Aus dem Rahmen: Die Gruft der Habsburger

Mitten in der Wiener Innenstadt liegt eine der historisch bedeutendsten Grabstätten der Welt: die Kapuzinergruft, auch Kaisergruft genannt. Seit dem frühen 17. Jahrhundert haben hier Mitglieder des Hauses Habsburg ihre letzte Ruhestätte gefunden - darunter auch 12 Kaiser und 17 Kaiserinnen. Eine Gruft, die rund 400 Jahre europäische Herrschaftsgeschichte erzählt.

Kaiserin Anna gründete die Kaisergruft im Jahr 1617. Sie verfügte in ihrem Testament, dass in Wien ein Kapuzinerkloster errichtet und ihr Leichnam, sowie der ihres Gemahls Kaiser Matthias in der dortigen Gruft bestattet werden sollte. Als Geldmittel stellte sie damals 10.000 Gulden für die Errichtung der Kirche und nochmal 12.000 Gulden für Altar und Gruft zur Verfügung.

Der Standort, heute als „Neuer Markt“ bekannt, wurde früher „Mehlgrube“ genannt, weil hier im mittelalterlichen Wien das städtische Mehldepot angesiedelt war, die die Bevölkerung mit Getreide versorgte. Die Arbeiten an dem Kloster, sowie der Gruft beanspruchten damals mehrere Jahre und die Fertigstellung verzögerte sich aufgrund des 30 Jährigen Krieges mehrmals bis zum Jahr 1633.

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Karl Hohenlohe, Karin Unterreiner

Karl Hohenlohe besucht die kaiserliche Gruft. Dort wird er von Historikerin Katrin Unterreiner zu den Prunksarkophagen von Kaiser Franz Josef, Kaiserin Maria Theresia oder Leopold I. geführt. Mit dem Kustos der Kapuzinergruft Pater Albert spricht er über die Verantwortung der Kapuziner für die Gruft und das anschauliche Kloster inmitten der Stadt.

Metallrestaurator Wolfgang Schwarzkogler gibt Karl Hohenlohe einen Einblick in den schwierigen Umgang mit jahrhundertealten Metallsärgen.

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Kapuzinergruft

Moderator: Karl Hohenlohe
Museumsmagazin, 2016