Erbe Österreich

Die letzten Stunden einer Kaiserin - Elisabeth und die Anarchisten

Die Ermordung von Kaiserin Elisabeth kam rückblickend nicht aus heiterem Himmel. Die Tragik des Attentats hat oft den Blick auf das umtriebige anarchistische Umfeld verstellt, das hinter diesem Mord stand.

Erbe Österreich: Die letzten Stunden einer Kaiserin - Elisabeth und die Anarchisten

Dokumentation, 2018

Dienstag, 6.11.2018, 21.05 Uhr
Wh Mi 00.10 und 23.35 Uhr,
Sa 09.15 Uhr

Als der italienische Anarchist Luigi Lucheni (1873-1910) am 10. September 1898 Kaiserin Elisabeth von Österreich (*1837) eine Feile ins Herz stieß, hatte er eigentlich ein anderes Opfer im Sinn. Die Neuproduktion zeichnet 120 Jahre nach dem Mord an Sisi den Verlauf ihrer letzten Stunden am Ufer des Genfer Sees nach und blickt auf die anarchistische Szene, die damals ganz Europa mit Anschlägen überzog.

Die 90ger Jahre des 19. Jahrhunderts galten als das „Jahrzehnt der Bomben“. Nahezu jeder prominente Politiker in Europa war bis dahin schon einmal zur Zielscheibe anarchistischer Anschlagspläne geworden: Otto von Bismarck, König Alfons XII., König Umberto I., Zar Alexander II., Kaiser Wilhelm I. – Elisabeth setzte sich mit diesen Anschlägen intensiv auseinander. Das führte aber nicht dazu, dass sie Sicherheitsvorkehrungen auf ihren Reisen zugelassen hätte.

Die letzten Stunden einer Kaiserin, Elisabeth und die Anarchisten

ORF/Raum Film

Darstellung der Gefahr, die vom Anarchismus ausging.

Die 45-minütige Dokumentation von Anna Maria Sigmund schildert diese antimonarchische, antistaatliche und antiautoritäre Anarchistenszene anhand zweier prominenter Personen: des kaiserlichen Opfers und des kaltblütigen Mörder, und rekonstruiert minutiös die letzten Stunden der Kaiserin. Der Film stützt sich dabei auf Archiv-Dokumente, Prozessprotokolle, historische Fotos, Manifeste, Zeitungen, Memoiren und schriftliche Nachlässe, darunter die Tagebücher der Kaiserin, die Aufzeichnungen Luchenis, der Briefwechsel Kaiser Franz Josephs und Elisabeths vor 1898, sowie die Erinnerungen ihrer letzten Hofdame.

Die Schauplätze sind Genf, Montreux und Territet, Triest, Wien und Umgebung.

Die letzten Stunden einer Kaiserin, Elisabeth und die Anarchisten

ORF/Raum Film

Schnappschuss: Elisabeth ih Genf

Die letzten Stunden einer Kaiserin, Elisabeth und die Anarchisten

ORF/Raum Film

Die Anarchisten in Europa versuchten sich zu vernetzen.

Die letzten Stunden einer Kaiserin, Elisabeth und die Anarchisten

ORF/Raum Film

Anarchistisch motivierte Attentate fanden damals weltweit statt.

Regisseurin: Anna Maria Sigmund
Dokumentation, 2018


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