Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence

A Film about the desire to make it work

In ihrem Kurzfilm beschäftigen sich die beiden Medienkünstlerinnen Franziska Kabisch und Laura Nitsch mit dem Stimmverlust. Wie damit umgehen, wenn einem die Stimme versagt? Wie die eigene Stimme finden?

Sonntag, 4.11.2018, 09.15 Uhr

Der Kurzfilm „A Film about the desire to make it work“ der Filmemacherinnen Franziska Kabisch und Laura Nitsch erzählt mehrere Geschichten gleichzeitig. Zum einen die der Radiosprecherin Jeanne, die – vermeintlich stimmlos – aus unterschiedlichen Perspektiven Ratschläge erhält. Während eine Ärztin, eine Stimmtrainerin, eine Forscherin ihr auf je eigene Art und Weise helfen wollen, bleibt offen, ob Jeannes Stimme nicht doch spricht – wenn auch anders als erwartet.

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Franziska Kabisch & Laura Nitsch: A Film About The Desire To Make It Work

ORF/Franziska Kabisch und Laura Nitsch

Daneben lässt der Film auch andere Stimmen sprechen – jedoch nicht mit Worten, sondern mit Klängen; zwischen Körpersprache, Musik und Störgeräusch. Die Frage, wer oder was hier funktionieren soll, kann an mehreren Punkten gestellt werden: Jeannes Körper, die Kommunikation mit anderen, eine filmische Dramaturgie?

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Franziska Kabisch & Laura Nitsch: A Film About The Desire To Make It Work

ORF/Franziska Kabisch und Laura Nitsch

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Franziska Kabisch & Laura Nitsch: A Film About The Desire To Make It Work

ORF/Franziska Kabisch und Laura Nitsch


Kurzbio Franziska Kabisch:

Franziska Kabisch ist Filmemacherin, queere Feministin, Freundin und manches anderes. Sie lebt und arbeitet zwischen Wien und Hamburg, Bildender Kunst und Film, Institutionen und informellen Kontexten, Idealismus und Naivität, Lust und Krise. Beeinflusst aus verschiedenen Kontexten wie Körperarbeit, Theater, Kunst, Aktivismus und Deutsch-Sprachunterricht, liegt der Fokus ihrer Arbeit auf den Komplexen Sprache und Sprechen, Schrift und Körper. Am meisten lernt sie in Gesprächen mit anderen.

Kurzbio Laura Nitsch:

Laura Nitsch entwickelt ihre künstlerischen, filmischen und theoretischen Praxen zumeist aus changierenden Kollaborationen und im Kontext von queeren Netzwerken. Ihre Projekte sind darauf ausgerichtet, Arbeits- und Produktionsverhältnisse zu etablieren, die das privilegierte Künstlersubjekt dezentrieren und Raum schaffen für Kollektivität, Intersektionalität, Informalität und Verletzlichkeit. Sie versucht damit Verschiebungen in hegemonialen Narrativen, Imaginationen und Ästhetiken zu erzeugen.

2017 erhielt sie gemeinsam mit Barbara Juch den Cathrin Pichler Preis für die filmische Arbeit „Elemente einer Landschaft“. 2018/19 ist sie, gemeinsam mit Tyna Fritschy, Lehrbeauftragte an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2019, im Kontext der 58ten Venedig Biennale ist Nitsch Teil des Projekts “Images of / off Images” einer künstlerischen Dokumentation der Produktion des österreichischen Biennale Beitrags, zusammen mit İpek Hamzaoğlu und Sophie Thun. Sie lebt und arbeitet in Wien.

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Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Peter Fritzenwallner „Durch das Raue zu den Sternen (per aspera ad astra)“

    Der Künstler Peter Fritzenwallner erarbeitet für den Kultursender ORFIII eine fiktive Erzählung über das Hobby Astrofotografie. Eine Tätigkeit die sich zwischen Weltflucht und politisch bewußter Tätigkeit ausbreitet.

  • Jennifer Mattes „Wreckage Takes A Holiday”

    Jennifer Mattes’ poetische Arbeit über den Schiffbruch und das Meer traf dieses Jahr auch bei der Diagonale den Nerv der Jury und wurde als Bester innovativer Film 2019 ausgezeichnet.

  • Elena Schwarz und Judith Barfuß „Fußballfrau“

    Frauen, Fußball und Sexismus. Wie ist das eigentlich heute in Österreich? In unserer Reihe ORF III Artist in Residence begeben sich die beiden Filmemacherinnen Elena Schwarz und Judith Barfuß für eine Sozialstudie in Stadion und Fußballbeisl.

  • Marlies Pöschl „Aurore“

    Könnten wir einmal im Alter von Robotern und künstlichen Intelligenzen betreut werden, anstatt von menschlichen Pflegekräften? Und, wie wäre das dann eigentlich? Mit diesem Thema setzt sich unsere Artist in Residence Marlies Pöschl auseinander.