zeit.geschichte

Die Vergessenen des Zweiten Weltkriegs: Die Donauschwaben

Die Dokumentation von Herbert Hütter beleuchtet das Schicksal der Donauschwaben, die in Jugoslawien nach dem Kriegsende unter Repressionen litten.

zeit.geschichte: Die Vergessenen des Zweiten Weltkriegs: Die Donauschwaben

Dokumentation, 2009

Samstag, 23.11.2019, 21.55 Uhr
Wh. So 10.35 Uhr, Mo 01.15 Uhr

In Jugoslawien übernahmen 1945 die Partisanen Titos die Macht. Bereits Ende 1943 wurde in einem Kriegsparlament die völlige Neuordnung des späteren Jugoslawien beschlossen, was nicht nur die deutsche Volksgruppe betraf. Tito wollte Jugoslawien nicht nur von den Okkupationsmächten befreien, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse in Jugoslawien umstürzen und die alte herrschende Klasse loswerden.

Die Siedlungsgebiete der Deutschen wurden bei Kriegsende systematisch eingezäunt und alle Deutschen darin interniert. Im donauschwäbischen Raum gab es ca. 150 Internierungslager. Etwa 18.000 Menschen waren in den Folgejahren ständig interniert, ca. 8.800 fanden in den Hunger- und Todeslagern den Tod. In den Lagern starben doppelt so viele Donauschwaben als im Krieg gefallenen waren.

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ORF/ORF III

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Film von Herbert Hütter
Dokumentation, 2009


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