurzfilm beschäftigen sich die beiden Medienkünstlerinnen Franziska Kabisch und Laura Nitsch mit dem Stimmverlust. Wie damit umgehen, wenn einem die Stimme versagt? Wie die eigene Stimme finden?

  • Wilma Calisir „(in)visible audience 1+1000“

    Die Filmemacherin und Künstlerin Wilma Calisir beleuchtet in ihrem crossmedialen Kunstprojekt das Medium Fernsehen am Schnittpunkt zum Publikum.