Wilde Reise mit Erich Pröll

Wilde Heimat - Frühling

Die aufwendig produzierte Dokumentation zeigt große Naturschauspiele aus Deutschland und Österreich, und berichtet über traditionelle Bräuche und prächtige Feste im Frühling.

Wilde Reise mit Erich Pröll: Wilde Heimat - Frühling

Dokumentation, 2006

Donnerstag, 7.5.2020, 20.15 Uhr
Wh. Fr 02.40 Uhr

Die ersten zarten Blüten recken sich durch den schmelzenden Schnee, ein Hauch frisches Grün überzieht den Waldboden, die ersten Zugvögel aus dem Süden treffen ein: es ist Frühling. Im Norden beginnt er besonders dramatisch. Mit einem Mal ist Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland bevölkert von Tausenden geschäftiger Vogelpaare: Basstölpel und Lummen streiten lauthals um die besten Nistplätze an den Steilklippen. In den feuchten Bruchwäldern Norddeutschlands beginnen Scharen von Kranichen mit ihren majestätischen Balztänzen. Weiter südlich an der Elbe hüten viele Biber bereits ihren Nachwuchs im hölzernen Bau. Der Frühling ist in der Tierwelt die Hauptzeit für Geburten.

Wilde Heimat - Frühling

ORF/NDR Naturfilm/MB Naturfilm

Nachwuchs bei den Rehen, Bayern

Wilde Heimat - Frühling

ORF/NDR Naturfilm/MB Naturfilm

Im März und April bekommen die Wildschweine Nachwuchs. Bis zu 12 Junge kann ein Wurf umfassen.

Aufbruch und Wiedergeburt spiegeln sich auch in vielen traditionellen Frühlingsfesten: am Ostersonntag findet bei den Sorben in der Lausitz seit Jahrhunderten das Osterreiten statt, in Bayern tanzt man unter dem Maibaum und im Salzkammergut wird das Narzissenfest mit prächtigen Umzügen begangen.

Nur in den österreichischen Hochalpen hält sich noch der Winter. Bis weit ins Frühjahr hinein regt sich kaum Leben. Wenn schließlich auch dort das Eis schmilzt, stürzen gewaltige Ströme und Wasserfälle zu Tal.

Die aufwendig produzierte Dokumentation zeigt große Naturschauspiele aus Deutschland und Österreich, berichtet über traditionelle Bräuche und prächtige Feste in den vier Jahreszeiten. Diverse Spezialkameras ermöglichten den Autoren störungsfreie Flugaufnahmen, Zeitlupenaufnahmen von schnellen Bewegungen und Zeitraffer von Landschaften über Monate. Neben atemberaubenden Bildern bietet auch der Soundtrack einen besonderen Genuss: erstmalig wurde bei einer heimischen Naturdokumentation die Musik von einem großen Sinfonieorchester eingespielt, der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Timothy Brock.

Wilde Heimat - Frühling

ORF/NDR Naturfilm/MB Naturfilm

Hasennachwuchs

Wilde Heimat - Frühling

ORF/NDR Naturfilm/MB Naturfilm

Paarungsspiel der Frösche

Wilde Heimat - Frühling

ORF/NDR Naturfilm/MB Naturfilm

Basstölpel können bis zu vierzig Jahre alt werden und leben in lebenslanger Einehe. Von März bis Ende Mai finden sich die Vögel in Brutkolonien zusammen.

Wilde Heimat - Frühling

ORF/NDR Naturfilm/MB Naturfilm

Die Bezeichnung des Kranichs als „Vogel des Glücks“ stammt ursprünglich aus Schweden und basiert darauf, dass mit dem Kranich das Frühjahr zurückkehrt.

Film von Nele Münchmeyer und Hilmar Rathjen
Dokumentation, 2006


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Wilde Reise mit Erich Pröll: Exoten unter uns

    Erich Pröll hat sich in Urfahr-Umgebung (Oberösterreich) umgesehen und so manche tierische oder pflanzliche Überraschung vor die Kamera bekommen.

  • Wilde Heimat - Sommer

    Die Dokumentation von Andrea Gastgeb und Hiomar Rathjen zeigt das Natur- und Kulturgeschehen im Sommer - von den Hochalpen bis zu den Küsten der Nord- und Ostsee - in einer Symphonie aus Bildern und Musik.

  • Traun - Ein Fluss wie ein Kristall

    Die Traun wird gespeist von tosenden Gletscherbächen, Wasserfällen, 76 Seen, zahllosen Quellen, Höhlengewässern und Tausenden Kilometern von Bach- und Flussläufen. Von einer Anhöhe nördlich der Donau sieht man die gesamte Länge des Flusses - von den wilden, streng geschützten Traunauen im Linzer Stadtgebiet bis zum Dachstein.

  • Das Tote Meer

    Die Reise führt ins heilige Land zu einem einzigartigen Naturwunder. Der Film erzählt von der Geschichte des Toten Meeres, den Ereignissen an seinen Ufern und wirft einen Blick in die Zukunft.