pixel, bytes & film - Artist in Residence

Sepp Brudermann „DaNachHier“

G’schichtn aus der Heimat

Sepp Brudermann ‚DaNachHier‘ (1/3)


Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence: Sepp Brudermann ‚DaNachHier‘ (2/3)


Artist in Residence: Sepp Brudermann ‚DaNachHier‘ (3/3)


Sonntag, 11.12.2016, ab 9.00 Uhr

„DaNachHier“ ist ein Projekt des österreichischen Künstlers und Filmemachers Sepp R. Brudermann (*1975). In neun elfminütigen Clips (einer pro Bundesland) erzählen österreichische SchauspielerInnen im regionalen Dialekt und in erster Person die Geschichte je einer Flucht eines in Österreich Zuflucht gefunden habenden Flüchtlings.

Die ersten drei dieser Filme werden im Rahmen von Pixel, Bytes und Film und mit Unterstützung des Bundeskanzleramts am 11. Dezember auf ORF III zu sehen sein.

Präsentiert werden:

  • „Tirol“ mit Helmuth Häusler („In 3 Tagen bist du tot“, „Das fnstere Tal“, „Pregau“, „Soko Donau“),
  • „Kärnten“ mit Fanny Berner („Schiele - Der Tod und das Mädchen“, „Der Junge wird beschnitten“)
  • „Oberösterreich“ mit Tobias Ofenbauer („Soko Donau“, „Pregau“)

Sechs weitere Clips (Salzburg, Vorarlberg, Steiermark, Wien, Niederösterreich und Burgenland) sind in der Vorbereitungsphase. In Planung ist auch eine Ausweitung des Projekts auf andere Länder und Sprachen mit dem Ziel, ein europaweites Crossmedia Projekt zu schaffen, welches sich auf diese Weise mit den Herausforderungen und Problemen von Migration auseinandersetzen wird.

artist in residence - Sepp Brudermann 'DaNachHier'

ORF/ORFIII

Zitat des Filmemachers:

"Wir haben vorgeformte Strukturen bezüglich der Rezeption von Inhalt und Form bzw. Person und dargebotener Geschichte. Diese Strukturen werden oft durch die Medien geschaffen bzw. be- und verstärkt. Der „durchschnittliche“ Flüchtling ist schlecht gekleidet und hat entweder Kopftuch oder Bart. Diese Stereotype „vereinfachen“ die Schubladisierungsmechanismen unserer Wahrnehmung und trennen so das „Unsere“ vom „Anderen“, was der Aufnahmebereitschaft von Inhalt durchaus abträglich ist. Durch eine Konfrontation von Form und nicht zu erwartendem Inhalt entsteht ein Moment der Verstörung, der es ermöglicht diesen aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Das „Andere“ und das „Unsere" berühren sich. Diese Berührung erzeugt Wärme, und hat sich das Herz einmal für Franzl erwärmt, so ist es nicht mehr leicht abzukühlen, auch nicht für Ahmad.“

Über den Künstler:

Sepp R. Brudermann ist Produzent, Regisseur und kreatives Mastermind der Produktionsfirma Spiraleye Productions. Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er an der Akadmie der bildenen Künste Wien und der London Metropolitan University.

Mehr Informationen zum Künstler finden sich hier: spiraleyeproductions.typepad.com


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • A Film about the desire to make it work

    In ihrem Kurzfilm beschäftigen sich die beiden Medienkünstlerinnen Franziska Kabisch und Laura Nitsch mit dem Stimmverlust. Wie damit umgehen, wenn einem die Stimme versagt? Wie die eigene Stimme finden?

  • Wilma Calisir „(in)visible audience 1+1000“

    Die Filmemacherin und Künstlerin Wilma Calisir beleuchtet in ihrem crossmedialen Kunstprojekt das Medium Fernsehen am Schnittpunkt zum Publikum.

  • Noordungs Wien

    Leben im Weltraum - ein lang gehegter Traum der Menschheit. Um ihn wahr zu machen, muss man einige Probleme überwinden. Problemstellungen mit denen sich, wie unser ORF III Artist in Residence Ralo Mayer herausgefunden hat, schon ein Wiener vor 100 Jahren eingehend auseinander gesetzt hat.

  • Fabian Faltin und Bernhard Garnicnig „Ideas Worth Spreading Again“

    Fabian Faltin und Bernhard Garnicnig zeigen in ihrem 30-minütigen Film, dass auch Ideen der Jahrhundertwende etwas zu aktuellen Debatten beizutragen haben.