Kunst und Kultur am Dienstag

Was schätzen Sie..?

Anlässlich der aktuellen Personalie der österreichischen Künstlerlegende Franz West im Pariser Centre Pompidou begeben sich Karl Hohenlohe und sein Team nach Paris, der Mutter aller Kunst- und Antiquitätenstädte.

Was schätzen Sie..?

Antiquitätenmagazin, 2018

Dienstag, 25.9.2018, 20.15 Uhr
Wh. Mi und Do 03.25 Uhr,
So 02.40 Uhr

In der „Stadt der Lichter“ gehen sie auf Schatzsuche in einem der ältesten und zugleich größten Flohmärkte der Welt und lassen sich die besten Tipps und Tricks beim Aufstöbern originaler Jugendstil-Exponate zeigen. Außerdem wird ein historisches Juwel, das im Dorotheum zur Auktion eingebracht ist, extra in der Zentrale der legendären Schmuckfirma Van Cleef & Arpels auf Echtheit überprüft. Ein seltenes Franz-West-Gemälde sorgt für einen veritablen Preis-Segen, und zum krönenden Abschluss begibt sich Hohenlohe auch noch auf eine Oldtimer-Rundfahrt durch die schönsten Boulevards von Paris.

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Karl Hohenlohe, Linda Koreska-Hartmann, Magda Pfabigan; Zeitschrift Jugend.

Jugendstil: Sous Le Ciel de Paris

1.700 Händler, 7 Hektar Präsentationsfläche und über 5 Millionen Besucher jedes Jahr: der Marché aux Puces de Saint-Ouen bei Paris ist der weltweit größte und einer der ältesten Flohmärkte seiner Art. Nahezu ein ganzes Stadtviertel umfasst die Ansammlung der verschiedenen Antik-, Kunst- und Flohmarktstände sowie Straßenhändler - in dieser einzigartigen Atmosphäre ein wahres Eldorado für Kunst- und Antiquitätenfans: antike Möbel, hochwertige Keramiken, schillernde Bronzen oder nostalgische Schallplatten, die Auswahl ist endlos. Karl Hohenlohe trifft mitten im Herzen des Flohmarkts auf Magda Pfabigan, die Jugendstil-Expertin des Wiener Dorotheums, um sich von ihr die besten Tipps und Tricks für eine ertragreiche Jugendstil-Schatzsuche zeigen zu lassen.

Dann wird die Österreichische Botschaft in Paris zum Außenstudio für "Was schätzen Sie..?: Die in Paris lebende Österreicherin Linda Koreska bringt ihre Sammlung der deutschen Kunstzeitschrift JUGEND, die den Stil um 1900 lanciert hat und schließlich ausschlaggebend für die Namensgebung dieser besonderen Kunstepoche war, zur Schätzung in die prunkvolle Botschaft.

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Joelle Thomas; Franz West Gemälde.

Franz West has left the building!

Er zählte Jahrzehntelang zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern, gestaltete 1993 den österreichischen Beitrag für die Biennale von Venedig und bespielte mehrere Male das wichtigste Kunstfestival der Welt, die Documenta in Kassel: gemeint ist der österreichische Künstler Franz West (1947-2012). Zum Saisonstart präsentiert Paris’ bedeutendstes Museum für moderne Kunst, das Centre Georges-Pompidou, die bisher umfassendste Retrospektive des österreichischen Kunststars. Kaum ein anderer in dieser Zeit hatte die Trash-Art der 1990er-Jahre so konsequent in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt und damit die Vorstellungen von Hässlichkeit und Schönheit in der Kunst radikal revolutioniert. Karl Hohenlohe unternimmt einen Streifzug durch die vielversprechende Franz-West-Ausstellung und trifft dort auf viele prominente Gesichter. Außerdem bringt die Pariserin Joelle Thomas ein seltenes Original von Franz West zur Schätzung in die Österreichische Botschaft.

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Maria Aram; Opel GT.

Van Cleef & Arpels vs. Bonnie und Clyde

Es ist eines der traditionsreichsten Schmuckhäuser seit mehr als einem Jahrhundert, seine Juwelen wurden getragen von Ikonen wie Grace Kelly, Elizabeth Taylor oder der Herzogin von Windsor: das französische Schmuck-, Uhren- und Parfümunternehmen Van Cleef & Arpels. Der ehemalige Schmuckdesigner Etienne Boyer zeigt Hohenlohe historische Designentwürfe in Form detailgetreuer Gouache-Zeichnungen, die auf eine spannende Geschichte unterschiedlicher Juwelenformen verweisen. Außerdem sorgt ein hochpreisiges Original-Juwel von Van Cleef & Arpels, das in Paris auf seine Echtheit überprüft wurde und in der November-Auktion im Dorotheum versteigert wird, für großes Staunen.

Ein Hingucker für die Pariserinnen und Pariser ist auch der feuerrote Opel GT 1900, mit dem die Auslandsösterreicherin Maria Aram gemeinsam mit Karl Hohenlohe über die schönsten Boulevards der Stadt rollt. Ursprünglich als Imageaufputz des deutschen Fahrzeugherstellers gedacht, ist der Opel GT heute mit seinen Klappscheinwerfern und den weit in das Dach hineingezogenen Türausschnitten ein Klassiker der Automobilgeschichte. Das berühmte Räuberpärchen Bonnie und Clyde wäre neidisch gewesen.

Antiquitätenmagazin, 2018


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Passend zum 50-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung des „Sexualkunde-Atlas’“ begibt sich Karl Hohenlohe auf historische Spurensuche nach der Erotik in der Kunst.

  • Was schätzen Sie..?

    Von veritablen Genies und anderen zeitüberdauernden Erfindungen: Die Mai-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins „Was schätzen Sie..?“ steht ganz im Zeichen des 500-Jahr-Jubiläums von Leonardo da Vinci! Moderator Karl Hohenlohe geht auf die Suche nach skurrilen Erfindungen aus den letzten 150 Jahren Technikgeschichte.

  • Was schätzen Sie..?

    Karl Hohenlohe und sein Team nehmen heute eine Brosche der Frau unter die Lupe, die für Gustav Klimt Modell stand. Außerdem eine farbenfrohe Empire-Uhr, ein naturalistisches Gemälde und eine Frauenfigur aus Bronze.

  • Was schätzen Sie..?

    Die Februar-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenformats steht ganz im Zeichen des Wiener Opernballs. Karl Hohenlohe empfängt prominenten Besuch von Starsopranistin Olga Peretyatko, Opernball-Moderator Alfons Haider und Opernball-Kommentator Christoph Wagner-Trenkwitz.