70 Jahre Film in rot-weiß-rot

Singende Engel

Christiane Hörbiger präsentiert in einer sehr persönlichen Anmoderation den Film des umstrittenen Regisseurs Gustav Ucicky (1899-1961). Sie spricht über historische Hintergründe, Inhalt und eigene Filmerfahrungen.

Freitag, 17.4.2015, 23.30 Uhr
Wh. Sa 4.45 und 12.25 Uhr, Mo 13.55 Uhr (Die exakten Beginnzeiten der Wiederholungen finden sie im Teletext ab Seite 311. teletext.orf.at )Der Film im Internet: tvthek.orf.at

Singende Engel“ war der erste Film des umstrittenen Regisseurs Gustav Ucicky nach der Aufhebung des Berufsverbots, das 1945 in Österreich und Deutschland über ihn verhängt worden war. Ucicky war einer der führenden Regisseure der NS-Zeit. 1947 hob man das Arbeitsverbot in Österreich auf, da man auf sein Können als Regisseur nicht verzichten wollte.

Der Film erzählt die Geschichte der Wiener Sängerknaben. Er spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und lässt als Protagonisten unter anderen Joseph Haydn - als alten Herrn in seinen letzten Lebensjahren - und Franz Schubert - als zehnjährigen Wiener Sängerknaben - auftreten.

Singende Engel

ORF/Bank Austria

Hans Holt

Singende Engel

ORF/Bank Austria

Wiener Sängerknaben

Haydn, Schubert und die Wiener Sängerknaben dienen als Botschafter der „Kulturnation Österreich“. Der zerstörte Stephansdom erscheint als ein Symbol der verletzten „österreichischen Seele“.

Singende Engel 
 
Originaltitel: (AUT 1947), Regie: Gustav Ucicky; Drehbuch: Rolf Olsen, Gustav Ucicky.

ORF/Filmarchiv Austria

Hans Holt, Gustav Waldau

Drehbuch:

Rolf Olsen, Gustav Ucicky

Regie:

Gustav Ucicky

Darsteller:

Hans Holt (Johann Michael Holzer)
Inge Konradi (Josefine)
Gustav Waldau (Josef Haydn)
Wilhelm Heim (Salieri)
Käthe Dorsch (Kaiserin)
Richard Romanowsky (Kreisschulvisitator)
Gusti Wolf (Lintschi, Josefines Freundin)
uam.

Musik:

Wiener Sängerknaben, Josef Krips

Spielfilm, 1947


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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    Das Phänomen der Sissi Filme prägte die österreichische Filmlandschaft der 1950er Jahre nachhaltig. Der Erfolg dieses großartigen Kinoerlebnisses begleitet uns bis in die Gegenwart. Die drei Filme gehören mittlerweile zu einem Stück internationaler Kulturgeschichte.

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    ORF III zeigt anlässlich des 70. Geburtstages von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek die preisgekrönte Verfilmung ihres Romans „Die Klavierspielerin“, von Michael Haneke mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle.

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    ORF III zeigt Axel Cortis preisgekröntes Dokumentarspiel aus dem Jahr 1971. Es ist die authentische Geschichte des aus Oberösterreich stammenden Bauern Franz Jägerstätter, der den Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg aus Glaubensgründen verweigerte.