ORF III Spezial „75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“

Der Bockerer

Franz Antels und Rainer C. Eckes Klassiker des passiven Widerstands gegen das Regime der Nationalsozialisten aus dem Jahr 1981. Karl Merkatz wurde für die Darstellung des Vorstadt-Fleischhauers Karl Bockerer beim Internationalen Filmfestival Moskau als „Bester Darsteller“ ausgezeichnet.

Freitag, 8.5.2020, 20.15 Uhr

Die Tage des Einmarsches der deutschen Truppen im Jahre 1938 bewirken Veränderungen im Dritten Reich. Schon bald dringen diese auch in die kleine Welt des Wiener Vorstadt-Fleischhauers Karl Bockerer ein. Als Individualist leistet er mit bissigem Humor und großen Worten passiven Widerstand. Er weigert sich, den Führerkult mitzumachen und seine bisherigen Freunde wie den jüdischen Rechtsanwalt Rosenblatt oder den Sozialisten Hermann, zu verleugnen.

Der Bockerer

ORF/Neue Delta-Film

Karl Merkatz (Karl Bockerer)

1981 wurde Karl Merkatz beim Internationalen Filmfestival Moskau als Bester Schauspieler ausgezeichnet, eine Goldener Preis-Nominierung gab es für Franz Antel. 1982 erhielt Karl Merkatz als Bester Darsteller den Deutschen Filmpreis.

Seine Frau und sein Sohn sind fasziniert von der Nazi-Propaganda. Sohn Hans schließt sich der SA an. Karl Bockerer geht mit seiner Naivität und Menschlichkeit seinen eigenen Weg, das Nazi-Regime tut ihn als harmlosen Spinner ab.

Drehbuch: H.C. Artmann und Kurt Nachmann
Regie: Franz Antel, Rainer C. Ecke

Darsteller:

Karl Merkatz (Karl Bockerer)
Ida Krottendorf (Sabine Bockerer)
Georg Schuchter ( Hansi Bockerer)
Hilde Sochor (Sabine)
Alfred Böhm (Alfred Hatzinger)
Heinz Marecek (Rosenblatt)
Teddy Podgorski (Pfalzner)
Marianne Nentwich (Anna, Frau von Hermann)
Dolores Schmidinger (Mitzi Haberl)
Gustav Knuth (Herr Knabe)
Franz Stoß (General)
Hans Holt (Herr Hofrat)
Senta Wengraf (Hofrätin)
Marte Harell (Baronin)
Klausjürgen Wussow (Dr. Lamm)
Michael Schottenberg (Gstettner)
Jürgen Wilke (Parteigenosse)
Erni Mangold (Besitzerin des Café Tosca)
u.a.

Spielfilm, 1981


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