Karl Merkatz zum 90er

Der Bockerer

Franz Antels und Rainer C. Eckes Klassiker des passiven Widerstands gegen das Regime der Nationalsozialisten aus dem Jahr 1981. Karl Merkatz wurde für die Darstellung des Vorstadt-Fleischhauers Karl Bockerer beim Internationalen Filmfestival Moskau als „Bester Darsteller“ ausgezeichnet.

Samstag, 21.11.2020, 21.10 Uhr
Wh. So 12.55 Uhr

Die Tage des Einmarsches der deutschen Truppen im Jahre 1938 bewirken Veränderungen im Dritten Reich. Schon bald dringen diese auch in die kleine Welt des Wiener Vorstadt-Fleischhauers Karl Bockerer ein. Als Individualist leistet er mit bissigem Humor und großen Worten passiven Widerstand. Er weigert sich, den Führerkult mitzumachen und seine bisherigen Freunde wie den jüdischen Rechtsanwalt Rosenblatt oder den Sozialisten Hermann, zu verleugnen.

Der Bockerer

ORF/Neue Delta-Film

Karl Merkatz (Karl Bockerer)

1981 wurde Karl Merkatz beim Internationalen Filmfestival Moskau als Bester Schauspieler ausgezeichnet, eine Goldener Preis-Nominierung gab es für Franz Antel. 1982 erhielt Karl Merkatz als Bester Darsteller den Deutschen Filmpreis.

Seine Frau und sein Sohn sind fasziniert von der Nazi-Propaganda. Sohn Hans schließt sich der SA an. Karl Bockerer geht mit seiner Naivität und Menschlichkeit seinen eigenen Weg, das Nazi-Regime tut ihn als harmlosen Spinner ab.

Drehbuch: H.C. Artmann und Kurt Nachmann
Regie: Franz Antel, Rainer C. Ecke

Darsteller:

Karl Merkatz (Karl Bockerer)
Ida Krottendorf (Sabine Bockerer)
Georg Schuchter ( Hansi Bockerer)
Hilde Sochor (Sabine)
Alfred Böhm (Alfred Hatzinger)
Heinz Marecek (Rosenblatt)
Teddy Podgorski (Pfalzner)
Marianne Nentwich (Anna, Frau von Hermann)
Dolores Schmidinger (Mitzi Haberl)
Gustav Knuth (Herr Knabe)
Franz Stoß (General)
Hans Holt (Herr Hofrat)
Senta Wengraf (Hofrätin)
Marte Harell (Baronin)
Klausjürgen Wussow (Dr. Lamm)
Michael Schottenberg (Gstettner)
Jürgen Wilke (Parteigenosse)
Erni Mangold (Besitzerin des Café Tosca)
u.a.

Spielfilm, 1981

Programmschwerpunkt: Alles Gute zum Geburtstag, Karl Merkatz!


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Drei Herren

    Karl Markovics, Karl Merkatz und Ottfried Fischer als liebenswürdige Psychiatrie-Patienten in einer skurrilen Komödie von Nikolaus Leytner aus dem Jahr 1997.

  • Ene mene Muh... und tot bis Du...

    Eifersucht, Streit, und seltsame Todesfälle in einem Wiener Altersheim sorgen in Houchang Allahyaris schwarzer Komödie aus dem Jahr 2000 für Aufregung. Stark besetzt mit Waltraut Haas, Bibiana Zeller, Gunter Philipp, Kurz Sobotka, Karl Merkatz uam.

  • Zwei Väter einer Tochter | Zwei Väter einer Tochter (2) Frechheit siegt

    Ein verhängnisvolles Testament, ein längst vergessener Seitensprung und 40 Jahre Alimente stellen die beiden Ex-Freunde Albert und Paul vor einige Probleme.

  • Wer früher stirbt ist länger tot

    Regisseur Marcus H. Rosenmüller erzählt humorvoll und dramatisch eine urbayerische Lausbubengeschichte zwischen alpenländischer Idylle und surrealen Tagträumen und stellt sämtliche Heimatfilm-Klischees auf den Kopf. Fritz Karl als Dorfwirt, der seinen Sohn auf dem Weg durchs rustikale Fegefeuer begleitet.