Naturfilm am Donnerstag

Wilde Reise mit Erich Pröll: Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

Wie mit dem Zirkel gezogene, vegetationslose Kreise stechen sie aus dem dürren Gras der Steppe hervor. Nicht einer, nicht zwei oder drei - sondern Millionen so genannte Feenkreise.

Wilde Reise mit Erich Pröll: Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

Dokumentation, AUT 2011

Donnerstag 12.5.2016, 20.15 Uhr
Wh. Fr 02.05, 05.30 und 10.25 Uhr, Sa 11.10 Uhr

Seit knapp 40 Jahren beschäftigen sich Wissenschafter mit dem Phänomen der Feenkreise. Diese mysteriösen, kreisrunden kahlen Stellen sind im südlichen Afrika, vor allem in den Wüsten Namibias, zu beobachten. Aus der Luft betrachtet sind es Tausende rote Punkte auf grünem Grund, denn begrenzt werden die kahlen Stellen durch einen Ring aus hohem dichten Gras, das aus der sonst dürftigen Vegetation heraussticht. Was die Ursache für diese Feenkreise ist, ist bis heute ein wissenschaftliches Rätsel.

Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

ORF/Epo Film

Feenkreise

Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

ORF/Epo Film

Feenkreis

Namibia hat viele bekannte Seiten: Etosha-Pfanne, Skelettküste, Diamantensperrgebiet, die Wüsten Kalahari und Namib. Doch das Land im Südwesten Afrikas birgt ein unerklärliches Phänomen: die Feenkreise. Wahrgenommen haben diese Feenkreise nicht nur Einheimische, sondern wahrscheinlich auch die Forschungsreisenden und Namibia-Touristen: Denn sie sind unübersehbar! Woher kommen diese mysteriösen Kreise? Sind sie eine Laune der Natur? Wer ist dafür verantwortlich?

Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

ORF/Epo Film

Feenkreise

Millionen

Wie mit dem Zirkel gezogene, vegetationslose Kreise stechen sie aus dem dürren Gras der Steppe hervor. Nicht einer, nicht zwei oder drei - sondern Millionen, wie Luftaufnahmen zeigen. Das Faszinierende an den Feenkreisen: Während die drei bis zehn Meter großen kreisrunden Stellen vollkommen kahl und unfruchtbar wirken, wächst rundherum ein Ring aus hohem und dichtem Gras - ein Anziehungspunkt für viele Lebewesen in der Wüste: Mäuse, Borstenhörnchen und Löffelhunde halten sich bevorzugt in der Nähe der Feenkreise auf.

Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

ORF/Epo Film

Löffelhunde suchen die Nähe der Feenkreise

Feenkreise gibt es nur in den extrem trockenen Gebieten des südlichen Afrika - auf einem schmalen Streifen von der Küste bis etwa 160 Kilometer landeinwärts. Bisher sind sie ein naturwissenschaftliches Rätsel: Sind sie das Ergebnis von Meteoriteneinschlägen oder sind Pflanzen dafür verantwortlich, die den Boden vergiften? Oder gibt es in einem der schönsten Naturparadiese Afrikas tatsächlich Feen, die beim Tanzen die kreisrunden Kahlstellen erzeugen? Daher der Name Feenkreise - das augenzwinkernde Eingeständnis, dass bis heute niemand genau weiß, wie die Muster entstanden sind.

Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

ORF/Epo Film

Auch die Himba-Frauen wissen keine Erklärung für die Feenkreise.

Namibia - Das Geheimnis der Feenkreise

ORF/Epo Film

Joe Knauer (Ton), Josef Neuper (Kamera) Barbara Fally-Puskás (Regie), Norbert Jürgens

Film von Barbara Fally-Puskás
Dokumentation, AUT 2011


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Savanne - Im Reich der Vulkane

    Im Krater des Nyiragongo Vulkans liegt der größte Lavasee der Erde. Das angrenzende Grün verdankt seine Existenz dem Ascheregen, der aus den aktiven Vulkanen am Ostafrikanischen Grabenbruch hervorgeht und Lebensraum für die exotische Tierwelt rund um Flughunde, Flamingos und Berggorillas bietet.

  • Kalahari - Im Bann der Wüste

    Auftakt zum spektakulären Afrika: Kein Kontinent ist so umweht vom Nimbus der wilden Natur, keiner so bekannt für die Ursprünglichkeit seiner Tierwelt.

  • Bärenkinder

    Vaclav Chaloupek ist Ersatzmutter für zwei Bärenwaisen. Er lebt mit ihnen und erklärt ihnen die Welt - und findet heraus, dass Bären äußerst klug und anpassungsfähig sind.

  • Die Wunder Arabiens

    In der Dokumentation besucht Filmemacher Nicolas Hulot weitläufige, lebensfeindliche Wüsten und fruchtbare Oasen sowie die Insel Sokotra, deren spezielle Fauna und Flora es nirgendwo auf der Welt noch gibt.