Land der Berge

Der Schafberg im Salzkammergut

Der Film zeichnet das Bild einer Seen- und Berglandschaft, die vielen zur geliebten Seelenlandschaft geworden ist. Miguel Herz-Kestranek erzählt von ihrer Geschichte mit Details, die kaum jemand kennt.

Land der Berge: Der Schafberg im Salzkammergut

Dokumenation, 2018

Mitwoch, 5.6.2019, 21.05 Uhr
Wh. Do 04.25 Uhr, Fr 09.30 Uhr

Der Schafberg im Herzen des Salzkammerguts ist ein Berg mit zwei Gesichtern. Von St. Wolfgang aus lässt sich seine Gipfelregion in mehreren Stunden zu Fuß erreichen. Wer´s bequemer liebt, fährt mit der Zahnradbahn zum Berghotel und genießt auf 1.783 Metern Seehöhe Kaffee und Kuchen. Schaudernd aber blickt er dann an der Felskante neben dem Hotel in bodenlose Tiefe. Hunderte Meter hohe Felsmauern, glatt, zum Teil überhängend, bilden die Nordwand des Berges, brauchen keinen Vergleich mit berühmten Felswänden klassischer Klettergebiete zu scheuen. Nur selten durchstiegen, sind sie den Besten der Besten vorbehalten. Wie Peter Lippert, Bergführer und Bergrettungsmann aus St. Wolfgang, der für „Land der Berge“ seine Erstbegehungen wiederholte, von Markus Raich, selbst Bergrettungsmann und Spezialist für extreme Kletterbilder, hautnah gefilmt. Am Gipfel dann ein überwältigender Blick: das grandiose Panorama erstreckt sich vom Ötscher im Osten über Dachstein und Hohe Tauern bis weit in den Westen. Im Norden liegt das Voralpenland, blickt man über Mondsee und Attersee an klaren Tagen sieht man bis ins Mühlviertel.

Land der Berge 
Der Schafberg im Herzen des Salzkammerguts

ORF/Markus Raich

Luftansicht Nord

Der Schafberg wird auch oft „die österreichische Rigi“ genannt. Die Rigi, ein Gipfel im Herzen der Schweiz wird von den Eidgenossen ob ihres Rundblicks auch zu Recht „Königin der Berge“ genannt. Mit der Rigi verbindet den Schafberg auch eine technische Meisterleistung: eine Bergbahn. 1871 wurde an der „Königin der Berge“ die erste Zahnradbahn der Schweiz eröffnet. Am 1. August 1893 dampften die ersten Fahrgäste von St. Wolfgang zur Schafbergspitze. Heute sind es pro Jahr hunderttausende Urlauber aus aller Welt, die sich von der steilsten Zahnradbahn Österreichs von der Talstation am Ufer des Wolfgangsees auf den Berg bringen lassen.

Die Idee für die Zahnradbahn auf den Schafberg hatten in der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. zwei Männer, die mit ihrem Pioniergeist Oberösterreich im Verkehrs- und Elektrizitätssektor in die Moderne führten: Josef Stern und Franz Hafferl. Bereits 1890, drei Jahre vor der Schafbergbahn, hatten sie auch die „Salzkammergut- Lokalbahn“ erbaut: den vielbesungenen legendären „Feurigen Elias“. 1957, im Zeitalter des Auto- Tourismus zum alten Eisen geworfen, trauern die Bewohner des Salzkammergutes noch immer um den nostalgischen Dampfzug zwischen Salzburg und Bad Ischl, ärgern sich die Touristiker um die leichtfertig vergebene Chance einer einmaligen Publikumsattraktion.

Die Bahn mit all ihren technischen Details und die Landschaft rund um Berg und See faszinierte besonders den zweiten Kameramann aus Bad Aussee: Manfred Rastl - kein Bergsteiger wie Markus Raich, dafür ein exzellenter Skifahrer, mehrfacher Masters-Sieger. Florian Maurer, drehte als dritter Kameramann vor allem stille Landschaftsimpressionen im Wandel der Jahreszeiten. Elke Longin war der ruhende Pol im oft hektischen Drehalltag.

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Der Schafberg im Herzen des Salzkammerguts

ORF/Markus Raich

Ostansicht des Schafbergs

Land der Berge 
Der Schafberg im Herzen des Salzkammerguts

ORF/Markus Raich

Klettern auf der Nordwand

Land der Berge 
Der Schafberg im Herzen des Salzkammerguts

ORF/Markus Raich

Handschlag auf bestiegener Nordwand

Land der Berge 
Der Schafberg im Herzen des Salzkammerguts

ORF/Markus Raich

Das Team

Dokumenation, 2018


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