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Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche | Das Konzentrationslager Mauthausen

Am 6. Mai, dem Tag der Befreiung von Mauthausen, erinnert ORF III in einer neuen Dokumentation an die Todesmärsche im Jahr 1945. Eine weitere Dokumentation beschreibt die Geschichte des größten Konzentrationslagers in Österreich.

Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche

Dokumentation, 2018

Das Konzentrationslager Mauthausen

Dokumentation, 2015

Samstag, 05.05.2018, 20.15 Uhr

Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche

Im Frühling des Jahres 1945 wurden die KZ-Lager Wiens und des süd-östlichen Österreichs vor den vorrückenden sowjetischen Truppen geräumt. Tausende Häftlinge und tausende Juden aus Ungarn, die an der Errichtung des Süd-Ostwalls beteiligt waren, wurden auf Todesmärsche durch die Dörfer und Städte Niederösterreichs und der Steiermark in Richtung des KZ-Lagers Mauthausen geschickt.

An ihrer grausamen Ermordung waren nicht mehr nur KZ-Schergen, sondern erstmals auch Teile der Zivilbevölkerung beteiligt. Kurt Mayer (Buch & Regie) folgt den Spuren dieser Ereignisse an Hand von Zeitzeugen und neu aufgetauchten Bilddokumenten. Dabei wird das Ausmaß der Gräuel in den letzten Kriegstagen klar.

Der Film setzt prägende Kindheitserinnerungen an die apokalyptischen Hungermärsche den Berichten Überlebender gegenüber. Die Befehlsketten waren unterbrochen, der Untergang des „Dritten Reichs“ längst besiegelt, SS-Chargen und Wehrmachtshelfer auf sich allein gestellt.

Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche 
Originaltitel: Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche 1945

ORF/Kurt Mayer Film/Helmut Wimmer

Zeitzeuge Elfriede Brunnthaler, Reichraming Stmk

Die Spuren der Massenvernichtung sollten beseitigt werden. Möglichst wenige sollten das Ziel Mauthausen erreichen, wo längst kein Platz mehr für Neuankömmlinge war. Andere wollten Tauschpfand für das eigene Überleben in Sicherheit bringen. Das Tötungsmonopol des Staates war aufgehoben. Die „Endlösung” wurde auf zivile Teile der Bevölkerung abgewälzt.

Viele Spuren sind verwischt. In Strasshof und Umgebung ist die Erinnerung an das dortige Massendrehkreuz der Zwangarbeit und Deportation fast zur Gänze verschwunden. Eine Karte zeigt die Hauptrouten der ausgemergelten Todeskolonnen. Es ist kaum möglich alle Schauplätze und Nebenschauplätze zu erfassen.

Man hat nicht darüber gesprochen, Erinnerungen wurden verschüttet aber die Landschaft ist bleibend kontaminiert. Bis heute wurde das Massengrab des Massakers von Rechnitz nicht aufgefunden und wer soll sie jetzt auch noch finden, die unzähligen Gräber der am Wegrand Ermordeten.

Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche 
Originaltitel: Mauthausen vor der Tür - Die Todesmärsche 1945

ORF/Kurt Mayer Film

Kreuzstadl, Rechnitz von oben

Dokumentation, 2018


Samstag, 05.05.2017. 21.00 Uhr
Wh. Di 08.10 Uhr

Das Konzentrationslager Mauthausen

Rund 200.000 Menschen aus ganz Europa waren zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Mauthausen inhaftiert, etwa die Hälfte wurde ermordet. Fünf Monate nach dem „Anschluss“ Österreichs ans Deutsche Reich wurde in Oberösterreich in der Nähe der Kleinstadt Mauthausen ein Konzentrationslager errichtet. Es wurde als Lager der Stufe III klassifiziert - als Lager mit den härtesten Haftbedingungen. Für die SS erfüllte es zweierlei Funktion: die Beseitigung des politischen oder ideologischen Gegners und die Ausbeutung seiner Arbeitskraft.

Welche Verbrechen geschahen in Mauthausen, was passierte mit den Tätern, was mit den Opfern und wie wurde aus dem ehemaligen Konzentrationslager eine Gedenkstätte?

Das Konzentrationslager Mauthausen

ORF III

Das Konzentrationslager Mauthausen

ORF III

Das Konzentrationslager Mauthausen

ORF III

Das Konzentrationslager Mauthausen

ORF III

Dokumentation, 2015


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Österreich I - Verlockung und Gewalt (8/12)

    Die achte Folge von Hugo Portischs und Sepp Riffs (1928-2000) großer Dokumentationsreihe in der Neubearbeitung von ORF III, steht im Zeichen der Vereinnahmung der Österreicher und Österreicherinnen durch den Nationalsozialismus.

  • Österreich I - Der Sturm bricht los (9/12)

    ie neunte Folge von „Österreich I“, Hugo Portischs und Sepp Riffs große Dokumentationsreihe in der Neubearbeitung von ORF III, spiegelt die Zeit vom November 1938 bis zum März 1939 wider.

  • Österreich I (6/12) Abschied von Österreich

    Der sechste Teil von Hugo Portischs und Sepp Riffs (1928-2000) großer Dokumentationsreihe in der Neubearbeitung von ORF III, widmet sich der tragischen und turbulenten Zeit des Bürgerkriegs bis zum Untergang Österreichs durch den Anschluss an das Deutsche Reich.

  • Österreich I (7/12) Die Heimsuchung Österreichs

    Folge sieben beschäftigt sich mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich und den ersten Monaten ihrer Herrschaft.