zeit.geschichte

Die Schlacht von Verdun

Die Dokumentation erzählt nahezu durchgehend in Originalbildern von der zehn Monate dauernden Kriegshölle in Verdun und beleuchtet die Motive für die äußerst brutale Menschen- und Materialschlacht.

Die Schlacht von Verdun

Dokumentation, 2015

Samstag, 10.11.2018, 21.55 Uhr
Wh. Mo 00.35 Uhr

Am 21. Februar 1916 startete die 5. Armee des deutschen Heeres den unerwarteten Angriff auf die erste von 30 französischen Stellungen, Fort Douaumont, und verschoss eine Million Granaten an nur einem Tag. Innerhalb von weniger als zwölf Stunden war das Fort eingenommen – für die Franzosen die bis dahin größte Demütigung in ihrer Geschichte. So wurde Verdun zum Symbol der nationalen Verteidigung und „Sie werden nicht durchkommen!“ zum entschlossenen Schlachtruf.

Die Hölle von Verdun

Das erbitterte Ringen um die Stadt an der Maas gilt als eine der blutigsten Schlachten der Militärgeschichte. Der mörderische Stellungskrieg forderte unzählige Opfer, ohne einer Seite wesentliche Gebietsgewinne zu ermöglichen. Heute erscheint das absurd, zumal die Schlacht für den Kriegsverlauf wenig entscheidend war: am Ende waren die Deutschen wieder auf ihre Anfangsposition zurückgeworfen - aber mehr als 300.000 Soldaten waren tot – auf beiden Seiten etwa gleich viele, zumeist junge Männer von 18 oder 20 Jahren.

Die Schlacht von Verdun 
 
Originaltitel: Verdun, the battle of the great war

ORF/ZED/Histodoc – ECPAD - ARTE France

Getötete deutsche Soldaten

„Seit Tagen sehe ich nichts als das Entsetzlichste, was sich Menschenhirne ausmalen können“, schrieb der Maler Franz Marc (*1880) aus Verdun am 2. März 1916 an seine Frau Marie. Nur zwei Tage später wurde er durch einen Granatsplitter getötet. Heute unvorstellbar, meldete sich der Expressionist freiwillig zum Kriegsdienst. Wie konnte es zu solchen Entscheidungen kommen? Warum sollte die Schlacht geführt werden?

Chronologisch erzählt, beleuchtet die preisgekrönte Dokumentation von Serge de Sampigny nahezu durchgehend in Originalbildern den Verlauf der Kriegsereignisse sowie die Motive für die sinnlose Menschen- und Materialschlacht. Darüber hinaus veranschaulichen Computeranimationen den Verlauf des Kampfgeschehens sowie die Topographie des Schlachtfelds. Mittels modernster Technik werden so die Hintergründe der brutalen Schlacht aufgedeckt. Szenen, die später mit Überlebenden an Originalorten nachgedreht worden sind, wurden zur Unterscheidung nachkoloriert.

Die Schlacht von Verdun 
 
Originaltitel: Verdun, the battle of the great war

ORF/ZED/Histodoc – ECPAD - ARTE France

Deutsche Gefangene von Verdun

Die Schlacht von Verdun 
 
Originaltitel: Verdun, the battle of the great war

ORF/ZED/Histodoc – ECPAD - ARTE France

Die Schlacht von Verdun 
 
Originaltitel: Verdun, the battle of the great war

ORF/ZED/Histodoc – ECPAD - ARTE France

Die Schlacht von Verdun 
 
Originaltitel: Verdun, the battle of the great war

ORF/ZED/Histodoc – ECPAD - ARTE France

Die Schlacht von Verdun 
 
Originaltitel: Verdun, the battle of the great war

ORF/ZED/Histodoc – ECPAD - ARTE France

Überschwemmter Verdun Graben

Dokumentation, 2015


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Der englische Nazi-König - Edward VIII und Adolf Hitler

    ORF III zeigt die Dokumentation von Clive Maltby über das Geheimnis einer verbotenen Liebe, politischer Intrige und Verrat.

  • Edward und George - Zwei Brüder, eine Krone

    Die Dokumentation zeichnet anhand von Archivmaterial und Interviews die Lebensgeschichte der beiden Brüder nach, die, als Kinder und in der Jugend sehr verbunden, später nie wieder zueinander fanden.

  • George - Der stotternde König

    „The King’s Speech“ hat 2011 bei der Oscar-Verleihung einen Sensationserfolg gefeiert. Die Geschichte des stotternden Königs, der seine Behinderung durch einen ungewöhnlichen Sprachlehrer und die Unterstützung von Queen Elizabeth überwinden kann, folgt ziemlich genau den historischen Gegebenheiten.

  • Jahrzehnte in Rot Weiß Rot - Die 50er Jahre

    Die Dokumentation blickt zurück in das Österreich der 1950er Jahre. Ein kriegsfreies Jahrzehnt, viele Trümmer sind beseitigt, man hat wieder Perspektiven. Die Kinder der Kriegsgeneration versuchen sich mit einer neuen Musik von den Eltern abzugrenzen.