Was schätzen Sie..?

100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Jahre Ende Habsburgermonarchie: am 11. November 1918 stimmt Kaiser Karl I. der Veröffentlichung eines Manifestes zu, in dem er auf die weitere Ausübung seiner Regierungsgeschäfte verzichtet. Anlass zu einer Sonderausgabe von „Was schätzen Sie..?“ 100 Jahre später, die ganz im Zeichen des Kaiserhauses steht.

Was schätzen Sie..?

Antiquitätenmagazin, 2018

Dienstag, 27.11.2018, 20.15 Uhr
Wh. Mi 02.00 und 05.10 Uhr,
Do 02.50 Uhr, Fr 05.50 Uhr

Des Kaisers frühe Kinder

Der Erstdruck einer Lutherbibel, das Schachbrett Karl Renners - des ersten Bundespräsidenten der Zweiten Republik - oder ein Sparsarg mit Bodenklappe aus der Zeit Josephs II.: Das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich präsentiert seit einem Jahr neben einem Streifzug durch Niederösterreichs Vergangenheit, auch einen respektablen Querschnitt durch die Geschichte Österreichs. Für 2,6 Millionen Euro hat das Land Niederösterreich auch die weltweit größte private Habsburgersammlung des Wiener Gastronomen Mario Plachutta erworben, um sie im Haus der Geschichte in St. Pölten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mehr als 2.000 Objekte der Familie Habsburg aus dem 18. und vor allem dem 19. Jahrhundert bis zum Untergang der Monarchie sind dabei enthalten. Zum Beispiel der Morgenrock von Kaiser Franz Joseph I., seine Manöveruhr, eine Haarlocke oder Teile der berühmten Garderobe seiner Ehefrau, der Kaiserin Elisabeth. Das wollte sich Karl Hohenlohe näher ansehen: er hat die Reise nach Niederösterreich für einen prominenten Streifzug durch die Geschichte angetreten, und ist dabei auf eine exquisite Kinderzeichnung von Kaiser Franz Josef und eine filigrane Kinderschreibgarnitur von Kronprinz Rudolf gestoßen.

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Kinderschreibgarnitur von Kronprinz Rudolf

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Kinderzeichnung von Kaiser Franz Josef.

Von Kabinettschränken und Tischplatten einstiger Monarchen

„Ein hochwertiger Renaissance-Kabinettschrank mit aufwendigen Intarsien aus dem 17. Jahrhundert“, das stand in der Einsendung der in Wien und Oberösterreich lebenden Zuschauerin Elisabeth Goodman. Adelige, Monarchen und Fürsten hatten solche Kabinettschränke in Verwendung um kleine Kunstkammergegenstände zu verwahren - Besonderheiten wie Korallen, antike Münzen oder exotische Muscheln, die Seefahrer von Reisen aus Übersee mitgebracht hatten. Jeder Haushalt der Oberschicht musste ein solches Möbelstück besitzen, das bei prekären Finanzsituationen aufgrund seines hohen Werts oft sogar auch als Zahlungsmittel eingesetzt wurde.

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Karl Hohenlohe, Elisabeth Goodman, Ulrich Prinz; Renaissance Kabinettschrank

Der Filmemacher Felix Adlon und die Sopranistin Nina Adlon bringen eine reich-verzierte Tischplatte mit einer besonderen Geschichte mit in die Sendung: nach Renovierungsarbeiten ist ein antiker Aufkleber mit dem Hinweis auf den Privatbesitz von Kaiserin Sisi auf der Unterseite der Tischplatte aufgetaucht.

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Felix Adlon, Nina Adlon, Ulrich Prinz; Tischplatte von Kaiserin Sisi

Ein Zeitmesser für europäische Monarchien

Eine Stadt, die aufgrund einer Mülldeponie einen derartigen Reichtum erlangt hat, dass sie sogar einen beheizten Abgang von ihrem Hauptplatz besitzt. Das ist kein Märchen, sondern Realität: die steirische Stadt Frohnleiten hat eine bemerkenswerte Geschichte. Nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Graz entfernt liegt die Stadt direkt an einem Durchbruchstal der Mur. Die steirische Familie Steinkogler, auf die Karl Hohenlohe und sein Team dort getroffen sind, ist in Besitz einer opulent geschnitzten Pendeluhr, die gleich drei Monarchen auf einmal am Ziffernblatt trägt. Wofür diese Uhr einst entstanden ist und wer sie ursprünglich im Besitz hatte, sollte erst der Dorotheums-Experte Peter Hüttler näher beleuchten.

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Pendeluhr mit Kaisermotiven.

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Peter Hüttler, Monika Steinkogler; Pendeluhr mit Kaisermotiven.

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Renaissance Kabinettschrank

Antiquitätenmagazin, 2018


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Die September-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins steht passend zum Semesterstart ganz im Zeichen der Schule und geht in den geschichtsträchtigsten und berühmtesten Bildungseinrichtungen des Landes auf Schatzsuche.

  • Was schätzen Sie..?

    Passend zum 50-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung des „Sexualkunde-Atlas’“ begibt sich Karl Hohenlohe auf historische Spurensuche nach der Erotik in der Kunst.

  • Was schätzen Sie..?

    Von veritablen Genies und anderen zeitüberdauernden Erfindungen: Die Mai-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins „Was schätzen Sie..?“ steht ganz im Zeichen des 500-Jahr-Jubiläums von Leonardo da Vinci! Moderator Karl Hohenlohe geht auf die Suche nach skurrilen Erfindungen aus den letzten 150 Jahren Technikgeschichte.

  • Was schätzen Sie..?

    Karl Hohenlohe und sein Team nehmen heute eine Brosche der Frau unter die Lupe, die für Gustav Klimt Modell stand. Außerdem eine farbenfrohe Empire-Uhr, ein naturalistisches Gemälde und eine Frauenfigur aus Bronze.