zeit.geschichte am Samstag

Wien - Hitlers Stadt der Träume

Die Dokumentation beschreibt die gewaltigen Ausbaupläne, die Adolf Hitler in Wien vorhatte - jener Stadt, mit der ihn aus seiner Zeit als Künstler eine starke Hassliebe verband.

Wien - Hitlers Stadt der Träume

Dokumentation, 2017

Samstag, 24.2.2018, 21.50 Uhr
Wh. So 03.05 Uhr, Mo 00.25 Uhr

In seinen Wiener Künstlerjahren zwischen 1907-1913 gewann er Eindrücke, die sein Weltbild prägten. Er bewunderte die historischen Bauten der Ringstraße, während er die Metropole mit ihrem Vielvölkergemisch der Habsburgermonarchie zutiefst verachtete. „Die Stadt ist in meinen Augen eine Perle! Ich werde sie in jene Fassung bringen, die dieser Perle würdig ist!“ verkündete Hitler nach dem Anschluss Österreichs im März 1938. Die Kulturstadt Wien, nach der Eingliederung von 97 niederösterreichischen Gemeinden im November 1938, flächenmäßig zweitgrößte Stadt des Deutschen Reichs sollte das Tor zum Südosten werden, eine gigantische „Drehscheibe Ost“, ein „Hamburg des Ostens“.

Errichtet werden sollte unter anderem auch eine Gauhalle für 100.000 Menschen. Es sind Wiens Jahre als NS-Hochburg der Kultur unter den Rivalen Propagandaminister Goebbels und Gauleiter Baldur von Schirach. So gut wie alle der ambitionierten architektonischen Projekte blieben nur NS-Visionen.

Wien – Hitlers Stadt der Träume

ORF/Cinevision

Flakturm wurde unter den Nazis errichtet.

Wien – Hitlers Stadt der Träume

ORF/Cinevision

Jüdischer Friedhof Währing; Jüdische Friedhöfe blieben von der Bautätigkeit der Nazis nicht verschont und wurden teilweise zerstört.

Wien – Hitlers Stadt der Träume

ORF/Cinevision

Stadtplaner Klaus Steiner mit der Zeichnung der geplanten Gauhalle, nach den Plänen von Franz Pöcher.

Film von Anna Sigmund
Dokumentation, 2017


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