zeit.geschichte am Samstag

Kalter Krieg - Wettrüsten um die größte Bombe

Die Dokumentation von Andy Webb beschäftigt sich mit einer der mächtigsten Druckmittel des Kalten Krieges, der sowjetischen „Zar-Bombe“.

Kalter Krieg - Wettrüsten um die größte Bombe

Dokumentation, 2011

Samstag, 15.9.2018, 21.00 Uhr
Wh. So 09.20 Uhr, Mo 00.50 Uhr

Das sowjetische Bomben-Programm erreicht am 30. Oktober 1961 mit der so genannten „Zar"-Bombe “, die über der nordeuropäischen Insel Nowaja Semlja explodiert und für deren Entwicklung auch der spätere Dissident und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow (1921-1989) mitverantwortlich war seinen Höhepunkt. Die Bombe hatte eine Sprengkraft von rund 57.000 Millionen Tonnen TNT, 4.000-mal mehr als die Atombombe von Hiroshima. Die Druckwelle der Explosion geht dreimal um die Welt. Die damalige UdSSR feierte ihre Mega-Wasserstoffbombe als technologischen Triumph um nutzte sie als Drohmittel im Kalten Krieg.

Die mächtigste Bombe der Welt

ORF/ZDF Enterprise

Test „Mike“, Atompilz beim Eniwetok Atoll, Operation Ivy am 01. November 1952

Wie waren die Sowjets in der Lage, die größte Bombe aller Zeiten zu zünden und warum in der Nähe von Ballungszentren in Nordeuropa? Amerika wählte den Pazifik als Testgelände, weil es das am dünnsten besiedelte Gebiet der Erde ist. Und selbst dort gab es tödliche Konsequenzen, als „Castle Bravo“ sicher geglaubte Grenzen überschritt. Nowaja Semlja liegt nur etwa tausend Meilen nördlich von Moskau. Die Auswirkungen dieser Bomben sind bis heute wenig erforscht.

Die mächtigste Bombe der Welt

ORF/Blink Films/Andy Webb

Der Bürgermeistser von Bikini (Mayor of Bikini), Alson Kelen

Dokumentation, 2011


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Krieg vor der Haustür: Tirol im 1. Weltkrieg | Frontland Kärnten

    Die Dokumentation von Georg Laich gibt anhand von selten gezeigten Aufnahmen und Aufzeichnungen von Zeitzeugen einen Einblick in das Leben an und hinter der Front des sog. „Bergführerkrieges“. Helga Suppan besucht in ihrem Film Kriegsschauplätze in und um Kärnten.

  • Die Schlacht von Verdun

    Die Dokumentation erzählt nahezu durchgehend in Originalbildern von der zehn Monate dauernden Kriegshölle in Verdun und beleuchtet die Motive für die äußerst brutale Menschen- und Materialschlacht.

  • Trauma, Träume und Tragödien - Ein Friedensvertrag und seine Folgen

    „Schandvertrag“, „Siegerdiktat“, „Knebelpapier“: Das waren noch die höflichen Prädikate für die Friedensverträge mit Österreich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg. 1919 legten die Siegermächte die staatspolitische und geografische Neuordnung Österreichs fest.

  • Arisierung: Der große Raubzug | Die verlorenen Jahre

    Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 wurde die jüdische Kultur in Wien ausgelöscht. Bis dahin war sie fixer Bestandteil - Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft waren - besonders in der Zeit der Jahrhundertwende - von den Wiener Juden geprägt.