Was schätzen Sie..?

Ob Inselparadies oder Alpenpanorama, im Sommer ist man wieder reif fürs Reisen: Aus diesem Anlass begibt sich Karl Hohenlohe mit seinem Team auf historische Spuren berühmter Abenteurer und Entdecker, und bringt antike Reise-Utensilien ebenso auf den Schätz-Schemel wie exotische Souvenirs aus aller Herren Länder.

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Antiquitätenmagazin, 2018

Dienstag, 17.07.2018, 20.15 Uhr
Wh. Mi 00.25 Uhr und 04.35 Uhr,
Do 01.05 Uhr und 04.10 Uhr,
Sa 03.35 Uhr

Tausendundeine Nacht

Es geht gleich zu Anfang in den fernen Orient: Die sogenannte Adil Besim Kollektion, eine Serie von aufwendigen und antiken Knüpfteppichen und Textilien von extravaganter Machart, ist im Wiener Dorotheum zur Auktion eingereicht worden. Das traditionsreiche Teppichhaus Adil Besim geht bis in die 1940er Jahre zurück, als damals ein gewisser Adolf Böhm und dessen Cousin nach langen Fernreisen in den Nahen Osten mit 150 Orientteppichen ihr erstes Geschäft in Wien eröffneten.

In der Türkei wurde dieser Adolf Böhm wohl aus Gründen der leichteren Aussprache eben „Adil Besim“ genannt - der Name ist bis heute geblieben. Karl Hohenlohe hat den Sohn des Teppichhaus-Begründers, Ferdi Besim, in seiner pittoresken Villa in Baden aus dem Jahre 1885 besucht, um dort auf eine ganz besondere Rarität aus der Welt der Teppichkunst zu stoßen!

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Karl Hohenlohe, Ferdi Besim, Wolfgang Matschek; Orientteppich.

An der schönen blauen Donau

Das beliebteste und zugleich längst dienende Reiseverkehrsmittel, vor allem für längere Distanzen, war noch lange vor Erfindung des Flugzeugs und der Eisenbahn natürlich das Passagierschiff, später vor allem das Dampfschiff, und natürlich die berühmten Transatlantikliner als Verbindung zwischen den einzelnen Kontinenten.

Damals war das Reisen noch mehr Abenteuer als Erholung, oftmals mit ungewissem oder zumindest unberechenbarem Ausgang. Zur Popularität der großen und technisch innovativen Dampfschiffe haben auch die unzähligen kleinen Spielzeugmodelle beigetragen, die bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts vor allem in Deutschland für den Nachwuchs wohlhabender Bürger hergestellt wurden: später wurden diese Modellschiffe durch die enorme Expansion der Produktion vor allem als Blechspielzeug zum ersten Volksspielzeug der Nation. Die Niederösterreicherin Marianne Fuchs ist in Besitz eines dieser stolzen Schiffs-Exemplare, dass sogar aufgezogen werden kann und voll funktionsfähig ist - ein Fall für Karl Hohenlohe!

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Ulrich Prinz, Marianne Fuchs, Karl Hohenlohe; Modelldampfschiff.

Steirerblut und heißes Eisen

Er gilt als größter zur Gänze in Österreich liegende See, und lieferte bereits Inspiration für zahlreiche Künstler wie Gustav Klimt oder auch Gustav Mahler, die dort regelmäßig ihre Sommerfrische verbracht haben: Die Rede ist vom malerischen Attersee. Karl Hohenlohe ist auch hier eine Reise in das Oberösterreichische Salzkammergut angetreten, um die geschichtsträchtigsten und spannendsten Antiquitäten aus der Region ausfindig zu machen - gefunden hat er dort unter anderem historische ÖAMTC-Plaketten in allen möglichen Farben und Formen, die allesamt datiert sind aus der Zwischenkriegszeit des letzten Jahrhunderts.

Welche Oldtimer und Motoräder damit wohl einst die Berg- und Landstraßen unsicher gemacht haben? Außerdem versetzt ein maßstabgetreues Modell des Grazer Uhrturms den Uhrenexperten Peter Hüttler ins Staunen, und macht Lust auf eine Reise in die steirische Landeshauptstadt!

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Peter Huettler, Heinz-Kurt Veres, Karl Hohenlohe ; Grazer Uhrturm-Modelluhr.

Antiquitätenmagazin, 2018


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Was schätzen Sie..?

    Passend zum 50-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung des „Sexualkunde-Atlas’“ begibt sich Karl Hohenlohe auf historische Spurensuche nach der Erotik in der Kunst.

  • Was schätzen Sie..?

    Von veritablen Genies und anderen zeitüberdauernden Erfindungen: Die Mai-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenmagazins „Was schätzen Sie..?“ steht ganz im Zeichen des 500-Jahr-Jubiläums von Leonardo da Vinci! Moderator Karl Hohenlohe geht auf die Suche nach skurrilen Erfindungen aus den letzten 150 Jahren Technikgeschichte.

  • Was schätzen Sie..?

    Karl Hohenlohe und sein Team nehmen heute eine Brosche der Frau unter die Lupe, die für Gustav Klimt Modell stand. Außerdem eine farbenfrohe Empire-Uhr, ein naturalistisches Gemälde und eine Frauenfigur aus Bronze.

  • Was schätzen Sie..?

    Die Februar-Ausgabe des Kunst- und Antiquitätenformats steht ganz im Zeichen des Wiener Opernballs. Karl Hohenlohe empfängt prominenten Besuch von Starsopranistin Olga Peretyatko, Opernball-Moderator Alfons Haider und Opernball-Kommentator Christoph Wagner-Trenkwitz.