zeit.geschichte

Gerechte unter den Völkern: Dorothea Neff

Von 1941 bis 1945 versteckte Dorothea Neff (1903-1986) ihre jüdische Freundin Lilli Wolff (gest. 1983), die von der Deportation bedroht war, in ihrer Wohnung.

Gerechte unter den Völkern - Dorothea Neff

Dokumentation, 2016

Samstag, 8.2.2020, 22.45 Uhr

Lilli Wolff reist 1941 heimlich nach Wien zu Dorothea Neff, im irrtümlichen Glauben, dass in Wien die Judenverfolgungen nicht so schlimm wären wie in Deutschland. Als sie im Herbst 1941 deportiert werden soll, versteckt sie Dorothea Neff in ihrer Wohnung. Damit beginnt eine schwierige Zeit: Es gibt zu wenig zu essen, Lilli lebt in der ständigen Gefahr, entdeckt zu werden, und sie ist häufig krank. Der junge Arzt Erwin Ringel (1921-1994), der in der Nachbarschaft wohnt, behandelt sie. Einen Krankenhausaufenthalt und die Luftangriffe auf Wien übersteht sie unerkannt.

Die Beziehung der beiden Frauen war während dieser Zeit sehr intensiv und auch schwierig: die Eine war frei, die Andere eingesperrt. Nach dem Krieg trennten sich ihre Wege und sie haben sich nie wieder gesehen.

Gerechte unter den Völkern - Dorothea Neff

ORF/Yad Vashem

Dorothea Neff wird im Akademietheater geehrt.

Gerechte unter den Völkern - Dorothea Neff

ORF

Dorothea Neff, Schauspielerin und Gerechte unter den Völkern

Die Dokumentation zeigt Interviews u.a. mit der bekannten Wiener Schauspielerin Andrea Eckert, die eine Schülerin Neffs war und Felix Mitterer, der sich im Theaterstück „Du bleibst bei mir“ mit Dorothea Neffs spontaner Entscheidung, Lilli Wolff zu verstecken, und den Folgen beschäftigt.

Gerechte unter den Völkern - Dorothea Neff

ORF/Inspiris Film

Andrea Eckert, Schauspielerin und Schülerin von Dorothea Neff

Gerechte unter den Völkern - Dorothea Neff

ORF/Inspiris Film

Felix Mitterer, Autor Theaterstück „Du bleibst bei mir“

Dokumentation, 2016


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Der Pazifikkrieg

    Die Doku-Trilogie „Der Pazifikkrieg” zeichnet jenen Konflikt nach, der nach dem Bombardement von Pearl Harbor zum blutigen Schauplatz des Zweiten Weltkriegs wurde und im zerstörerischen Atomangriff auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki endete.

  • 65 Jahre „Österreich ist frei!“

    Von 15. bis 17. Mai widmet sich ORF III den historischen Ereignissen rund um die Staatsvertragsunterzeichnung 1955 und den Abzug der Besatzungsmächte aus Österreich. Höhepunkte sind u. a. zwei Live-Sendungen am 15. Mai, inklusive Ansprache des Bundespräsidenten an die Nation, und die Doku-Premiere „Der Tag, an dem Österreich frei wurde“.

  • Ziemlich beste Kanzlerfreunde | Die Minister und ihre Skandale

    Regisseurin Iris Haschek beschäftigt sich in zwei Dokumentationen mit den persönlichen Beziehungen von Politikern und ihren Skandalen.

  • 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg"

    ORF III widmet dem Zeitgeschichte-Jubiläum einen umfassenden Programmschwerpunkt mit live Gedenkveranstaltungen, Dokumentationen, Diskussionsrunden und Spielfilmen. Am Sonntag um 20.15 Uhr die neue Dokumentation „Österreichs braune Flecken - Die Aufarbeitung der NS-Zeit nach 1945“.