Programmschwerpunkt Hugo Portisch zum 90er

Friede durch Angst

Die preisgekrönte Reportage aus dem Jahr 1969 zeigt spektakuläre Einblicke in die Atom-Arsenale der USA. Eine eindrucksvolle Zeitreise zum Höhepunkt des Kalten Krieges, der die Welt in die atomare Vernichtung hätte führen können.

Samstag, 18.02.2017, 22.45 Uhr
Wh. Mo 03.00 Uhr,

1989 fiel der Eiserne Vorhang und leitete den Fall der Sowjetunion ein. Anlässlich dieses Ereignisses präsentiert Hugo Portisch die neu kommentierte Dokumentation „Friede durch Angst“. Kein Kamerateam hatte jemals davor oder danach die Atomarsenale der USA betreten dürfen. Doch Hugo Portisch und Sepp Riff wurden, als Staatsangehörige eines neutralen Landes, spektakuläre Einblicke gewährt. Dieser Bericht bringt Aufnahmen von Atom-Raketen in ihren Silos, den Alarmeinsätzen der US-Atombomber und aus dem Hauptquartier der Polaris Atom U-Boote.

Die preisgekrönte Reportage wurde technisch überarbeitet, bleibt in ihrem Inhalt aber gleich. Es ergibt sich eine eindrucksvolle Zeitreise zum Höhepunkt eines Konfliktes, der die Welt in die atomare Vernichtung hätte führen können. Hugo Portisch selbst kommentiert und erklärt die Zustände von damals in seiner Moderation.

Friede durch Angst

ORF/ORFIII

Einige Jahrzehnte lang hatte die Welt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter der Drohung eines atomaren Krieges gelebt. Und der Krieg schien jedes Mal möglich wenn es zwischen dem sogenannten Westen und der Sowjetunion zu einer ernsthaften Krise kam: Gleich mehrere Male bei dem Versuch der Sowjets, Westberlin zu blockieren und die Truppen der Westmächte aus Westberlin zu vertreiben; und auch als die Sowjets begannen, Raketen auf Kuba zu installieren, Atomraketen, die Washington und New York in Minutenschnelle erreichen und zerstören konnten. Der große Krieg - das wäre auf jeden Fall ein Atomkrieg geworden. So stand es in den Verteidigungsplänen der NATO und des Warschauer-Pakts. Aber dieser Krieg hätte zur gegenseitigen atomaren Vernichtung geführt.

Henry Kissinger, Sicherheitsberater im Weißen Haus und danach Außenminister der USA, sprach von einem „Gleichgewicht des Schreckens“, einer gegenseitigen Bedrohung mit Atomwaffen, keine der beiden Seiten könnte den ersten Schlag wagen, vorausgesetzt der Angegriffene kann danach noch einen Gegenschlag führen. Diesen Zustand der gegenseitigen Bedrohung und des immer möglichen Kriegsausbruchs wurde der Kalte Krieg genannt. Auf dem Höhepunkt dieser Situation entstand diese Dokumentation. Henry Kissinger erklärt die damalige Lage in einem exklusiven Interview. Es wurde gerade ein Abkommen zwischen der USA und der Sowjetführung verhandelt, das als „SALT“-Gespräche in die Geschichte eingehen sollte. Das stand für „Strategic Arms Limitation Talks“, also Gespräche über die Einschränkung der Atomwaffen.

Friede durch Angst

ORF/ORFIII

Friede durch Angst

ORF/ORFIII

Reportage, AUT 1969/2014

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Hugo Portisch zum 90er


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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    Vor 70 Jahren begann der Koreakrieg. Er war eine der ersten großen kriegerischen Auseinandersetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg – und brachte die Welt kurze Zeit an den Rand eines Atomkrieges.

  • Koreakrieg - Der ewige Konflikt

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    Die Dokumentation beleuchtet die ersten drei Kriegsjahre, von 1914 bis zum Tod Kaiser Franz Josephs im November 1916. Die als zeitlich und geografisch begrenzte Strafaktion gedachte Offensive gegen Serbien sollte sich bis zu diesem Zeitpunkt zum größten Massensterben der Menschheitsgeschichte entwickeln.

  • Der Erste Weltkrieg - Die Schlacht in den Alpen

    100 Jahre sind seit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges vergangen und noch immer fällt es schwer, Ausmaß und Wahnsinn des Blutbades zu begreifen. Die letzten 2 Teile der Doku-Reihe beschäftigen sich mit dem Krieg in den Alpen.