Der lange Weg zum „Haus der Geschichte“

Die ORF-III-Dokumentation beleuchtet die Hintergründe der Entstehungsgeschichte des „Hauses der Geschichte“.

Das „Haus der Geschichte Österreich“ öffnet endlich seine Tore. Die Vorgeschichte des Museums ist eine mit zahlreichen Anläufen, die lange Zeit erfolglos blieben. Insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten stand das Geschichtsmuseum in etlichen Regierungserklärungen, doch realisiert wurde es nicht.

Das Vorhaben für ein solches Haus reicht noch viel weiter zurück. Schon Karl Renner (1870-1950), legendärer Gründungskanzler der Ersten und der Zweiten Republik, verwirklichte nach 1945 seine Idee zu einem Staatsmuseum, das jedoch nur kurze Zeit und in recht bescheidenem Ausmaß bestand. Danach verhinderte vor allem der unterschiedliche Zugang der ehemaligen Großparteien SPÖ und ÖVP zur österreichischen Geschichte die Realisierung eines Museumsprojekts. Zu groß waren die ideologischen Unterschiede, als dass sie einen gemeinsamen Blick auf die Vergangenheit ermöglichten.

Die Dokumentation von Sabrina Peer und Ernst Pohn beschreibt den spannenden und sehr steinigen Weg zum „Haus der Geschichte Österreich“ und gibt Einblicke, wie es dann schlussendlich doch umgesetzt wurde.

Dokumentation, 2018


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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