100 Jahre Republik

Krieg vor der Haustür: Tirol im 1. Weltkrieg | Frontland Kärnten

Die Dokumentation von Georg Laich gibt anhand von selten gezeigten Aufnahmen und Aufzeichnungen von Zeitzeugen einen Einblick in das Leben an und hinter der Front des sog. „Bergführerkrieges“. Helga Suppan besucht in ihrem Film Kriegsschauplätze in und um Kärnten.

zeit.geschichte spezial: Krieg vor der Haustür - Tirol im 1. Weltkrieg

Dokumentation, AUT 2014

zeit.geschichte spezial: Krieg vor der Haustür - Frontland Kärnten

Dokumentation, AUT 2014

Samstag, 10.11.2018, 20.15 Uhr
Wh. So. 22.55 Uhr

Tirol im 1. Weltkrieg

Dokumentation, AUT 2014

Tirol war vom Ersten Weltkrieg bereits 1914 betroffen, als tausende Tiroler Soldaten schon in den ersten Wochen an die Front beordert worden waren. Mangelnde Ausrüstung und Erfahrung, aber auch taktische Fehler der Befehlshaber in der K.u.K.-Armeeführung verursachten horrende Verluste.

Als Italien 1915 Österreich den Krieg erklärte und auf Seite der Entente gegen die Habsburgermonarchie kämpfte, hatte Tirol den Krieg vor der Haustür: entlang der gesamten Südgrenze des damaligen „Alten Tirol“, verlief die Front entlang des Ortlergebiets und in den Dolomiten und gilt bis heute als einer der höchst gelegenen Konfliktschauplätze der Welt.

Selten gezeigte Fotos und Filmaufnahmen sowie Aufzeichnungen von Zeitzeugen geben einen Einblick in das Leben an und hinter der Front. Die moderne Tiroler Geschichtsforschung betrachtet das Bild des sogenannten „Bergführerkrieges“ kritisch und legt klar, warum der Erste Weltkrieg im kollektiven Bewusstsein Tirols lange Zeit verzerrt wahrgenommen wurde.
Regie: Georg Laich

Im Bild: „Auf in den Krieg“, in Innsbruck, am heutigen Bozner Platz, ziehen Soldaten mit Pomp und Trara in den Krieg. Noch herrscht Kriegseuphorie.

ORF/Stadtarchiv Innsbruck

„Auf in den Krieg“, in Innsbruck, am heutigen Bozner Platz, ziehen Soldaten mit Pomp und Trara in den Krieg. Noch herrscht Kriegseuphorie.

Im Bild: Sargproduktion, Bild von Foto-Pionier Anton Trixl. Der Soldat und Fotograf Anton Trixl hinterließ ein Album mit mehr als 350 einzigartigen Fotografien aus dem Kriegsalltag im 1. Weltkrieg.

ORF/TAP Lienz

Sargproduktion, Bild von Foto-Pionier Anton Trixl. Der Soldat und Fotograf Anton Trixl hinterließ ein Album mit mehr als 350 einzigartigen Fotografien aus dem Kriegsalltag im 1. Weltkrieg.

Samstag, 10.11.2018, 21.05 Uhr
Wh. So. 23.45 Uhr

Frontland Kärnten

Dokumentation, AUT 2014

Ausgehend von den Ereignissen in Sarajewo und der anschließenden Kriegserklärung folgt die Dokumentation den ersten Kärntner Einheiten, die zuerst nach Galizien geschickt wurden und ein Jahr später an die Kärntner Front zurückbeordert wurden.

„Freiwillige Schützen“ hielten in der Zwischenzeit die Stellung in den Karnischen Alpen, nachdem Italien Österreich-Ungarn den Krieg erklärt hatte. Der Bogen der Dokumentation spannt sich weiter zu Flüchtlingsbewegungen in Kärnten bis zu den Einfällen der SHS-Truppen nach Kriegsende. Diese fanden zeitgleich mit den Friedensverhandlungen statt und führten in der Folge zum Abwehrkampf und in letzter Konsequenz zur Volksabstimmung.
Regie: Helga Suppan

Krieg vor der Haustür - Frontland Kärnten

ORF/ORF K/ÖNB

Beinhaus Kobarit im Socatal des heutigen Slowenien.

Krieg vor der Haustür - Frontland Kärnten

ORF/ORF K/ÖNB

Kaiser Karl auf Truppenbesuch mit Oberjäger Josef Haberl.


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Die Schlacht von Verdun

    Die Dokumentation erzählt nahezu durchgehend in Originalbildern von der zehn Monate dauernden Kriegshölle in Verdun und beleuchtet die Motive für die äußerst brutale Menschen- und Materialschlacht.

  • Trauma, Träume und Tragödien - Ein Friedensvertrag und seine Folgen

    „Schandvertrag“, „Siegerdiktat“, „Knebelpapier“: Das waren noch die höflichen Prädikate für die Friedensverträge mit Österreich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg. 1919 legten die Siegermächte die staatspolitische und geografische Neuordnung Österreichs fest.

  • Arisierung: Der große Raubzug | Die verlorenen Jahre

    Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 wurde die jüdische Kultur in Wien ausgelöscht. Bis dahin war sie fixer Bestandteil - Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft waren - besonders in der Zeit der Jahrhundertwende - von den Wiener Juden geprägt.

  • 30 Tage bis zum Untergang

    Die Dokumentation von Gerhard Jelinek erzählt von den letzten Tagen vor dem „Anschluss“ Österreichs ans Deutsche Reich. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die den „Anschluss“ als Kinder erlebt haben und Experten und Expertinnen wie Kurt Bauer und Heidemarie Uhl.