Wilde Reise mit Erich Pröll

Wilde Heimat - Winter

Der Winter ist für die Tiere die härteste Zeit im Jahr. Schnee und Eis überziehen Land und Gewässer, die Tage sind kurz und dunkel. Es wird immer schwerer Beute zu machen, oft hängt das Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert.

Wilde Heimat - Der Winter

Dokumentation, 2005

Donnerstag, 10.1.2019, 20.15 Uhr
Wh. 23.20 Uhr, Fr 03.55 Uhr und 10.25 Uhr

Ausgerechnet in der härtesten Zeit des Jahres bekommen Kreuzschnäbel und Kegelrobben ihre Jungen. Die Kreuzschnäbel ziehen ihre Brut bevorzugt im Winter groß, weil sie sich von den Samen der Zapfen der Nadelbäume ernähren, die in der kalten Jahreszeit massenhaft vorhanden sind. An der Nordseeküsten kommen zu Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt. Dem Wolf, der vor allem im Osten Deutschlands wieder heimisch ist, macht der Winter wenig aus. Er findet dann einen reich gedeckten Tisch, denn kranke Tiere haben es bei Schnee und Eis schwer, dem Jäger zu entkommen.

Wilde Heimat - Der Winter

Studio Hamburg/WDR/NDR/Ernst Sasse

Lusen Bayerischer Wald.

Die Musik zu dieser Dokumentation wurde eigens von der NDR Radiophilharmonie Hannover unter der Leitung von Timothy Brock eingespielt.

Die Gänse in Deutschland ziehen nur dann Richtung Südwesten an Rhein und Schelde, wenn zu viel Schnee fällt und sie nicht mehr an ihre Nahrung gelangen. Singschwäne (zählen biolgisch zu den Gänsevögeln) sind Brutvögel der osteuropäischen und sibirischen Taiga, die im Herbst und Winter auch in Mitteleuropa zu beobachten sind. Während die echten Gänse an Land fressen, haben es die Schwäne im Winter besser: sie ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, die meist den ganzen Winter auf den Flüssen erreichbar bleiben. Auch für den Fischotter ist ein langer kalter Winter kein Problem, solange er Zugang zum Wasser hat.

Wilde Heimat - Der Winter

Studio Hamburg/WDR/NDR/Ernst Sasse

In normalen Wintern bleiben die Gänse in Deutschland, kommen sie wegen der Schneehöhe aber nicht mehr an ihre Nahrung, ziehen sie weiter Richtung Südwesten an Rhein und Schelde.

Die Menschen feiern seit jeher im Winter ihre buntesten Feste: Lichtfeste wie Weihnachten, das nordfriesische Biikebrennen und der Hexensabbat haben ihren Ursprung in uralten vorchristlichen Winterritualen, die eine Antwort auf die Dunkelheit der Jahreszeit sind.

Wilde Heimat - Der Winter

Studio Hamburg/WDR/NDR/Ernst Sasse

Solange der Fischotter Zugang zum Wasser hat, sind für ihn lange und kalte Winter kein Problem.

Dokumentation, 2005


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Alaskas wilde Wälder - Das Reich der Grizzlys

    ORF III zeigt die außergewöhnliche Dokumentation von Jeff Wilson, die durch raffiniert platzierte Kameras und Aug-in-Aug-Situationen das realistische Gefühl vermittelt, Teil des Geschehens zu sein und faszinierende Einblicke in das Leben und Verhalten der Grizzlys Alaskas gibt.

  • Wildes Baltikum (2) Die weißen Strände des Nordens

    In beeindruckenden Bildern portraitiert Tierfilmer Christoph Hauschild die faszinierenden Küstenlandschaften im Nordosten Europas und die dort lebenden Tiere.

  • Wildes Baltikum (1/2) Die geheimnisvollen Moorwälder

    Einfühlsam porträtiert Tierfilmer Christoph Hauschild die stillen Regionen im Nordosten Europas und gibt seltene Einblicke in eine Natur, die man andernorts bereits nicht mehr kennt.

  • Die Pfahlbauer vom Attersee

    In der neuen ORF-III-Dokumentation begibt sich Erich Pröll in einem spektakulären Tauchgang auf die Spuren der Pfahlbauer aus der Zeit 6000 bis 2800 v. Chr.