Erbe Österreich

Habsburg und der Dom – St. Stephan unter dem Doppeladler

Der Film von Manfred Corrine beleuchtet 100 Jahre nach dem Ende der Habsburgermonarchie die Verbindung zwischen dem Wiener Stephansdom und dem Herrschergeschlecht.

Habsburg und der Dom - St. Stephan unter dem Doppeladler

Dokumentation, 2018

Dienstag, 8.1.2019, 22.00 Uhr
Wh. Mi. 00.00 Uhr und 09.30 Uhr,
Do 00.40 Uhr

Der Stephansdom war für die Habsburger die perfekte Kulisse für große sakrale Auftritte. Über Jahrhunderte versuchten die Habsburger den Dom zu kontrollieren und zu instrumentalisieren. Von Franz Josephs berühmtem Trauerkondukt über die maximilianische Doppelhochzeit bis zurück zum Ausbau des Doms durch Rudolf den Stifter lässt sich eine einheitliche Handschrift erkennen: St. Stephan, das eigentlich die Kirche der Bürgerinnen und Bürger war, sollte zur Bühne für das Gottesgnadentum der Habsburger werden.

Habsburg und der Dom - St. Stephan unter dem Doppeladler

ORF/emb Film

Der neue Film von Manfred Corrine beleuchtet nun 100 Jahre nach dem Ende der Habsburgermonarchie die Verbindung zwischen dem Wiener Stephansdom und dem Herrschergeschlecht. Denn die Kirche der Wienerinnen und Wiener ist in ihrer Geschichte eng mit jener der Babenberger und der Habsburger verknüpft, die Österreich bis ins Jahr 1918 geprägt haben - von Rudolf dem Stifter, der den Dom 1359 vergrößern und den Südturm erbauen ließ, bis zu Kaiser Franz Josephs berühmtem Trauerkondukt, der von St. Stephan zur Kapuzinergruft zog. Gleichzeitig war der Dom seit jeher eine Kirche der Bürgerinnen und Bürger, die schon vor den Umbauten durch Rudolf den Stifter den albertinischen Chor errichteten und später durch zahlreiche Spenden die vielen Säulenfiguren im Langhaus stifteten.

Die Geschichte des Wahrzeichens wird vor allem anhand baulicher und künstlerischer Details des Doms erzählt, die wiederum auf jene Personen rückschließen lassen, die mit St. Stephan in Verbindung standen. Neben architektonischen Aufnahmen, die vorwiegend mit Drohnen bewerkstelligt wurden, führt die filmische Spurensuche in diverse Archive, Museen und in die Akademie der Wissenschaften. Dort entdeckte die Produktion besondere Archivalien, die anhand computergenerierter Darstellungen zum Leben erweckt werden. Schlüsselszenen des Films werden außerdem in Reenactments dargestellt.

Habsburg und der Dom - St. Stephan unter dem Doppeladler

ORF/emb Film

Habsburg und der Dom - St. Stephan unter dem Doppeladler

ORF/emb Film

Regisseur: Manfred Corrine
Buch: Monika Czernin

Dokumentation, 2018


Dokumentationen über den Wiener Stephansdom in ORF III:

Mit „Habsburg und der Dom – St. Stephan unter dem Doppeladler“ wird die bisher dreiteilige ORF-III-Dokumentarreihe über den Wiener Stephansdom fortgesetzt. Der erste Film „Der Wiener Stephansdom – Geschichte eines Wahrzeichens“ von Regisseur Robert Neumüller aus dem Jahr 2015 behandelte zum damaligen 70. Jahrestag der Zerstörung des Doms die Bedeutung und Geschichte des österreichischen Wahrzeichens. Im Jahr darauf wurde mit „Pummerin – Die Stimme Österreichs“ von Regisseur Peter Beringer die bewegte Geschichte der Domglocke näher beleuchtet. Im vergangenen Jahr ging es in „Mysterien von St. Stephan – Der unbekannte Dom“ von Regisseur Günter Schilhan um die offenen Rätsel und Geheimnisse des sakralen Bauwerks. Mittels digitaler Reanimation wurde gezeigt, wie der Dom mit seinem vollständigen Nordturm ausgesehen hätte.


Weitere Sendungen dieser Reihe: