treffpunkt medizin

Höre die Welt

Menschen, denen die Fähigkeit zu hören fehlt oder die unter Schwerhörigkeit leiden, sind mit erheblichen Schwierigkeiten im Alltag konfrontiert. Die Fähigkeit zu hören ist die einzige Sinneswahrnehmung, die heute künstlich nachgebildet werden kann.

treffpunkt medizin: Höre die Welt

Dokumentation, 2018

Mittwoch, 5.12.2018, 21.55 Uhr
Wh. Do 01.55 Uhr und 05.05 Uhr,
Sa 04.00 Uhr

Sprechen, Hören, Verstehen - Sprache ist das Fundament unserer sozialen Interaktion und das Ohr jenes essentielle Sinnesorgan, das es uns ermöglicht, mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren. Menschen denen die Fähigkeit zu Hören fehlt oder die unter Schwerhörigkeit leiden, sind mit erheblichen Schwierigkeiten im Alltag konfrontiert. Auch wenn sich die Gebärdensprache als international anerkannte Sprache etabliert hat, gibt es immer noch eine Barriere zwischen der Welt der Hörenden und der Nicht-Hörenden.

Nicht alle gehörlosen Menschen wollen medizinische Hilfe. Ein Umstand, der jedoch nicht an den Möglichkeiten der medizinischen Forschung liegt. Denn die Fähigkeit zu hören, ist die einzige Sinneswahrnehmung, die mittlerweile künstlich nachgebildet werden kann. Spezielle Implantate können dabei in die Hörschnecke (Cochlea) eingesetzt werden und ermöglichen es Betroffenen, nahezu das volle Spektrum der Klangwelt wahrzunehmen und ihnen damit auch eine Stimme zu verleihen. Österreich ist in diesem Zusammenhang ein Pionierland und hat in den letzten 30 Jahren weltweit beachtete Ergebnisse in Bezug auf technische Entwicklung und medizinische Anwendung erzielt.

tpm höre die welt

ORF/ORF III

treffpunkt medizin wirft einen Blick hinter die Kulissen dieser exzellenten Forschungsarbeit, die in Innsbruck ihren Ausgang genommen hat. Wir blicken Ärzten bei Diagnose und Therapie über die Schulter, im Versuch durch feinste Präzisionsarbeit dieses hochkomplexe Organ für ihre Patienten wieder herzustellen. Doch das Fenster für die Aneignung eines künstlich geschaffenen Sinnes ist nur begrenzt offen. So begleiten wir Familien mit Kindern, denen bereits in den ersten Lebensmonaten ein Hörverlust attestiert wurde und von klein auf gelernt haben mit ihren „zweiten Ohren“ zu leben. Sie sind Musterbeispiele für die Bedeutung eines entsprechenden Neugeborenenscreenings, für dessen lückenlose Abdeckung HNO- und Kinderärzte seit Jahren kämpfen. Sie sind aber auch Vermittler zwischen Gebärdensprache und Lautsprache. Sie werden in speziellen Sprachförderzentren unterstützt und begleitet und verdeutlichen uns somit den unschätzbaren Wert einer oftmals für selbstverständlich gehaltenen Sinneswahrnehmung.

Dokumentation, 2018


Weitere Sendungen dieser Reihe: