zeit.geschichte am Samstag

Gerechte unter den Völkern: Ella Lingens

Weil sie jüdische Familien versteckt, deportieren die Nazis Ella Lingens ins KZ Ausschwitz. Dort rettet sie als Ärztin unzähligen Inhaftierten das Leben.

zeit.geschichte: Gerechte unter den Völkern - Ella Lingens

Dokumentation, 2016

Trailer

Samstag, 18.11.2017, 21.00 Uhr
Wh. So 12.45 und 23.45 Uhr

Ella Lingens (1908-2002) tritt 1925 der sozialdemokratischen Partei bei. Zusammen mit ihrem Mann versteckt die studierte Rechtswissenschafterin und Medizinerin während der Reichspogromnacht zehn jüdische Familien. Ein Spitzel der Gestapo verrät sie und sie wird ins KZ Ausschwitz deportiert.

Als Häftlingsärztin nutzt sie ihre privilegierte Stellung. Sie fälscht Atteste und rettet so von der Selektion Betroffene und Schwerkranke vor der Ermordung. Nach der Evakuierung des Lagers wird sie ins KZ Dachau verlegt, wo sie 1945 von amerikanischen Soldaten befreit wird.

Gerechte unter den Völkern - Ella Lingens

ORF/Inspiris Film

Ella Lingens

Nach dem Krieg beendet Ella Lingens das Medizinstudium und arbeitet in verschiedenen Krankenhäusern und im Sozialministerium. 1980 wird sie durch Yad Vashem als „Gerechte der Völker“ ausgezeichnet.

Ellas Sohn, der Journalist Peter Michael Lingens, ist Hauptinterviewpartner in der Dokumentation. Peter Michael Lingens verbrachte seine Kindheit während der Gefangenschaft der Mutter von 1942 bis 1948 mit seinem Kindermädchen in Birnbaum und Kötschach.

Gerechte unter den Völkern - Ella Lingens

ORF/Inspiris Film

Peter Michael Lingens

Dokumentation, 2016


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