zeit.geschichte

Qualtinger

André Heller, Qualtingers künstlerischer Ziehsohn, vergegenwärtigt in dieser Dokumentation einen der ganz großen österreichischen Nachkriegskünstler.

Qualtinger

Dokumentation, AUT 2011

Samstag, 21.3.2020, 22.10 Uhr
Wh. Mo 02.50 Uhr

Der 1928 in Wien als Sohn eines Gymnasiallehrers geborene Helmut Qualtinger war nicht nur der bedeutendste Satiriker und wirksamste Kabarettist der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Österreich, sondern auch einer der wandlungsfähigsten Schauspieler Europas. Ob Theater, Film, Fernsehen oder Hörfunk - in allen Genres war er prägend und herausragend.

Er war ein Glücksgeschenk für die schwierige Seelenhygiene der reichlich verstört aus dem Schrecken und den Mordorgien der Naziherrschaft hervorgegangenen zweiten Republik.

Sein Werk reicht vom Theater, dem er zusammen mit Carl Merz (1906-1979) das faszinierendste Einpersonenstück, der österreichischen Dramatik überhaupt, den „Herrn Karl“, schenkte, zu begnadeten Improvisationen und Practical Jokes, von legendären Rezitationsabenden in aller Welt, die Karl Kraus’ (1874-1936) „Die letzten Tage der Menschheit“ ebenso umfassten wie Hitlers „Mein Kampf“, bis zu zahlreichen epochemachenden nach wie vor faszinierenden Schallplattenaufnahmen, bis zu Live-Konzerten und etwa 60 Rollen in Spielfilmen wahrlich unterschiedlichster Machart.

Helmut Qualtinger, der stets von seiner Alkoholkrankheit überschattet war, starb mit erst 57 Jahren am 29. September 1986 an einer Leberzirrhose. Das Leben dieses Ausnahmekünstlers hat André Heller umfassend, spannend, unterhaltsam und durchaus kritisch, dokumentiert.

Mythos Geschichte 
Auf den Spuren österreichischer Mythen

ORF/DOR Film/Michael Horowitz

Helmut Qualtinger, André Heller

Mythos Geschichte 
Auf den Spuren österreichischer Mythen

ORF/DOR Film

Christian Qualtinger

Qualtinger

ORF/DOR Film

André Heller

Regie:

André Heller

Dokumentation, AUT 2011


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