Erbe Österreich

Herrensitze (3/6) Die Rosenburg: Adlerstolz und Adelspracht

Karl Hohenlohe besucht eine der geschichtsträchtigsten österreichischen Burgen hoch über dem Kamp und gibt Einblicke in die Pracht und Lebensweise der Renaissance.

Erbe Österreich: Herrensitze (3/6) - Die Rosenburg: Adlerstolz und Adelspracht

Dokumentation, 2018

Dienstag, 5.6.2018, 20.15 Uhr
Wh. Mi 02.20 Uhr, Sa 14.55 Uhr

Eine der geschichtsträchtigsten österreichischen Burgen steht hoch über dem Kamp und gibt einen Einblick in die Pracht und Lebensweise der Renaissance. Die Rosenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel für alle, die Falknerei und Ritterspiele mögen. Dahinter verbirgt sich eine 800 Jahre alte Historie, die von den Ungarnkriegen und der Gegenreformation bis in die Donaumonarchie reicht. In der ORF-III-Neuproduktion führt der heutige Eigentümer Markus Hoyos, der hier lebt, durch seinen Herrensitz.

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Anlage im Besitz der Familie Hoyos-Sprinzenstein, deren Mitglieder auch heute noch hier anzutreffen sind und Karl Hohenlohe exklusive Einblicke in die Familiengeschichte geben. Die Anfänge der Burg reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, immer wieder wurde sie im Laufe der Jahrhunderte erweitert und umgebaut.

Herrensitze 
Die Rosenburg (3/6)

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Karl Hohenlohe und der Eigentümer der Rosenburg Graf Hoyos

Rosenberg, so hieß die Festung bis in das 16. Jahrhundert, diente als Schutz vor den Ungarn und bildete später ein Zentrum der protestantischen Stände in Österreich. Die Konflikte im Zuge der habsburgischen Gegenreformation gingen auch hier nicht spurlos vorüber, bis heute erinnert eine Gedenksäule im Schlossgarten an die Opfer der damaligen Religionskonflikte.

Wirklich Ruhe kehrte erst mit dem Verkauf des Schlosses an Graf Sprinzenstein im Jahr 1678 ein. Die Familie machte die Festung zu ihrem Verwaltungssitz, verlegte ihren Wohnort jedoch in das benachbarte Horn. Mehrere Brände und die abnehmende Bedeutung des Schlosses führten in Folge zu einer zunehmenden Verwahrlosung der Anlage, die erst mit Ende des 19. Jahrhunderts wieder belebt werden konnte. Der beginnende Tourismus des frühen 20. Jahrhunderts, Sommerfrische und vermehrt museale Bestrebungen, ließen Schloss Rosenburg mit den Jahren zu der Sehenswürdigkeit werden, die heute vor allem im Sommer unzählige Familien und Schaulustige anzieht.

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Die Rosenburg (3/6)

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Schloss Rosenburg, heute auch bekannt als Ort für ritterliche Zeitreisen.

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Das Renaissanceschloss Rosenburg im Morgenschein.

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Die Rosenburg (3/6)

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Die Rosenburg mit ihrem beeindruckenden Tournierplatz aus der Luft

Dokumentation, 2018


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Habsburg und der Dom – St. Stephan unter dem Doppeladler

    Der Film von Manfred Corrine beleuchtet 100 Jahre nach dem Ende der Habsburgermonarchie die Verbindung zwischen dem Wiener Stephansdom und dem Herrschergeschlecht.

  • Die Habsburger

    Die Dokumentation nimmt die Zuschauer mit auf einen unterhaltsamen Streifzug durch die ereignisreiche Geschichte der Habsburger.

  • Sisi, Schratt und Sacher: Wiens glamouröse Frauen

    Patrice Fuchs präsentiert in ihrer Dokumentation Frauen, die sich im von Männern dominierten 19. Jahrhundert erfolgreich durchsetzten und mit Schönheit, Charme und Sexappeal Wien zur glanzvollen Society-Metropole machten.

  • Ein Steiermark-Tripel

    Der erste Film von Klaus T. Steindl „Peter Rosegger: Waldbauernbub und Revolutionär“ erinnert nicht nur an die verschiedenen Lebensetappen des Schriftstellers, sondern reflektiert die Zeit aus heutiger Sicht. Anschließend folgen zwei Filme von Alfred Ninaus: „Das Murtal – Leben im Einklang“ und „Geschichten aus dem Joglland“.