Wilde Reise mit Erich Pröll

Das Tote Meer

Die Reise führt ins heilige Land zu einem einzigartigen Naturwunder. Der Film erzählt von der Geschichte des Toten Meeres, den Ereignissen an seinen Ufern und wirft einen Blick in die Zukunft.

Donnerstag, 11.4.2019, 20.15 Uhr
Wh. Fr 02.05 Uhr und 10.30 Uhr, Sa 10.50 Uhr

Eines der bemerkenswertesten Naturwunder der Erde liegt an einem Platz, an dem Geschichte gemacht wurde, seit es Menschen gibt: das Tote Meer. Der Sage nach wurden hier Sodom und Gomorrha zerstört und für die drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ist die Region rund um das Tote Meer eine heilige Landschaft.

Das Tote Meer

ORF/ITEL

Totes Meer

Viele Jahrhunderte hielt man die Ufer des Toten Meeres für verflucht, sah in den gähnenden Abgründen der Randberge das Tor zur Hölle. Dieser Ruf der Gottverlassenheit wird durch Fakten untermauert: das Tote Meer liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt aller Kontinente. Im Sommer klettern die Temperaturen auf weit über 40 Grad Celsius, Regen gibt es praktisch keinen.

Was dem Toten Meer seinen Namen einbrachte, ist auch sein größter Fluch: sein Wasser ist derart salzig, dass alle Fische darin sterben. Dennoch kommen seit Urzeiten alljährlich unzählige Menschen, die sich im Toten Meer treiben lassen, Erholung und Heilung zu finden.

Das Tote Meer

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Doch das Naturwunder ist in Gefahr, denn die Verdunstung ist höher als der Zufluss von Wasser. Langfristig würde das Tote Meer zu einer Salzwüste. Dagegen wollen die Anrainerstaaten mit Hilfe der Weltbank angehen. Jordanien und Israel haben sich zusammengetan, um das drohende Ende des Toten Meers zu verhindern. Für die Summe von einer Milliarde Dollar soll eine Pipeline vom Roten zum Toten Meer gebaut werden, um die Wasserzufuhr für das Salzmeer konstant zu halten. Jährlich sollen etwa 450 Mio. Kubikmeter Wasser über diese rund 220 Kilometer lange Pipeline ins Tote Meer fließen.

Das Tote Meer

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Film von Daniel Percival
Dokumentation GB 1999


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