Erbe Österreich

Bälle der Herzen - Liebesgeschichten in Frack und Seide

So manch prominente Liebe hat sich auf einem Ball entzündet. Als der junge Franz mit Sisi den Cotillon tanzte, war es um ihn geschehen... .

Erbe Österreich: Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

Dokumentation, 2017

Dienstag, 6.2.2018, 21.05 Uhr
Wh. 23.30 Uhr, Mi 23.45 Uhr,
Do 19.00 Uhr, Sa 15.15 Uhr,
Mo 13.40 Uhr

Hier konnte man eine schnelle Liebschaft oder den Partner fürs Leben kennenlernen. Bälle waren immer schon auch ein Heiratsmarkt. Und es gab strenge Regeln: alleinstehende Frauen durften nur in ihrer ersten Saison weiß tragen, für jede weitere Saison gab es ein Farbreglement in der weiblichen Ballkleidung, an der jeder Mann erkennen konnte, wie oft eine Frau schon versucht hatte, einen passenden Partner zu finden.

Tanz und Erotik

Der Tanz wurde schon immer als starker Ausdruck sexuellen Verlangens gesehen. Sehen und gesehen werden ist noch heute wesentlicher Bestandteil von Ballveranstaltungen. Beim österreichischen „Ball der Bälle“, dem Wiener Opernball, lenken die Krönchen der Debütantinnen die Blicke der Männer auf die „Jungfrauen“, die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Sie rufen den ursprünglichen Zweck dieser ritualisierten Einführung in die Gesellschaft in Erinnerung und vermitteln eine unmissverständliche Botschaft: Der alljährliche Heiratsmarkt ist eröffnet.

Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

ORF/Red Monster

Eröffnung Opernball

In ihrer TV-Dokumentation begiben sich Stefan Wolner und Harald Nestl auf die Spuren der Wiener Ballkultur und haben dabei den Fokus auf der Verbindung zwischen Tanz und Erotik. Das Spannungsverhältnis zwischen romantischer Liebe und genusssüchtiger Umtriebigkeit wird anhand verschiedener Geschichten aus dem Tanzsaal beleuchtet.

Die Reise führt unter anderem in den kaiserlichen Kurort Bad Ischl, wo sich einst beim Tanz in einem unscheinbaren Hinterhof eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten anbahnte: die von Kaiser Franz Joseph und seiner Elisabeth. Wir besuchen vergangene und gegenwärtige Tanzpaläste, gehen den rhythmischen Verführungsmelodien von Vorreitern der modernen Tanzmusik wie Strauss Vater und Sohn auf den Grund und erfahren, wie sich der Tanz langsam vom verpönten Sündenfall zum unverzichtbaren Fixpunkt im gesellschaftlichen Miteinander entwickelt hat.

Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

ORF/Red Monster

Franz Joseph und Sissi

Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

ORF/Red Monster

Fächer

Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

ORF/Red Monster

Kaiserliche Familie

Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

ORF/Red Monster

Michaela Lindinger, Kuratorin. Ballkleid im Wien Museum.

Bälle der Herzen – Liebesgeschichten in Frack und Seide

ORF/Red Monster

Johann Strauss und seine dritte Frau Adele

Regisseur: Stefan Wolner
Dokumentation, 2017


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Vieler Herren Häuser - Die Palais am Schwarzenbergplatz

    Karl Hohenlohe erkundet die erstklassigsten Palais rund um den Schwarzenbergplatz, u.a. das geschichtsträchtige Haus der Industrie und das Palais der Wirtschaftsmagnaten Franz Wertheim und Viktor Ofenheim.

  • Erbe Österreich: Lebensraum Wiener Villen

    ORF III portraitiert in dieser Neuproduktion das großbürgerliche Leben in den Wiener Villen, darunter die Häuser Ludwig Wittgenstein, Gustav Klimt, Otto Wagner, Felix Salten, Schratt, Moser und Alexander.

  • Lebensraum - Das Wiener Rathaus

    In 1.575 Räumen mit mehr als 2.000 Fenstern und einem 98 Meter hohen Hauptturm, auf dessen Spitze der Rathausmann steht, residieren seit über 130 Jahren die Bürgermeister und Landeshauptleute Wiens. Die ORF-III-Dokumentation porträtiert das Wiener Rathaus und erzählt von seiner Geschichte.

  • Herrensitze (6/6) Sisis Juwelier: Herrenhaus Köchert am Traunsee

    Karl Hohenlohe stellt den geschmackvollen Herrensitz des Hofjuweliers der Habsburger, Jakob Heinrich Köchert, vor, der noch heute von den Nachfahren der Familie bewohnt wird.